#91 Lerne Loslassen: Drei psychologische Phänomene, die deine Authentizität bremsen
Shownotes
Der Jahresendspurt ist da -- voller To-dos, Verpflichtungen und Erwartungen. Vielleicht fühlst du dich gerade ausgelaugt, getrieben oder innerlich zerrissen. Dann ist diese Folge für Loslassen genau richtig für dich.
Ich teile drei tiefgehende psychologische Phänomene, die dich in deiner Führungsrolle unbewusst schwächen -- und dir zeigen, warum Loslassen nicht Verlust bedeutet, sondern ein Weg ist zu mehr Authentizität, Energie und Klarheit.
In dieser Solo-Folge erfährst du: 👉 Warum du trotz bester Vorsätze oft gegen deine eigenen Werte handelst -- und was das mit kognitiver Dissonanz zu tun hat
👉 Wie dich Verlustangst lähmen kann, Entscheidungen zu treffen -- und wie du den Mut findest, den berühmten Cut zu machen
👉 Weshalb dein altes Selbstbild dich heute zurückhält -- und wie du dich von Erwartungen befreist, die nicht mehr zu dir passen
Es ist Zeit, alte Muster zu hinterfragen und bewusster zu führen -- mit ganz konkreten Reflexionsfragen und kraftvollen Ritualen, die du sofort anwenden kannst.
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Transkript anzeigen
00:00:00: Herzlich willkommen zu Femaliedership on Air, dem Podcast für Frauen, die ihre Führungspersönlichkeit mehr einbringen und ihren beruflichen Weg noch mehr gestalten wollen.
00:00:10: Mein Name ist Christine und ich begleite dich sehr gern dabei.
00:00:14: Ich weiß nicht, wie du dich gerade fühlst.
00:00:17: Während ich diese Podcastfolge aufnehme, ist es gerade Anfang Dezember.
00:00:23: Und ja, für viele bedeutet das immer noch voller Terminkalender.
00:00:27: Viele Entscheidungen noch auf Unternehmensseite, viele Präsentationen, vielleicht auch für Pläne in zwei Tausendsechsenzwanzig.
00:00:35: Und vielleicht fühlst du dich auch gerade etwas ausgelaut, vielleicht auch überfrachtet, vielleicht auch erschöpft und sehensdich eigentlich nach dem baldigen neuen Jahr.
00:00:48: Und vielleicht fühlst du dich erschöpft von so diesen Erwartungen, diesen Druck, aber auch den ganzen Tutos, die gerade laufen.
00:00:55: und diesen Verpflichtungen, die man an vielen Stellen auch hat und vielleicht auch von Menschen, die irgendwie an dir ziehen und dann wiederum von Menschen, die vielleicht auch zu wenig geben und wo du reinspringen musst.
00:01:08: Und deswegen, wenn du dich gerade so fühlst, dann ist jetzt genau in dieser Situation die beste Zeit, um wirklich darauf zu schauen und bewusst Dinge loszulassen.
00:01:23: Und das möchte ich mit dieser Folge machen.
00:01:25: Ich möchte dir drei Konzepte beziehungsweise Phänomene vorstellen und die helfen dir definitiv ab dann auch bewusster Themen loszulassen.
00:01:40: Denn ohne Frage, Führung braucht nicht nur nach vorne Blick, sondern auch immer wieder zu gucken, was gerade dient mir nicht mehr.
00:01:50: Was gerade ist ballast?
00:01:52: Was gerade muss ich mittelfristig, kurzfristig oder zumindest bald verändern, damit ich mehr Leichtigkeit in der Führungsposition habe?
00:02:02: Damit ich mehr ich in der Führungsposition bin?
00:02:05: Damit ich einfach mehr Leichtigkeit und auch Spaß in meiner jeweiligen beruflichen Rolle habe?
00:02:11: Und dazu möchte ich dir definitiv drei sehr, sehr praktische Phänomene vorstellen, die du wahrscheinlich wieder erkennst und wo du einfach für dich feststellen kannst, ja genau, das ist ein Punkt und da darfst du definitiv jetzt mehr ran und gucken, wie du mehr Leichtigkeit auch dann bekommst.
