#87 Energie statt Erschöpfung im Leadership – Mit Jutta Rebernik

Shownotes

Die Blätter fallen, der Terminkalender platzt - der Herbst ist für viele von uns die wohl dichteste Phase im Jahr. Und genau deshalb kommt diese Folge wie gerufen: Wir sprechen mit Jutta Rebernik, Mindful High Performance Coach und Expertin für gesunde Leistungsfähigkeit, darüber, wie du Energie, Gesundheit und Führungskraft in Balance bringst - ohne dich selbst dabei zu verlieren.

In dieser Episode erfährst du:

👉 Wie High Performance ohne Selbstaufopferung möglich ist

👉 Wieso klassische „Pausen" oft keine echten Erholungsinseln sind -- und was stattdessen hilft

👉 Welche inneren Antreiber dich (unbewusst) in den Erschöpfungsmodus führen

👉 Wie du auch in stressigen Zeiten deine Energie schützt und wieder aktivierst

👉 Warum „Ich mach das noch schnell mit" langfristig keine gute Strategie ist

Perfekt für dich, wenn du gerade viele Projekte jonglierst, Verantwortung trägst -- und merkst, dass es nicht (mehr) so leicht ist, bei dir selbst zu bleiben.

Langfristiger Erfolg braucht Energie - keine Überarbeitung.

Links zu Jutta Rebernik:

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Website: https://www.juttarebernik.com/


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Transkript anzeigen

00:00:00: Also was ich auf jeden Fall gelernt habe, ist, dass ich... viel mehr Einfluss hat auf meine Energie, als ich überhaupt gewusst habe.

00:00:07: Wir kommen nicht drum herum, wenn wir leisten wollen oder wenn wir unsere Ziele erreichen wollen, dass wir unsere Energie priorisieren.

00:00:13: Herzlich willkommen zu Femi Lidership on Air, dem Podcast für Frauen, die ihre Führungspersönlichkeit mehr einbringen und ihren beruflichen Weg noch mehr gestalten wollen.

00:00:22: Mein Name ist Christine und du weißt das alle zwei Wochen gibt es ein spannendes Interview und spannenden Talk und ich auf die heutige Folge freue ich mich besonders, denn ich bin ein großer Fan.

00:00:32: von Jutta.

00:00:33: Jutta Rebenick, sie ist meine heutige Interviewpartnerin, sie ist mein Full High Performance Coach und Führungskräftebegleiterin und auch Experte dafür, wie wir vor allen Dingen Leistung und Gesundheit wieder in den Einklang bringen.

00:00:46: Jutta unterstützt vor allen Dingen Menschen in Führungspositionen und auch Unternehmerinnen.

00:00:50: Dabei, dass sie Energie geladen und selbstbestimmt ihre Zeit und auch ihre Ziele gestalten.

00:00:56: Und das hilft vor allen Dingen, dass wir einfach nicht körperlich und auch nicht mental ausbrennen.

00:01:00: Und genau das ist das Stichwort.

00:01:02: Wir sind ja jetzt in der Herbstsaison.

00:01:04: Die Peak Season ist quasi da.

00:01:05: Ich glaube, viele von uns spüren das wahrscheinlich.

00:01:08: Und deswegen kommst du, liebe Jutta, perfekt zur Jahreszeit, dass wir dich oder ich dich stellvertretenden Löchern darf.

00:01:16: Wie können wir jetzt wirklich diesen Einklang schaffen, worauf dürfen wir achten?

00:01:20: Und deswegen heiße ich dich umso mehr herzlich willkommen.

00:01:23: Und ich freue mich so sehr, hier zu sein.

00:01:26: Vielen Dank.

00:01:27: Ja,

00:01:27: du weißt, ich spreche immer sehr gerne mit dir.

00:01:30: Ich schätze dich sehr und freue mich deswegen auch, dass wir wirklich jetzt mal es geschafft haben, im Podcast wirklich vor allen Dingen auch dein Thema näher zu beleuchten, weil es ist so wichtiger denn je aus meiner Sicht, auch persönlich aus meiner Sicht, zu gucken, wie können wir eigentlich wirklich gut auf uns achten und nicht ausbrennen.

00:01:47: Das ist ja auch schon fast so ein bisschen so ein Buzzword geworden, was man auch schon ein bisschen so normalisiert.

00:01:51: daher sagt.

00:01:52: Und bevor ich einsteigen, möchte ich dich aber gern fragen, wenn du so ein female leadership denkst, gerade jetzt, ja, wir haben jetzt im Jahr zweitausendfünfundzwanzig Herbst, vielleicht aber auch kommt eine andere Assoziation.

00:02:04: Was kommt dir dafür ein Gefühl oder auch ein Bild in den Kopf?

00:02:07: Für mich hat viel mehr Leadership viel damit zu tun, passt auch zum Mindful High Performance Raum zu geben.

00:02:13: Also nicht zu sagen, wir haben jetzt einen Ablauf und es ist irgendwie kein Platz dafür entfalten, kein Platz für Präsenz, für Verbindung, sondern ist es der Raum da, es ist der Platz da, es ist die Möglichkeit da und es gibt aber auch eine Grenze und es gibt einen sicheren Rahmen in dem Raum, weil der einfach nicht unendlich groß ist.

00:02:33: Und diese Klarheit brauchen wir auch in female leadership und deswegen ist das für mich immer so ein schöner schöner Gedanke dieses Raumgebende führen.

00:02:44: Ja und das ist ja auch oft so stimmig, weil ich... Ich will nicht mit Klischees anfangen, aber ich erlebe sehr viele Frauen, die mehr Raum geben und durch Fragen gestalten und auch achtsamer sind in vielen Situationen und deswegen spiegelt sich das auch total wieder.

00:02:58: Wenn du so ein bisschen auch an oder das Thema High Performance gibt es sicherlich schon irgendwie viele Jahre.

00:03:05: Gleichermaßen ist es etwas, was manchmal auch vielleicht auch falsch verstanden wird.

00:03:10: Gab es von bei dir so einen Schlüsselmoment, wo du gesagt hast, Ich speziell möchte mich mit dem Thema auseinandersetzen und vor allen Dingen auch das Thema anderen Menschen mit an die Hand geben, wie sie es gut verstehen und auch integrieren können.

00:03:24: Ich würde sagen, es gab mehrere Momente.