00:02:30: und eine Sache steht definitiv fest, weil das dürfen wir auch manchmal neu um definieren.
00:02:37: Oft ist so loslassen, noch etwas von aufgeben, von sich trennen.
00:02:41: So hat teilweise so einen negativen Touch.
00:02:45: Aber gleichermaßen heißt loslassen auch klar werden, Kraft sammeln, Raum schaffen.
00:02:52: und vielleicht kennst du dieses Zitat.
00:02:54: wer loslässt, hat beide Hände frei.
00:02:57: Und das ist eine wundervolle Symbolik, um wirklich auch Platz zu schaffen für Wünsche, für all das, was du vielleicht auch dir vornimmst, dann in nächster Zukunft.
00:03:08: Und dafür möchte ich wie angesprochen drei Phänomene mit dir teilen, die zum großen Teil aus der Psychologie kommen.
00:03:16: Und das ist zuallererst einmal die sogenannte kognitive Dissonanz.
00:03:22: Vielleicht hast du sie schon mal gehört, sie ist definitiv oft ein interner Leadership-Konflikt, nenne ich es mal so.
00:03:30: Das heißt, du tust Dinge, die eigentlich nicht deiner inneren Haltung entsprechen und auch dann zu nicht passen.
00:03:37: Und das kostet wahnsinnig viel Energie und kostet ohne Frage auch jedes Mal Ach so, diesen inneren Kampf.
00:03:47: und dazu möchte ich dir mal so ein paar Beispiele aus dem Alltag nennen, damit du das vielleicht noch ein bisschen besser für dich greifen kannst.
00:03:53: Also stell dir vor, du willst eigentlich total viel Vereinbarkeit und nimmst dir das immer vor und gleichermaßen erwischst du dich, wie du hektisch ins Büro fährst oder hektisch den Laptop aufklappt und dann doch wieder abends über Stunden machst, ja?
00:04:09: Und das ist eine Ambivalenz, ja?
00:04:12: Oder Du hast dir vorgenommen, dass du das Team Transparenter einbeziehen möchtest.
00:04:18: Und gleichermaßen ist gerade so viel Stress und Zeitdruck, dass du dann doch wieder viele, viele Dinge alleine entscheidest.
00:04:24: Oder du willst eigentlich Nein sagen zu Projektix Y und merkst aber, dass du einknickst und dann doch wieder sagst, ja, ja, ja, kriegen wir irgendwie hin.
00:04:35: Ja, und du spürst schon aus dem Beschreibung, das ist eine totale Amivalenz.
00:04:40: Und genau so ist eine kognitive Dissonanz auch definiert.
00:04:44: Das heißt, wir handeln so, wie es aber nicht unseren Denken und auch unseren Werten und Überzeugungen übereinstimmt.
00:04:50: Und solche Situationen haben wir natürlich grundsätzlich immer mal wieder im Alltag.
00:04:54: Ohne Frage.
00:04:55: Wir werden die auch nie ganz auf Null reduzieren können.
00:04:58: Aber es gibt viele Dinge, die können wir reduzieren.
00:05:02: Denn sie helfen dir dann bewusster, wirklich auch mehr zu dir zu stehen und bewusster Dinge zu machen, wo du wirklich von überzeugt bist.
00:05:11: Ja, also ich will einen Klammer Satz dazu sagen.
00:05:14: Ohne Frage.
00:05:16: In einer Organisation, wo wir natürlich auch Unternehmensziele verfolgen oder auch Strategien mit an einem Strang ziehen, die vielleicht nicht hundert Prozent zu uns passen, gibt es immer mal kognitive Dissonanzen.
00:05:28: Aber hier geht es vor allen Dingen darum, wo hast du dir etwas vorgenommen, was du nicht.
00:05:33: Einhälz oder immer noch nicht einhälz dahin zu gucken, weil das ist was, was einen belastet.
00:05:39: Und das führt auch oft dazu, dass wir sowohl diesen inneren Spannungszustand haben, dieses so, oh man, eigentlich wollte ich das, aber andersherum hab's wieder nicht gemacht.
00:05:47: Und du hörst schon an meinen Worten, dass das ganz oft auch dazu führt, dass das wie so ein kleiner Vertrauensbruch uns selber gegenüber ist, weil wir haben uns ja was anderes vorgenommen und knicken dann doch wieder ein.