00:03:26: Es gab vor allem in meiner HR-Zeit, wie ich noch im HR-Bereich gearbeitet habe, immer das Thema, damit man sich ganz viel auseinandersetzt mit Performance.

00:03:33: Wie können wir jetzt die Performance erhöhen?

00:03:35: Das ist natürlich ein Top-Thema.

00:03:37: Das hat mich wahnsinnig genervt.

00:03:40: Einfach aus dem Grund heraus, weil ich es sehr schnell gemerkt habe.

00:03:43: dass wir kommen mit Business Strategien schnell an die Grenze, wie wir jetzt Performance erhöhen können.

00:03:49: Das ist nicht nur ein Business Thema und wir können auch nicht nur im Berufsleben da ansetzen.

00:03:54: Und wir haben auch als Unternehmen natürlich eine gewisse Grenze, was wir tun können, sondern es ist ein sehr holistisches Thema.

00:03:59: Es ist ein sehr persönliches Thema.

00:04:01: Es braucht viel mehr als nur eine berufliche Seite anzuschauen.

00:04:06: Und da Damit habe ich begonnen, mich zu beschäftigen und deswegen bin ich bei dem High Performance Ansatz dann irgendwann gelandert.

00:04:13: Ich habe mehrere Coaching Ausbildung gemacht und bin dann da geblieben.

00:04:17: und weil das ein sehr holistischer Ansatz ist, wie wir gesund leistungsfähig sein können und nicht uns permanent auspowern.

00:04:25: Ja, wenn man so diese High Performer im Blick oder viele haben ja dann auch im Kopf so diesen der da wirklich auch alles wegrockt im Team und der die Überstunden macht.

00:04:35: Und ich glaube, so dein Ansatz ist vor allen Dingen ja auch eben... das einerseits aber vor allen Dingen auch den Ausgleich zu haben und zu gucken, wie kann ich da wirklich in meiner Energie bleiben?

00:04:45: Als du dich mit dem Thema mehr beschäftigst, du hast gerade verschiedene Coaching-Ausbildungen, irgendwann ist es so ein bisschen das Thema geworden.

00:04:52: Was hast du speziell über dich gelernt?

00:04:54: Du hast jetzt gerade gesagt, tolistisch, dass es eben nicht nur die berufliche Seite ist und dass wir nicht nur irgendwie die Menschen ausquetschen können, noch mehr Performance zu liefern, sondern dass es auch natürlich eine gewisse Selbstbestimmtheit auch dabei gibt.

00:05:07: Also, was ich auf jeden Fall gelernt habe, ist, es war ein sehr, sehr großes Aha-Erlebnis in der ganzen Zertifizierungszeit und der Ausbildung, dass ich viel mehr Einfluss habe auf meine Energie, als ich überhaupt jemals versucht habe, als ich überhaupt gewusst habe und das bewusst auf meine Agenda geschrieben habe.

00:05:27: Wir kommen nicht drum herum, wenn wir leisten wollen oder wenn wir unsere Ziele erreichen wollen, dass wir unsere Energie priorisieren.

00:05:33: Das würde ich sagen, war eines der größten Learnings, die ich dort hatte.

00:05:37: Und um das dann umzusetzen und dann zu erkennen, was das für Vorteile hat, würde ich sagen, zähre ich täglich davon.

00:05:45: Und die ist einfach sehr bereichernd.

00:05:49: Das zweite, was ich holistisch gelernt habe, nicht nur im Performance Bereich, sondern einfach in der ganzen Persönlichkeitsentwicklung ist, dass, wenn ich versuche, irgendwie zu sein oder es irgendwie richtig zu machen oder so wie es alle machen oder wie wir lernen, so wird es jetzt gehören oder so funktioniert es jetzt vielleicht im Liederschild, wo auch immer, im Business.

00:06:09: dass das nicht funktioniert.

00:06:10: Also dieses angepasste Verbiegen und durch die Welt gehen und das ist etwas, was nie funktioniert.

00:06:18: und wo ich gemerkt habe, das schneide ich mich unglaublich von meiner Energie ab und kann ich sofort wieder aufhören.

00:06:24: Auch wenn es für so viele andere Menschen funktioniert, aber sobald ich mich von mir entfernen, geht nicht mehr viel.

00:06:32: Und dann ist es ja auch mehr oder weniger, zwar kann ich mit vielleicht wochenlang in Performance sein, mit diesem Verbiegen, Aber auf Dauer schaffe ich das einfach nicht, weil mir einfach irgendwann die Energieflöten geht, weil gerade so dieses Verbiegen, was du beschrieben hast, das ist ja so kräftezehrend, zumindest auf Dauer.

00:06:50: Ich kann das in gewisser Zeit halten, also gerade auch was Persönlichkeitsbereiche geht, die ich vielleicht versuche zu vertuschen, gerade auch im beruflichen Kontext.

00:06:58: Aber auf Dauer ist es einfach wirklich anstrengend.

00:07:01: Und deswegen ist da der Blick auch für sich, ich finde das auch so.

00:07:05: Das war auch eins meiner Hebel, nicht mehr nur auf die Zeit zu gucken, sondern vor allen Dingen auch auf meine eigene Energie.

00:07:12: Was nähert mich?

00:07:13: Und das heißt ja nicht, dass man den ganzen Tag Dinge macht, die einen wirklich auch nur Energie geben.

00:07:18: Es sind natürlich auch Dinge dabei, die zerren, aber die die Bilanz muss am Ende des Tages irgendwie stimmen.

00:07:23: Ja, und auch zu leisten und die Sachen zu machen, die man will, gibt Energie.

00:07:28: Die Frage ist immer nur, aus welchen Grund machen wir das oder aus welcher Energie heraus machen wir es?

00:07:34: Sind wir in einer permanent Getriebenen?

00:07:36: Ich muss leisten, damit ich wertvoll bin, also füttern wir irgendwelche Glaubenssysteme in uns.

00:07:43: oder haben wir bewusst entschieden, das will ich angehen, das ist mein Plan, wie ich das angehe und was brauche ich denn dazu?

00:07:50: und wie komme ich denn da hin?

00:07:51: und da brauchen wir natürlich die Leistungsfähigkeit, dass wir wollen sie nicht weg haben, wir wollen sie nur bewusster einsetzen, smarter einsetzen und auch nicht zufällig durch die Welt gehen und mal abarbeiten.

00:08:04: Das funktioniert nie.