00:05:58: Und deswegen ist es wichtig, zu überlegen, in welchen Situation hast du das?
00:06:04: In welchen Situation knickst du quasi ein, obwohl du eigentlich was anderes willst?
00:06:10: In welchen Situation gibst du nach, obwohl du eigentlich anders handeln wolltest?
00:06:16: Also was sind das für Situationen und für Bereiche, wo du das merkst, dass du da eigentlich was anderes willst, trotzdem nachgibst oder trotzdem einknickst und es so machst du entweder wie früher.
00:06:28: oder weil du denkst, so wird es jetzt von dir erwartet.
00:06:32: Das heißt, das ist die wichtige Message dabei, zu gucken, was sind da so die Themen?
00:06:37: und je mehr du gerade vielleicht in den Themen drinne bist, also je mehr du gerade vielleicht auch in dieser sogenannten High Season ist, wo noch so viel im Unternehmensalltag passiert und vielleicht noch die nächsten zwei, drei Wochen viel läuft.
00:06:52: Genau jetzt drauf zu achten, was sind die Dinge?
00:06:56: wo du eigentlich, wo es eigentlich nicht deiner inneren Haltung entspricht und du etwas anderes nach einem anderen, nach einer anderen Wirkung im Außenhandels, als dass du eigentlich im Inneren überzeugt bist.
00:07:10: Und was ich dir da an der Stelle empfehle, ist wirklich, sich irgendwo neben den Laptop oder eine digitale Notiz Variante zu öffnen und so eine Art Not-to-du-Liste zu erstellen.
00:07:22: Also Liste, Aufgaben, Verantwortungsbereich, aber auch Verhaltensweisen von dir selber auf, wo du oft zusagst, obwohl du es eigentlich ablehnen möchtest.
00:07:32: Oder wo sind Dinge, die nicht mehr deinen Werten entsprechen?
00:07:35: Also es kann ja sein, dass es früher okay war, aber vielleicht hast du dich verändert und sagst, eigentlich liegt es nicht mehr.
00:07:40: Oder wo sind Dinge, die du aus Nettigkeit machst, wo du sagst, ja, ich glaub, das Team will das so.
00:07:45: Oder meine Führungskraft, ich glaub, ich muss das so machen.
00:07:48: Ja, prüft es mal.
00:07:49: Erst mal beobachten, auflisten.
00:07:52: Und das ist der Hebel, um irgendwann zu sagen, nee, davon lass ich los.
00:07:55: Davon verabschiede ich mich, weil es tut mir einfach nicht.
00:07:59: Gut.
00:08:00: Und damit ist loslassen einfach so ein wichtiger Akt für deine Integrität und für deine Wirkung auch ins Führungskampf, weil du dann natürlich viel, viel authentischer bist.
00:08:10: Und natürlich kann es sein, dass du in manchen Phasen dann anäckst, aber wir alle am Ecken und kannten ohne Frage.
00:08:17: Deswegen ecken wir an.
00:08:19: Wenn wir nicht anäcken, dann ist irgendwas faul.
00:08:21: Ja, also deswegen einmal, was sind mögliche... Kognitive Dissonanzen, wo du dich so hin und her gerissen fühlst.
00:08:30: Eigentlich willst du das, aber machen tust du trotzdem das.
00:08:33: Wenn du das spürst, liste das auf und erstelle dir eine Not-to-do-Liste, so wie du die Dinge eben nicht mehr machen möchtest, weil deine innere Überzeugung sich verändert hat oder dem überhaupt nicht mehr entspricht.
00:08:46: Im Februar, im Jahr ist das Female Leadership Program wieder startet.
00:08:52: Es ist inzwischen der siebte Durchgang und es sind bereits tolle, weibliche Führungskräfte angemeldet.
00:08:58: Wenn auch du dir mehr selbst vertrauen, einen authentischen Führungsstil und Souveränität wünscht, dann ist dieses Programm genau das Richtige.
00:09:08: Klicke in den Link in den Shownotes und melde dich noch heute an.
00:09:12: Ich komme zu einem zweiten Phänomen, was du vielleicht auch aktuell merkst oder vielleicht auch mal phasenweise merkst, vielleicht im beruflichen Alltag, vielleicht auch manchmal privat.