00:08:05: Also wenn wir einfach machen und nicht überlegen, wann, wie und wie tut es gut, dann... ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass wir ausbrennen, wenn wir sehr leistungsorientiert sind.

00:08:18: Was mir da gerade einfällt, aber wahrscheinlich arbeitest du auch damit, ist das Thema Chronobiologie.

00:08:24: Ist zumindest bei mir so ein bisschen so ein Thema, dass ich immer wieder gucke.

00:08:28: Zu welchen Tageszeiten habe ich die höchste Konzentrationsfähigkeit?

00:08:32: Und wann macht es Sinn, bestimmte Tätigkeiten dahin zu legen?

00:08:36: Klappt nicht jeden Tag.

00:08:37: Ohne Frage.

00:08:37: Wir sind ein System, wo natürlich auch Termine statt Fällen, die nicht immer zur besten Tageszeit irgendwie passen.

00:08:43: Gleichermaßen, wenn ich es steuern kann, immer wieder zu gucken, wie kann ich so ein bisschen meine Energiehaushalt, meine Peaks, aber auch meine Lows so integrieren in meine To-do's, dass es sich einfach auch aktiver und lebendiger anfühlt und in anderen Phasen irgendwie war.

00:08:58: wo ich nicht so eine kognitive Fähigkeit gerade brauche.

00:09:01: Ja, also wo ich es integriere, ist auf jeden Fall beim Thema Produktivität.

00:09:07: Also wo wir wirklich darüber sprechen, wie kann man es produktiver werden, so dass es sich gut anfühlt und wie können wir unseren Kalender gestalten.

00:09:14: und da, so wie du es dann sagst, nutze ich sehr viel.

00:09:17: Wo es auch darum geht, dass wir uns zum Beispiel morgens nicht immer die E-Mails reinnehmen und dann uns wundern, dass wir so fremdgesteuert sind den ganzen Tag oder ich habe sehr häufig Slack.

00:09:30: Leck ist so ein riesen Stresstreiber und ich höre das ganz, ganz häufig das Leck so stresst und da braucht es eben auch Zeiten, wo wir die Messages bearbeiten und möglichst nicht morgens, wo wir viele Menschen eher fokussiert arbeiten können und das schaffen wir, was sie eigentlich schaffen wollen.

00:09:49: oder auch nicht das den ganzen Tag aufzuhaben, das Mehlprogramm.

00:09:53: Das fängt sehr an.

00:09:55: Ich hatte das gestern gerade bei einem Workshop, wo viele sich gewundert haben, dass sie den kennst du wahrscheinlich auch, diesen typischen Seegeblatteffekt, den man eben hat, den man mal wieder rausreißt und rein und raus und dann irgendwie seine ganze Energie verbrennt, dass man wieder versucht in irgendeine Thema wieder reinzukommen.

00:10:13: Und so normale Tipps, wie macht doch vielleicht nicht den ganzen Tag das Mehrprogramm auf?

00:10:17: Lass es doch mal.

00:10:19: Man denkt so eigentlich vielleicht selbstverständlich, aber es waren so, ah ja, könnte ich mal probieren.

00:10:23: Ja, ja, total.

00:10:24: Oder löscht die Notifikation, also löscht die Apps und schaut die Notifikation so aus.

00:10:29: Ja, was für ein Riesenunterschied.

00:10:30: Ja, wir haben gerade bei uns vielleicht kleine Zeitnotiz.

00:10:33: Wirklich drittes Kind in der Schule.

00:10:38: Eltern, die, also viele WhatsApp-Gruppen.

00:10:43: Und da ist morgens schon so.

00:10:45: wirklich, wenn man das Ding anmacht, ich gucke da jetzt nicht rein.

00:10:48: Ich gucke da jetzt einfach nicht rein, weil wie du sagst, es saugt einfach uns in Themen rein, die wir eigentlich jetzt gar nicht machen sollten.

00:10:55: Einfach für das eigene Wohlbefinden, aber auch für die eigene Produktivität hast du gerade angesprochen und am Ende des Tages dann für die Performance.

00:11:04: Ja, Wahnsinn.

00:11:04: Jetzt hast du, wir haben gerade ganz kurz vorher so ein bisschen gesprochen und jetzt ist ja so ein bisschen Herbst-Saison.

00:11:13: Ich persönlich bin gerade in einer Phase, wo ich versuche zu justieren, wie kriege ich all die Themen, all meine Veranstaltungen jetzt anstehen und stehen, wirklich schöne Veranstaltungen an, aber es sind super viele.

00:11:25: Ich hätte das besser, wahrscheinlich hätte ich irgendwas zwischendurch mal absagen sollen, aber es ist jetzt einfach viel.

00:11:31: Und ich versuche jetzt, es ist so gerade mein Antrieb zu gucken, wie kann ich es schaffen, dass es mich nicht stresst, dass ich... dass dieser Performance Druck, dieser negative Performance Druck irgendwie, dass ich den nicht zulasse, was nicht einfach ist, muss ich sagen.

00:11:48: Ich rutsche persönlich in Stressmuster rein, merke, das ist wirklich so, oh Gott, das musst du ja auch noch machen und das musst du ja auch noch machen und versuche ich wieder irgendwie eine Technik oder eine Meditation, wollen wir wieder ein bisschen zu regulieren, aber zack ist mein System wieder wieder im Stressmodus, gerade weil einfach diese Phase gerade so ist.

00:12:06: Ist es da realistisch?

00:12:09: Genau in solchen Phasen trotzdem Verhaltensweisen zu ändern, wo wirklich auch vieles eng getaktet ist.

00:12:16: Oder sagst du einmal durchziehen jetzt und danach dann nochmal neu anpacken?

00:12:20: Das ist wahrscheinlich eine Mischung von beiden.

00:12:22: Also idealerweise fangen wir nicht an diese Verhaltensweisen zu etablieren, wenn die Phase da ist.

00:12:30: haben wir die Routinen, die uns da durchtragen.

00:12:33: Und haben wir die, auch die Tools, wo wir wissen, okay, das sind meine Tankstellentags über.

00:12:40: Das tragt mich dadurch.

00:12:41: Ich entscheide mich jetzt bewusst dafür, das zu machen.