00:09:22: Und das ist die sogenannte Losaversion, also die Verlustaversion.
00:09:28: Und das kennst du vielleicht auch von dir.
00:09:31: Menschen fürchten Verluste stärker, als dass sie beispielsweise daran glauben, dass wenn sie sich von etwas trennen, dass der Gewinn danach größer ist.
00:09:43: Ja, das ist so.
00:09:44: Lieber hält man dann etwas ineffizienten fest, als wirklich mal zu sagen, so ist es ineffizient, wir machen es ab sofort anders.
00:09:52: Also wirklich diesen Cut zu machen, ist so oft eine Herausforderung.
00:09:56: Und ich bin da auch total bei dir.
00:09:58: Mir passiert das auch.
00:10:00: Und da gilt es sich immer wieder zu überprüfen.
00:10:03: Wann halte ich an Dingen fest, die nicht mehr laufen?
00:10:07: Ja, die nicht mehr richtig optimal sind, die mir eigentlich nicht gut tun, weil ich, es ist irgendwie so, es war schon immer so oder es ist halt diese Struktur oder es ist halt so geprägt und man traut sich nicht, einen großen Cut zu machen, einen großen Schritt zu machen, weil vielleicht auch das, was der Vorteil daran sein kann, sich wirklich davor zu trennen, noch nicht so ganz klar und sichtbar ist.
00:10:31: Gleichermaßen spürst du, Eigentlich geht es so auch nicht mehr weiter.
00:10:35: Also stell dir vor, du hast eine ineffektive Teamstruktur, aber du hast Sorge, dass das Team, das nicht auf die leichte Schulter nimmt, wenn du die Strukturen änderst und dann vielleicht auch in Blöd reagiert und du hältst dann eine ineffiziente Teamstruktur fest.
00:10:52: Das ist mal so als Beispiel.
00:10:54: Oder du gehst nicht in eine Führungsposition, vielleicht auch nicht in die nächste Führungsposition, weil du Sorge hast.
00:11:03: dass wenn du dann aus dem Team rausgehst oder wenn du dann in die Position gehst, dass andere eben komisch zu dir gucken oder dich nicht mehr als auf der Freundschaftsebene beispielsweise begegnen.
00:11:16: Das heißt, du hast Sorge, wenn du das machst, dann hat das Nachteile.
00:11:20: Und ohne Frage.
00:11:22: Jeder, jede Trennung, jedes Loslassen, jedes sich verabschieden hat natürlich in einer gewissen Form auch Nachteile.
00:11:32: Und die wichtige Aufgabe ist, die Nachteile zu sehen, das zu akzeptieren und gleichermaßen sich bewusst zu machen.
00:11:40: Es ist trotzdem notwendig, weil ich weiß.
00:11:43: Ich habe davon unterm Strich definitiv mehr Benefit oder vielleicht auch die Beteiligten haben mehr Benefit, wenn ich diese Entscheidung treffe und dann nicht eben noch Dinge ewig vor sich rumzuschleppen und mitzutragen.
00:11:59: Das ist diese typische Verlustaversion.
00:12:01: Man hält an alten Strukturen fest, man hält an alten Verhaltensweisen fest, man hält an alten Prinzipien fest, obwohl man weiß, Eigentlich ist das nicht mehr so.
00:12:11: Irgendwie funktioniert es nicht mehr so richtig.
00:12:12: Irgendwie passt es nicht mehr zu mir.
00:12:14: Aber ja, ich weiß es gerade nicht besser oder ich habe Sorge vor XY.
00:12:20: Wenn du dich da wiedererkennst und dir da vielleicht auch direkt paar Themen einfallen, super, notieren.
00:12:26: Bester Zeitpunkt, um sich auch davon zu verabschieden und loszulassen, diese Themen bewusst in den Verlust zu gehen.
00:12:33: Also ja, bewusst.
00:12:35: Dinge loszulassen, um einen größeren Vorteil für sich zu sehen.
00:12:39: Und der wird, das kann ich dir versprechen, ohne Frage so oft sein.
00:12:43: Da kannst du auch mal zurückblicken in die Vergangenheit bei dir.