00:12:44: Das ist, glaube ich, auch etwas, was so ein bisschen Stress rausnimmt, wenn wir nicht die ganze Zeit im Gespräch sind mit uns selbst, dass das jetzt alles schwierig wird und dass das eigentlich zu viel ist, was unbewusst ja oft so abläuft, sondern dass wir einfach sagen, okay, habe mich dafür entschieden, ich gehe jetzt durch.

00:12:59: Ich mach mein Plan, wie ich gut durchkomme.

00:13:02: Und da braucht's einfach immer tagsüber diese Tankstellen.

00:13:05: Also das ist das, was ich immer tun würde, dass wir das nicht aufeinander stapeln, so diese Leistung, noch mehr, noch mehr, noch mehr, noch mehr.

00:13:12: Und dazwischen haben wir nie eine Pause und nie mal durchatmen, sondern dass wir ganz bewusst sagen, ich hab meine Microbrakes, ich hab jeden Tag vielleicht Dinge, die mir Energie geben.

00:13:23: Ich schau, dass ich auch in einer vollen Woche immer etwas plane, was mir Spaß macht, Energie gibt.

00:13:29: Also, dass wir so diesen Kalender so optimieren darauf, dass wir die Tankstellen haben und das Mindset, dass wir das jetzt machen und dass das gut gehen wird.

00:13:40: Also, dass es, glaube ich, so eine Fokussache, die es dann einfach braucht.

00:13:44: Ja, das ist ein wichtiger Punkt, den du ansprichst, weil ich merke schon so dieses... Ich achte im Moment drauf, aber es rutscht trotzdem raus.

00:13:50: Ich muss noch das machen.

00:13:51: Ich muss noch das machen.

00:13:52: Und schon ist man so in diesem Druck, den man selber bei sich auslöst.

00:13:56: Und das wiederum produziert noch mehr Druck.

00:13:58: Und da bewusst aus diesem Müssen und sich bewusst entscheiden, hey, die Situation, die hast du irgendwie selber produziert.

00:14:05: Jetzt nimm sie an und mach's Beste draus.

00:14:08: Wie auch immer das dann aussieht.

00:14:10: Und du hast jetzt von Tankstellen gesprochen.

00:14:12: Was sind dann gute Tankstellen, die man... Und das ist mit Sicherheit für jeden ein bisschen individuell, aber vielleicht hast du so ein paar Ideen, was man zumindest sich lohnt, auszuprobieren.

00:14:25: Ja, also das erste, was ich da immer sage, ist ein bisschen aufzupassen nach falsche Pausen, dass wir noch mehr konsumieren, dass wir dann Mittags, schauen wir noch kurz eine Serie, damit wir in die Runde kommen oder machen vielleicht da keine Mittagspause, das würde ich gleich mal weglassen, sondern es geht darum, dass das Nervensystem ja Ruhe bekommt und Regulation und das ist leichter, wenn wir Dinge tun.

00:14:46: Mal in die Natur gehen.

00:14:49: Vielleicht muss dann kein Essenstermin stattfinden, sondern wir essen allein in Ruhe.

00:14:54: Wir halten mal die Stille aus.

00:14:56: Das mache ich zum Beispiel immer.

00:14:57: Wenn ich volle Wochen habe, habe ich keine Mittagstermine, weil ich weiß, ich kann nicht noch mal sprechen.

00:15:03: Ich sitze dann auch lieber alleine und ist und das ist auch fein und es tut mir eigentlich ganz gut.

00:15:09: Ja, sag mal schon.

00:15:11: Nee, du bist dran.

00:15:11: Ich wollte nicht mit.

00:15:13: Also das ist total wichtig, dass wir nicht verwechseln, dass, wenn wir uns mit dem nächsten ablenken, dass wir dann eine Pause haben und uns entspannen.

00:15:22: Das funktioniert nicht.

00:15:23: Das ist eigentlich dann eher noch mal eine Schippe drauf an Aktivität.

00:15:29: Also es geht darum, eher eine Körper zu kommen, vielleicht bewegen wir uns kurz, machen vielleicht einen in der Mittagspause Sport.

00:15:35: Diese Tankstellen sind wichtig und ich finde auch, Nicht zu unterschätzen, diese kurzen Tankstellen, fünf Minuten nach jedem Meeting das Ding abschließen, nicht aufeinander stapeln, sondern da die Pause reinholen, da mal aufstehen.

00:15:50: Da Musik in die Ohren und Augen schließen, Meditation in die Ohren und Augen schließen.

00:15:55: Also, ich finde, es geht ja auch viel im Job.

00:15:59: Also ob man sich jetzt auf die Toilette sitzt und pausen macht, machen total viele und dann funktioniert immer gut, wenn ich das mit meinen Kindern bespreche.

00:16:08: Und man muss es durchziehen, diese Momente alleine zu haben.

00:16:12: Ja, total.

00:16:13: Ich habe irgendwo gelesen mal, oder dass es, dass es die Empfehlung ist, alle zweiundfünfzig Minuten eine Pause zu machen und diese echte Pause, die du gerade angesprungen hast, dann eben nicht auf dem Handy zu scrollen, sondern bewusst Pause machen, bevor man eine Pause braucht, was er empfiehle, gerne auch übergehen.

00:16:30: Ja, so, ach ja, kann ich ja noch weitermachen oder es kommt eh der nächste Termin rein und dann ist es irgendwann so elf, zwölf und man hängt schon da wie so ein, wie so ein... Wie nennt sie das?

00:16:40: Nasser Sack?

00:16:41: Nein, da gibt es irgendeine Analogie, die nicht einfällt.

00:16:46: Das passt auf jeden Fall gut.

00:16:47: Und dann passiert natürlich das Phänomen, dass wir in einem ganzen Tag nicht runterkommen und dann geht es abends auch nicht.

00:16:53: Also das ist dann der Punkt, wo wir ständig unter Stress sind und eigentlich abends auch nicht mehr wissen, wie das jetzt funktioniert, dass wir abscheiden, schlafen können und der Körper irgendwie ruhiger wird.

00:17:08: Ja, ich glaube, da dürfen wir echt ganz viel lernen.

00:17:10: Also ich darf persönlich immer wieder auch auf mich achten, weil ich so, so schnell gerade in solchen Hochphasen, in so typische Produktivitätsmuster rutsche, die... zum Teil einfach wirklich nicht gesund sind.

00:17:22: Und als mir so ein bisschen, also ich hab das jetzt, mach das jetzt schon ein bisschen länger und es hilft zumindest immer so ein bisschen, ist das, ich weiß nicht ob du das kennst, aber kennst du wahrscheinlich mit Sicherheit, kennst du das.

00:17:33: Ist dieses Yoga-Nidra, also wo man so ein bisschen auch diese kurzen Phasern, das hat glaube ich, ist glaube ich auch so ähnlich wie dieses Autogenetraining ist, glaube ich, nicht so viel weit weg.

00:17:43: Aber das ist sowas, was mir zum Beispiel total gut hilft, was ich mir so ankonditioniert habe.

00:17:48: Ich merke dann wirklich richtig im Kopf, ich würde behaupten, ich merke im Kopf, wie die Gehirnwellen sich verändern und wirklich ruhiger werden.

00:17:57: Ich finde das ein total geiles Gefühl, wenn das dann jedes Mal ist.

00:18:01: Ja, total.

00:18:02: Also man spürt die Entspannung dann auch.

00:18:03: Vor allem, wenn man es trainiert und wenn man hinfühlt, dann ist das Körpergefühl auch wieder da, was wir ja so oft verlieren, wenn wir den ganzen Tag nur durchperformen.

00:18:13: Ja.

00:18:14: Wie sagst du auch, gerade wenn wir durchperformen?

00:18:16: Was sind so Anzeichen, dass ich eigentlich über meine Grenze gehe?

00:18:19: Auch wenn ich sie vielleicht viele Jahre, ist doch normal, mache ich doch schon immer so.

00:18:24: Ja, was sind eigentlich die Grenzen, die ich mir wirklich mal angucken darf, wo ich eigentlich die ganze Zeit drüber gehe?

00:18:30: Das ist zum einen, was du gesagt hast, keine ordentliche Pause machen.

00:18:35: Also die Anzeichen, würde ich sagen, sind, es ist so höre ich ganz oft so ein Gefühl von, es ist alles anstrengend.

00:18:41: Es wird alles anstrengend, auch dieses Ständige, ich komme gar nicht mehr runter, dieser schlechte Schlaf, insgesamt so ein Unruhe, die immer da ist.

00:18:52: Und auch so dieser Drang, dass wir überhaupt nicht mehr stillsitzen können.

00:18:57: Wenn einer Wochenende dann nicht gearbeitet wird, zum Beispiel, wenn wir da uns was drickten Ruhls haben, die gibt es ja auch häufig, dass wir die dann haben, dann gibt es andere Pläne.

00:19:09: Also es ist immer geplant, es gibt immer was zu tun und eigentlich so mal abhängen und nichts tun, kommt nicht vor.

00:19:18: Und

00:19:20: ich glaube, so eine Balance zu finden zwischen geplanten Sachen und auch geplanten freudigen Dinge, die sind ja auch wichtig.

00:19:27: Und auch mal auszuhalten, dass sich das vielleicht ungewohnt anfügt, dass wir gerade nichts tun, die ist sehr, sehr sinnvoll.

00:19:35: Und das ist ein Anzeichen, wenn wir das nicht mehr können, dass wir uns definitiv mit uns beschäftigen dürfen, warum das der Fall ist oder welche Gewohnheiten sich eingeschlichen haben oder wo es dann auch ein Stück tiefer in der Persönlichkeit oder im Leben sitzt, dass wir uns so ganz schwer tun, in Ruhe zu sein.

00:19:55: sind das dann eigentlich schon, also nicht pauschal, aber du sagst dann vielleicht auch tiefer gucken.

00:20:01: Das sind ja dann auch vielleicht innere, vielleicht auch gesellschaftlich oder sozial konditionierte Überzeugungen, so faul sein kannst, wenn du tot bist oder schlafen kannst, wenn du tot bist und also Sprüche, die so immer noch kursieren und die natürlich viele von uns geprägt sind oder gerade was so diese Leistungsgesellschaft auch angeht.

00:20:20: Das ist das, dass es deshalb uns schwer fällt.

00:20:24: Ja, also ich finde, es gibt so ein paar Treiber, die immer wieder vorhanden sind.

00:20:29: Einer, also von nix kommt nix, kenne ich auch so sehr gut.

00:20:32: Und dann ist natürlich immer die Diskussion, ja, das stimmt ja ein bisschen.

00:20:35: Natürlich stimmt es, wenn wir nichts machen, dass irgendwie wahrscheinlich das mit der Karriere nicht so funktioniert oder mit uns im Business, was auch immer.

00:20:43: Aber darum geht es nicht.

00:20:44: Es geht ja nicht ums nix machen, es geht darum bewusst.

00:20:47: zu entscheiden, wie viel ich mache.

00:20:49: Und diese bewusste Entscheidung findet nicht statt.

00:20:52: Bei getriebenen Menschen findet diese bewusste Entscheidung nicht statt.

00:20:55: Sie performen die ganze Zeit.

00:20:57: Und das ist das Problem.

00:20:59: Und das, was ich auch sehr häufig habe und sehr häufig bespreche, ist, dieser unbewusste Anspruch, alles schaffen zu wollen.

00:21:08: Wir sind so getrieben davon, dass wir alles schaffen wollen.

00:21:11: Und wenn wir dann drüber sprechen, dann ist es auch manchmal ganz unrealistisch, alles zu schaffen und alles fehlerfrei zu schaffen.

00:21:20: Aber unser Unterbewusstsein sitzt trotzdem mit dem Treiber da und hat große Angst, dass wir es vielleicht nicht schaffen.

00:21:27: Und es ist eine Sache, die ich mit Unternehmern sehr häufig bespreche, auch mit Führungskräften, die einen sehr vollen Job haben, ist immer meine Frage, wenn du das priorisierst, Was fällt dir denn runter?

00:21:39: Was lässt du dann auch bewusst runterfallen?

00:21:42: Was wird vielleicht nicht so perfekt?

00:21:44: Und ich finde immer, das löst auch viel Spannung, weil es ist ja auch eine bewusste Entscheidung, was wir nicht tun.

00:21:51: Und was hilft da, ans Unterbewusstsein zu kommen?

00:21:54: Also, arbeitest du auch gerade in deiner Tätigkeit dann, wenn du auch mindfulness und wirklich auch, wenn ich wirklich auch was achtsam langfristig schaffen will, dann muss ich ja... muss, in Anführungsstrichen, daher irgendwie ran.

00:22:08: Was gibt es da Techniken oder wie macht ihr das dann?