00:12:48: Die meisten Momente, wo wir bewusst uns von etwas verabschiedet haben, wenn wir bewusst etwas wirklich mal einen radikalen Cut gemacht haben, in der Regel war es vielleicht auch dann übergangsweise anstrengend.
00:13:00: Aber Oft sind es die Dinge, wo wir sagen, zum Glück habe ich es gemacht.
00:13:05: Zum Glück habe ich diese Entscheidung getroffen.
00:13:08: Zum Glück war ich damals so mutig, auch wenn ich es lange vor mir hergeschoben habe.
00:13:12: Zum Glück, weil heute fühlt sich es mir besser an.
00:13:15: Und in diese Vision zu kommen, das ist der große Appell an dich, dahin zu gehen.
00:13:21: Gerade wenn du merkst, du hältst an Themen fest.
00:13:24: Und das kann strukturell sein, das kann faltensweisen sein, das können aber auch so Ideen im Kopf sein.
00:13:30: die jetzt vom eigentlich der richtige Weg sind, aber eigentlich geht es nicht so richtig auf, dorthin zu schauen und zu gucken, wo kannst du bewusst diesen Ballast, der irgendwie nicht zielführend ist, wirklich loslassen und mehr einen Cut machen.
00:13:46: Das ist definitiv ein weiteres Phänomen, was ich dir mitgeben möchte, wo wir, wo auch wie gesagt, ich immer wieder schauen darf, wo halt ich an Themen festy.
00:13:56: eigentlich nicht mehr okay sind, die eigentlich mich nicht mehr unterstützen, mir keine Energie geben oder vielleicht einfach nicht mehr zu mehr passen.
00:14:03: Und da kann ich dir eine Frage mitgeben, die da super, super gut hilft.
00:14:07: Und die erlautet, wenn ich mich heute nochmal, also beziehungsweise würde ich mich heute nochmal aktiv dafür entscheiden.
00:14:16: Und wenn du bei Thema x oder bei Thema y, was auch immer da in deinen Kopf kommt, sagst, wo du so ein bisschen noch dran festhältst oder noch nicht draus dir ein Katt zu machen oder den Schritt zu gehen, deine Entscheidung zu treffen.
00:14:28: Wenn du dann trotzdem sagst, eigentlich würde ich es heute nicht mehr genau so machen.
00:14:32: Ja, dann ist die Frage, warum hältst du noch daran fest?
00:14:36: Also, loslassen ist das Ziel ganz bewusst, damit du alle Hände frei hast, um Neues anzugeben.
00:14:45: Ein drittes Phänomen, was definitiv dich vielleicht auch betrifft oder zumindest auch häufig in Führungspositionen Menschen betrifft, ist das Thema die selbst Kongruenz.
00:14:56: Also nicht die Konkurrenz, sondern die Kongruenz.
00:15:00: Also diese Ausrichtung ist man Kongruent in seinem Verhalten.
00:15:06: Bin ich wirklich übereinstimmen.
00:15:09: Darum geht's.
00:15:10: Und wir alle streben, und es kommt auch aus der Psychologie, wir alle streben danach, dass unser Verhalten, so wie wir nach außen vor allen Dingen auch tätig sind, unserem sogenannten Selbstbild übereinstimmt.
00:15:23: Aber klar, unser Selbstbild verändert sich manchmal.
00:15:27: Wir lernen was dazu, wir wachsen und damit verändert sich so sukzessive unser Inneres gleichermaßen.
00:15:37: gibt es natürlich das Umfeld, mit dem wir arbeiten.
00:15:40: Unser, das kann das Team sein, das können andere Führungskräfte sein, es können Kundinnen sein, wer auch immer das bei dir ist.
00:15:47: Und die haben auch ein bestimmtes Bild von uns, das sogenannte Fremdbild.
00:15:52: Und dieses Fremdbild, was uns ja dann offen wiedergespiegelt wird, wie Menschen uns wahrnehmen, füttert aber unsere sogenannte Selbstbild.
00:16:02: Das heißt das, was du über dich denkst und siehst.
00:16:05: Und wenn wir im Außen immer wieder hören, Mann, du bist so eine Powerfrau, oder wow, du bist immer so stark, oder wow, wie pünktlich du immer bist.