00:22:12: Also was ich am liebsten lerne mit meinem Klient, ihnen ist, dass sie ihren wohlwollenden Beobachter einschalten sollen.

00:22:21: Das heißt das erstes immer, dass wir uns beobachten, was haben wir denn eigentlich für Gedanken?

00:22:25: Wie oft ist denn die?

00:22:26: ich muss liest, der Parat im Kopf?

00:22:29: Wie denken wir über die Situation?

00:22:31: Wie denken wir in der Situation über uns?

00:22:34: Was müssen wir denn gerade sehr stark kontrollieren?

00:22:37: Was wird unbedingt vermieden?

00:22:40: Und über diese Selbstbeobachtung, das braucht natürlich ein bisschen Zeit und das muss man auch hinschauen können.

00:22:47: Da wird vieles bewusst.

00:22:49: Da kommt vieles mehr ins Bewusstsein, was uns so treibt.

00:22:52: Und dann ist es leichter, damit zu arbeiten und zu schauen, wie können wir das besser integrieren, sodass das nicht dauernd in uns sitzt?

00:23:00: Und wie können wir wieder dann bewusster entscheiden, wie es denn sein soll?

00:23:05: Ja, so wichtig, vor allen Dingen, das dann mit den Alltag zu übertragen und sich selbst dann immer wieder zu beobachten und wahrscheinlich dann auch der Anspruch, hey, es geht ja nicht um Perfektionismus, sondern lerne erst mal so ein bisschen deine Muster kennen.

00:23:16: Und wann ist, wann kommt genau das zum Vorschein und was kannst du vielleicht sukzessive Alternativ in solchen Situationen machen oder wieder mit umgehen?

00:23:25: Ja, und das, was du gerade sagst, lerne erst mal und beobachte dich erst mal.

00:23:30: Das ist... sehr, sehr spannend zu beobachten, weil Menschen, die gewohnt sind, dass sie so performant die ganze Zeit, die hätten da auch gerne ein Performanceplan.

00:23:40: Also sie hätten auch gerne für den Ablauf ihrer Entwicklung jetzt den fertigen Performanceplan.

00:23:45: Und da geht es natürlich um andere Methoden, die wir dann lernen müssen, damit das eben nicht genauso abläuft, dass wir uns wieder Also nicht die Regenerationsroutine aufzwingen, wo wir dann eigentlich im gleichen Muster stecken und wir irgendwie nicht die Verbindung zu uns selbst hergestellt haben und uns gefragt haben, was tut mir eigentlich wirklich gut und was steht jetzt im Buch drinnen, was ich machen soll?

00:24:11: Nach Performanceplan.

00:24:15: Und das ist immer so spannend.

00:24:19: Jede Persönlichkeits Ausrichtung oder auch Stärke, ja, die ist ja, hat dich irgendwie gebracht, ja.

00:24:25: Und gleichermaßen sind halt immer so ein Stück weit Schattenseiten da.

00:24:30: Und die, gerade bei der Performance und bei der High Performance und diesem Wunsch, es ist ja auch was Gutes, ja, der Wunsch gestalten zu wollen, der Wunsch da was nach vorne zu bringen, der Wunsch mitzureden und so weiter.

00:24:42: Gleichermaßen.

00:24:44: braucht es genau, wie du sagst, diese Tankstellen.

00:24:46: Ansonsten ist es halt einfach, wo mir irgendwann die Energie natürlich auch für die Performance fehlt.

00:24:53: Und das nochmal bewusst dazu erkennen, dass gar nicht unbedingt eine Schwäche ist, sondern das ist halt eine Seite der Medaille, die wie in anderen Bereichen einfach auch dazu gehört.

00:25:03: Ja, und gerade das, was du gesagt hast, dass wir verstehen, dass diese Schattenseiten, dass jede Ausrichtung in uns oder jede Glaubensrichtung in uns hat ja immer Schattenseite und viele Gewinne.

00:25:16: Also wir lernen ja viel dadurch.

00:25:18: Wenn wir gelernt haben, dass wir viel leisten sollen, damit wir in irgendeiner Form wertvoll sind, dann leisten wir ja auch viel.

00:25:24: Also es ist ja nicht so, dass das nicht... einen großen Gewinn auch hätte in unserem Leben vermutlich oder wo wir uns Kompetenzen angeeignet haben.

00:25:32: Das heißt, was überhaupt nichts bringt ist, wenn wir das feststellen, dass uns das treibt,

00:25:36: das so

00:25:37: abzulehnen.

00:25:38: Wir wollen das dann am liebsten so aus dem System löschen, sondern da geht es eher darum zu schauen, wie kann ich jetzt positiv mit mir selber umgehen und nicht wieder darauf, denn... den Self-Talk anschmeißen, wo wir uns wieder kritisieren den ganzen Tag, dass wir das nicht können.

00:25:53: Und damit schneiden wir uns auch sehr viel Leistungsfähigkeit, dass wir den ganzen Tag an uns so streng sind mit uns.

00:26:01: Ja, und Druck machen, den inneren Druck.

00:26:03: Viel passiert, wenn ich den Erwartungsdruck bei mir selber rausnehme.

00:26:06: Was natürlich, ich weiß, das ist eine Floskel, aber leichter gesagt als getan.

00:26:12: Aber da setzt es ja oft an, da ein bisschen mehr Leichtigkeit reinzubringen und da ein bisschen weniger Erwartungen zu haben, um diese Anspannung auch rauszunehmen und Dinge auch zuzulassen, wie jetzt beispielsweise, ich mache mal eine echte Pause, es ist gerade nicht notwendig, dass ich nebenbei noch drei E-Mails schreibe, sondern die können auch mal warten.

00:26:29: Ja, ist halt der Antwort erst später da.

00:26:31: Meine Güte.

00:26:34: Und da hilft manchmal, ich liebe dieses Zitat, ist manchmal auch bei mir nicht angekommen.

00:26:39: Aber am Ende des Tages, viele von uns, wenn wir uns gerade auch immer so stressen, retten PDFs und keine Menschen leben.

00:26:46: Und so manchmal muss man sich das immer wieder sagen, um zu sagen, ey, komm, lass jetzt mal alle fünf Begrade sein, neune gerade.

00:26:57: Ich hab's heute

00:26:58: noch

00:26:59: mit Analogien, hab ich's heute nicht so.

00:27:02: Total.

00:27:03: Und es ist natürlich nicht so leicht, weil wir ja oft in diesen Kontrollmodus stecken.