00:16:15: Dann sind das Erwartungen, die wir irgendwann versuchen, auch immer wieder nach außen zu erfüllen, auch wenn sie in manchen Momenten gar nicht mehr zu uns passen.
00:16:24: Ja, das heißt, so wie Leute Menschen im Außen über uns denken und wir das auch mitbekommen, ja?
00:16:32: und gespiegelt bekommen, so fangen wir auch an, uns dann nach außen zu verhalten.
00:16:37: Das ist dieses Prinzip des Fremdbilds und Selbstbildes.
00:16:40: Aber es kann eben sein, dass du dich weiterentwickelst, aber weil Menschen eine bestimmte Vorstellung von dir haben, wie du zum Beispiel als Führungskraft bist oder wie du zum Beispiel als Mensch bist oder wie sie dich bisher wahrgenommen haben, versuchen wir unbewusst, diesem Bild weiterhin gerecht zu werden.
00:16:55: Und das kann manchmal, gerade wenn wir uns weiterentwickelt haben, unfassbar viel Energiekosten, dieses Bild nach außen auch aufrecht zu erhalten.
00:17:05: Und da ist die große Frage, wo kannst du loslassen von Fremdbildern, von Menschen, von Erwartungen im Außen, was andere von dir wohl denken, was andere wohl von dir meinen, wie du bist und wie du handeln wirst, so wie du vielleicht viele Jahre warst.
00:17:21: Aber jetzt bist du irgendwie, hast du dich weiterentwickelt und manches passt einfach nicht mehr zu dir.
00:17:26: Und deswegen ist da die große Frage, wo merkst du, gibt's vielleicht etwas, was sich auch im Außen anpassen darf?
00:17:33: Wo kannst du bewusst durch das Loslassen von alten Verhaltensweisen, durch das Loslassen von alten Rollenbildern, was vielleicht auch von dir erwartet wurde, wo kannst du das Loslassen und im Außen ein bestimmtes neues Fremdbild von dir prägen, was viel, viel mehr deiner Weiterentwicklung entspricht, wo du merkst, Ah ja, das bin ich eigentlich nicht mehr.
00:17:57: so bin ich und das möchte ich jetzt auch selbstbewusst nach außen tragen.
00:18:01: Und das können ganz unterschiedliche Facetten sein.
00:18:04: Das kann sein, dass es etwas im Emotionalen ist.
00:18:07: Vielleicht wird dir immer unterstellt, dass du ja so rational bist und denkst aber eigentlich, nee, bin ich nicht.
00:18:12: Mir wurde es zum Beispiel immer sehr lange unterstellt, dass ich sehr rational bin und... hab dann immer gedacht, ich muss hier die Rationale spielen, viel zu lange.
00:18:20: Und bis ich irgendwann gemerkt habe, es tut mir gar nicht gut.
00:18:23: Ich bin in manchen Situationen rationaler, aber ich bin auch ganz oft, bringe ich sehr viele weiche, empathische Seiten mit und die hab ich eine ganze Zeit unterdrückt, weil ich immer gedacht hab, ja, das erwarten die hier von mir, ist schon ein paar Jahre her, aber ich kann dir das noch die Situation fast aus dem FF erzählen, weil es sehr, sehr prägend war.
00:18:43: Und deswegen schau dahin, wo sind die Dinge beobachte?
00:18:47: Frag auch vielleicht manchmal.
00:18:49: Was gibt es so für Bilder, die manche von dir haben?
00:18:53: Und willst du das überhaupt?
00:18:54: Willst du überhaupt, dass das dein Ruf im Außen ist?
00:18:56: Ist das vielleicht ein veralteter Ruf?
00:18:58: Und du bist da längst drüber hinausgewachsen, um das Zeit authentisch zu führen, bewusst zu führen, vielleicht auch nicht unbedingt mehr irgendwelchen veralteten Führungsprinzipien zu entsprechen, weil vielleicht das ... Ein Team denkt, die Führungskraft muss immer erreichbar sein, also bist du immer erreichbar.
00:19:18: Aber du passt eigentlich zu dir, brauchst du mehr Zeiten für dich, um strategische Themen voranzubringen.
00:19:23: Guck mal, wo wird was vermeintlich von dir im Außen erwartet?
00:19:27: Oder denkst du, dass Menschen das erwarten?
00:19:30: Und danach handelst du auch, obwohl es eigentlich nicht mehr deinem Weg und deinem Wunsch entspricht.
00:19:35: Das ist die sogenannte Selbstkongruenz oder auch Selbstinkongruenz, also wenn unser Selbstbild nicht mehr so ganz übereinstimmt mit dem Fremdbild.
00:19:46: Und wir uns aber trotzdem unter Druck gesetzt fühlen, so zu handeln wie im Außen, das vermeintlich von uns erwartet wird.
00:19:54: Ja, ich hoffe, dass dir das geholfen hat, einmal die kognitive Dissonanz noch mal ein bisschen mehr zu überprüfen.
00:20:02: Wo bist du so ein bisschen schwammig?
00:20:04: Wo merkst du eigentlich, dass du anders handeln möchtest und tust es aber noch nicht?
00:20:09: Dann definitiv das Thema die Verlustaversion.
00:20:13: Wo gibt es Dinge, an denen du festhältst, weil Eigentlich läuft es nicht mehr, aber du hältst fest, weil du irgendwie Sorge hast, dass was schiefgehen könnte, wenn du dich davon radikal trennst oder auch loslässt.
00:20:26: Ja, es können kleine Themen sein, es können größere Themen sein, guck, was da kommt.
00:20:31: Und definitiv die sogenannte Selbstkongruenz oder worot st du auch in die Selbstinkongruenz, weil du versuchst, ein Bild von dir gerecht zu werden, was eigentlich gar nicht mehr zu dir passt.
00:20:43: Vielleicht auch ein Führungsbild.
00:20:46: was nicht mehr zu dir passt, weil du einfach dich weiterentwickelt hast.
00:20:50: Und ich möchte dir dafür jetzt nochmal so ein paar Strategien mit an die Hand geben, wie du das dann praktisch auch wirklich für dich umsetzen kannst und vor allen Dingen da einen guten Schritt weiter kommst, falls du merkst, ja, ich möchte definitiv mehr loslassen.
00:21:04: Ich möchte definitiv bewusster auch mehr Platz für meinen authentischen Weg, für meine authentische Persönlichkeit machen.
00:21:13: Und da hörst du schon, Das braucht Platz.
00:21:16: Ich empfehle dir sehr.
00:21:18: Loslassen braucht Platz.
00:21:19: Man hört immer so, ja, loslassen, dann bekomme ich natürlich Freiräume.
00:21:23: Aber dafür muss ich oder darf ich mir am Anfang erst mal wirklich auch Zeit nehmen.
00:21:29: Und ich empfehle dir sehr, entweder vielleicht durchschnittlich eine Woche pro Stunde in den nächsten Wochen, der Zeit zu nehmen und dich zu beobachten.
00:21:38: Was möchtest du einfach nicht mehr machen?
00:21:41: Was passt nicht mehr zu dir?
00:21:42: Also diese Not-to-do-Liste wirklich zu pflegen und sich bewusst Zeit zu nehmen.
00:21:47: Entweder im Alltag nebenbei oder sich bewusst Raum dafür zu schaffen, sei es am Mittwochnachmittag oder am Freitagvormittag oder auch an einem Sonntag sich dafür Zeit zu nehmen, wo kannst du Dinge loslassen?
00:22:02: Erwartung, Verhaltensweisen, Strategien, Strukturen.
00:22:06: Vielleicht auch manchmal Beziehungen, die dir nicht mehr gut tun, aber dafür sich Zeit zu nehmen, um bewusst zu gucken, wo kann ich bewusst loslassen.
00:22:15: Das ist der erste Schritt.
00:22:17: Und dann möchte ich dir noch zwei hilfreiche Rituale mitgeben, die dir vielleicht helfen, wirklich das Commitment zu erreichen für dich selbst.
00:22:26: Also eine gute Technik dafür ist beispielsweise so eine Art... Vertrag zu halten.
00:22:32: Vielleicht kennst du das auch.
00:22:33: Also du nimmst dir was vor und irgendwie funktioniert es dann doch nicht im Alltag.