00:27:08: Es muss jetzt zu sein und eigentlich haben wir das geplant, wie das jetzt funktioniert und wir wollen es vorher schon wissen, ob alles gut geht.

00:27:16: Also wir stecken ja manchmal so in dieser Verbissenheit.

00:27:19: Aber so funktioniert es halt einfach nicht, wenn wir das Ganze gelassener haben wollen oder mit mehr Leichtigkeit.

00:27:27: Ich liebe das Wort Leichtigkeit.

00:27:31: Lass uns mal ein Fallbeispiel nehmen.

00:27:33: Also wird fiktiv.

00:27:35: Sophie heißt die, abteilungsleiterin in einem Tech-Unternehmen extrem ambitioniert.

00:27:41: Vielleicht fällt dir liebe Zuhörerinnen oder auch dir, liebe Jutta, direkt ein Bild ein, liebt ihren Job, will alles richtig machen, arbeitet oft, bespät abends, springt auch ein, wenn irgendwo was ist, sagt sie, ja, ja, kann ich machen.

00:27:55: Weil sie das Gefühl hat, das muss so sein.

00:27:58: Und auch vielleicht, und das kennst du vielleicht auch, also gerade so bei Menschen, die diese Antreiber haben, so auch Dinge nach vorne zu bringen, ist ja oft so, da musst du jetzt durch.

00:28:10: Einmal jetzt Augen zu und durch diese Sprüche, die oft ja auch sind.

00:28:14: Wie kann ich ihr helfen?

00:28:16: Weil es ist kurzfristig alles okay.

00:28:18: Wenn ich das mal ein paar Wochen habe, kann ich das so durchhalten.

00:28:21: Aber auf Dauer wird es einfach Schaden machen, wenn ich so ... Wie kann ich das Leistungsdenken mehr in den Griff bekommen oder einfach da sie sensibilisieren?

00:28:33: Ich glaube, das Wichtigste ist zu verstehen, wenn wir unsere Energie permanent ignorieren und permanent auch über unsere Leistungsfee, also natürliche Grenze gehen.

00:28:45: dann sind wir nicht erfolgreich.

00:28:46: Das ist einfach ganz klar.

00:28:47: Es geht uns irgendwann die Luft aus.

00:28:48: Also nachhaltiger Erfolg, wo wir auch ein gutes Leben haben und wo wir uns gut fühlen, braucht eine Prio auf der Energie.

00:28:56: Und wenn wir diese Regel uns nicht merken und verinnerlichen und unser Leben umstellen, dann funktioniert das nicht mit dieser Karriere.

00:29:03: Das geht nicht auf.

00:29:04: Und das ist, finde ich, immer so ein schöner Hebel.

00:29:08: Das wird das verstehen.

00:29:11: Das Menschen, die das wirklich schaffen, Die haben gute Routinen, die sorgen für sich, die schauen, dass sie ausgeglichener durch solche Phasen gehen.

00:29:20: Und die ignorieren auch keine Symptome dauernd, die man ohnehin schon merkt, wenn wir in diesen Phasen hängen.

00:29:28: Und ich glaube, das ist immer das, was so ein guter Hebel ist.

00:29:35: Damit wir hören, wir wollen dir nicht die Leistungsfähigkeit wegnehmen, auch nicht den Erfolg.

00:29:39: Im Gegenteil, wenn du erfolgreich sein willst, dann musst du ab heute das anders machen.

00:29:44: Ja und diesen Fokus auf die Energie immer wieder setzen und wirklich auch diese Anzeichen nicht ignorieren.

00:29:52: und ich bin mir ziemlich sicher, ich meine die Anzeichen sind ja nicht nur dieser innere Druck, den ich spüre, den ich vielleicht mental auch spüre, sondern es sind natürlich auch physische Symptome, die dann irgendwann dazukommen können und man wird ja auch gerne mal so ein bisschen weggewiegelt, dann so ja ach ist jetzt mal ein bisschen Stress.

00:30:09: Ja, und es kann ja auch sein, dass es mal kurz Stress ist.

00:30:14: Wenn ich das immer wieder sage, dann bin ich irgendwann in diesem typischen grunischen Survival-Mot und hab dann definitiv eine andere Handbremse, die ich ziehen muss.

00:30:23: Ja, und eine, die dann wirklich einschneidender ist und die vermutlich vermieden werden könnte.

00:30:31: Ich hoffe, es erkennt sich keiner wieder.

00:30:33: Ihr seid alle noch in der Phase davor.

00:30:36: Ja, weil wirklich und das ist eine Sache, die, glaube ich, du immer wieder auch sagst und die ich auch immer wieder versuche, zu bestärken.

00:30:45: Gerade Führung, was noch so oft auch assoziiert ist mit mit Überstunden, twenty four seven, Erreichbarkeit und als erster Kommen, als letzter Gehen.

00:30:55: Gerade in diesen Rahmen, der teilweise noch besteht, da seinen Weg zu finden und die Dinge wirklich anders zu machen, dürfen wir uns wirklich und dürfen und müssen uns tatsächlich nicht nur trauen, sondern auch machen.

00:31:09: Ansonsten, wir sehen ja die Zahlen, wie sie sind und alleine reicht das wahrscheinlich noch nicht, weil die Zahlen rotieren immer, aber es gibt trotzdem noch genug Menschen, die... Ehrlicherweise nicht genug auf sich aufpassen.

00:31:20: Und ich sehe es bei mir manchmal auch.

00:31:21: Ja, ich habe es gerade angesprochen.

00:31:22: Es gibt immer wieder so Phasen, wo ich dann merke, ah, jetzt kommen wieder so alte Muster.

00:31:29: Ich dachte eigentlich, die werden schon weg.

00:31:30: Ich dachte, wir werden eigentlich schon eingegroovt und haben schon wieder so ein anderes Level erreicht.

00:31:35: Aber dann manchmal zack ist man so ein bisschen wieder in diesen Phasen drin und das zu erkennen und dann bewusst gegen zu regulieren.

00:31:45: Ich glaube, das appellern uns alle.

00:31:47: Ja, und gerade in der Führung finde ich das Energiezimmer nochmal so wichtig, weil wir werden ja viel wirksamer, wenn wir viel Energie haben und wenn wir mit uns in Kontakt sind.

00:31:57: Also Führung ist ja nicht nur das, was wir sagen.