00:22:38: Und manchmal braucht es noch mal was Kraftvolles.
00:22:41: Und das ist dann, dass du einen sogenannten inneren Vertrag mit dir selber kündigst oder einen Vertrag machst, wie du ab sofort handelst.
00:22:50: Also wirklich, ich habe das mal in einem Seminar gehabt vor ein paar Jahren, wo wir Verträge auch mit anderen Menschen über uns selber abschließen muss.
00:22:59: Es musste noch jemand anderes gegenzeichnen, diesen Vertrag, den ich definiert habe, dass ich ab sofort XY nicht mehr mache, dass ich ab sofort auf XY achte und so weiter, also was auch immer nur für Vertragsbedingungen für deinen Weg, für deinen Loslasten definierst.
00:23:14: Und ich durfte mir dann damals ein quasi eine zweite Person suchen, die diesen Vertrag unterschrieben hat und mit der ich quasi, der ich gegenüber quasi versprochen habe, diesen Vertrag auch zu halten.
00:23:28: Also wenn du merkst, loslassen fällt dir schwer, dann kann das eine hilfreiche symbolische Technik sein, um wirklich Dinge bewusster loszulassen und das wirklich vertraglich zumindest für sich selber festzusetzen.
00:23:40: Also muss jetzt nicht zum Notar gehen und noch Kosten produzieren.
00:23:43: aber diesen mentalen Vertrag aufzusetzen oder alte Verträge zu kündigen, also alte mentale Verträge zu kündigen und damit loszulassen.
00:23:54: Sehr, sehr hefreiche Methodik an dieser Stelle, gerade mentale, starke Mentaltechnik.
00:24:00: Und ein weiteres Ritual möchte ich dir vorstellen, was vielleicht auch helfen kann, gerade wenn du merkst, ich möchte es so offiziell auch noch mal symbolisch loslassen.
00:24:10: Vielleicht bald kommen ja auch wieder die Raunächte.
00:24:12: Du merkst heute wird es ein bisschen spiritueller, ein bisschen mental stärkender.
00:24:18: Und da kennst du das vielleicht, dass man ja auch Zettel verbrennt.
00:24:22: Und das kannst du beispielsweise auch mal mit Themen machen, wo du sagst, das will ich jetzt wirklich mal loslassen.
00:24:27: Davon möchte ich mich trennen.
00:24:28: Ich möchte nicht mehr People pleasing.
00:24:31: Und ich möchte nicht mehr Ja sagen in den Situationen, wo ich eigentlich weiß, es ärger mich hinterher.
00:24:36: Was auch immer da kommt.
00:24:37: Schreib's auf den Zettel.
00:24:39: Dann machst du so ein kleines Marmeladeglas, wirfst diese Zettel rein, das, was du loslassen möchtest und verbrennst es symbolisch.
00:24:49: Ja, Achtung, keinen Feuer produzieren, sondern wirklich gut darauf achten, dass du da entsprechend idealerweise, wie gesagt, wirklich ein Glas hast, wo das dann auch gut funktioniert.
00:25:00: Und das hat eine unfassbare Kraft, weil wir uns nochmal auch symbolisch verabschieden.
00:25:04: Und solche Bilder brennen sich einfach einen in den Kopf, weil dann ist es loslassen, oft noch mal viel stärker.
00:25:13: Also, guck, was du brauchst, um loszulassen.
00:25:16: Was auch immer es ist, von alten Führungsprinzipien, von alten Persönlichkeitsmustern, die heute gar nicht mehr zu dir passen.
00:25:25: von alten Kommunikationsstrategien oder auch Mustern, wo du sagst, nee, das bin ich eigentlich nicht mehr.
00:25:31: Ich möchte viel souveräner, viel kraftvoller, viel selbstloser auftreten.
00:25:36: Und dafür ist es wichtig, bewusst Dinge loszulassen.
00:25:40: In diesem Sinne, vielen Dank, dass du heute bei Femiliter Schyponeer dabei warst.
00:25:46: Wenn du diese Episode inspirierend und hilfreich fandest, hinterlasse so, so gern eine Bewertung und vergiss nicht, den Podcast zu abonnieren.
00:25:55: Vielen Dank.
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