00:32:00: Es ist ja, wie wir wirken, wie wir sind, wie wir Einfluss haben, wie wir Roll-Model sind.

00:32:07: Und das hat viel mit der Energie zu tun.

00:32:09: Also wir können das nicht ausklammern.

00:32:11: Vor allem,

00:32:12: um die Wirksamkeit zu erhöhen.

00:32:15: Es gibt viele schöne ... schöne Begründungen und auch viele schöne Forschungsergebnisse aus dem High Performance Bereich, die da wunderbaren setzen.

00:32:23: Nenn mal eine, wenn dir das einfällt.

00:32:25: Ja, also das eine habe ich schon gesagt, ohne Energie kein Erfolg, jetzt ein bisschen abgekürzt, das ist meine Kurzform davon, aber eben auch... dass Hyperformer sehr einflussreich sind und sehr bewusst wissen, wie sie wirken wollen, womit sie gut wirken und wie sie andere Menschen mitnehmen können.

00:32:44: Und das hat viel damit zu tun, wie sie in ihrer Energie sind, wie mutig sie sind, wie klar sie sind und all diese Faktoren ergeben so ein schönes Package, wie wir so ein bisschen bewusster und auch mit uns besser durchs Leben gehen können und wie wir uns eher so erleben, wie wir das gerne hätten und nicht nicht so stolpern und einfach so so ein bisschen zufällig unser Leben leben.

00:33:10: Sehr selbstbestimmt.

00:33:12: Das heißt auch, und das würde ich gerne nochmal, dass wir das vielleicht betonen, weil das ist glaube ich oft missverständlich, dass wir High Performance eben nicht mit diesem Gesundheitsaspekt so oft verknüpfen, sondern dass wirklich, wenn ich High Performance leisten will und das nicht nur für zwei, drei Wochen am Stück oder vielleicht ist es auch ein Jahr, sondern wirklich langfristig und wirklich erfolgreich sein will, dann brauche ich diese Pit-Stops.

00:33:36: Und gerade so wie wir beide leben in Berlin, ja, da gibt es dieses Dada-Welt, da wird auch viel verbrannt an Energie und durchhasseln und so weiter.

00:33:45: Aber das ist am Ende des Tages eigentlich nicht die High-Performance, die wir alle anstreben sollten, sondern es gilt darum, immer wieder zu gucken, die richtigen Pausen zu setzen und für sich in gute Balance zu finden, wie auch immer das dann aussehen darf.

00:34:00: Genau und das ist auch sehr individuell, also da gibt es auch keinen, so müssen wir es jetzt machen, aber es gibt natürlich viele Möglichkeiten, wie wir mehr Ballons reinbringen können und dazu müssen wir auch wieder ein bisschen unsere Zeit gut im Griff haben, damit wir die Möglichkeit haben überhaupt auch zeitlich die Ballons reinzubringen.

00:34:18: Ich habe noch ein zweites Beispiel, Miriam auch wieder fiktiv, das ist keine Einsendung.

00:34:26: Team Lead im Mittelstand, hat schon Coaching gemacht, weiß eigentlich Bescheid, kennt so, wie sie eigentlich bei Stress für sich sorgen sollte.

00:34:35: Macht auch mal ein bisschen Yoga, ein bisschen Pausen und so weiter.

00:34:39: Und trotzdem ist es immer so richtig, ist sie auch nicht bei sich, weil es gibt dann immer diese Phasen, wo dann doch wieder alles ein bisschen hinten runterfällt.

00:34:49: Wie kann ich Oder wie kann sie vielleicht?

00:34:52: Was sind da so Muster, die man, du hast vorhin auch gesagt, da sucht man dann nach dem Performanceplan zur Selbstfürsorge?

00:34:58: Ja, ist das so ein Beispiel?

00:34:59: Könnte das so ein Beispiel sein?

00:35:01: Ja, also ich habe immer wieder Kunden, die zu mir kommen und sagen, sie machen eigentlich schon viel.

00:35:06: Sie haben sich überlegt, die guten Routinen, die Morgenroutine.

00:35:09: Und trotzdem, es fühlt sich irgendwie an, als ist noch immer alles schwer.

00:35:12: Und selbst diese Selbstfürsorge eigentlich nur ein anstrengender Punkt im Kalender.

00:35:20: Und da geht es wirklich darum zu fragen, was brauche ich wirklich?

00:35:24: Also was tut mir jetzt richtig gut?

00:35:26: Ist das was ganz anderes und auch das Hinschauen und nicht das Abarbeiten, was so allgemein empfohlen wird?

00:35:34: Weil da zwängen wir uns wieder in ein Korsett und machen uns zusätzlich Stress, dass die Routine jetzt fünf Punkte haben muss.

00:35:43: Ich bin überhaupt ein Fan.

00:35:46: Man mit weniger anfängt, also weniger ist mehr.

00:35:48: Nicht an allen Ecken und Enden versuchen, etwas zu verbessern, sondern sich eine Sache herauszusuchen und zu schauen, wie bringe ich mehr Bewegung in meinen Alltag.

00:35:56: Oder wenn ich schon sehr sportlich bin, wie bringe ich mehr Ruhe in meinen Kopf und Verbindung zu mir, dass ich einfach mal die Stille hab fünf Minuten am Tag oder mir eine Meditation in die Ohren mache, die mir gut tut oder wenn es mir gut tut.

00:36:09: Also auch da gibt es ja viele Unterschiede und viele Möglichkeiten.

00:36:13: Es geht eher darum, dass wir solche achtsamen Momente einbauen und schauen, wie geht es mir gerade?

00:36:20: Was brauche ich?

00:36:21: Wenn du das so berichtest, weil man kommt, dann kommen ja auch immer diese Klischees.

00:36:25: Also ich will jetzt gar nicht Klischees.

00:36:26: Juga hat absolut seine Daseinsberechtung wie andere Dinge auch.

00:36:30: Aber gibt es vielleicht was so auch aus deiner Erfahrung mit in der Arbeit, mit deinen Klienten?

00:36:34: Gibt es irgendwas, wo du sagst, da hat zum Beispiel, war das was ganz anderes, was langfristig die Veränderung gebracht hat?

00:36:40: Weil gar nichts, was man so aus dem typischen Selbstfürsorgekatalog so sich aussucht, sondern vielleicht was ganz anderes?

00:36:47: Ob so was ganz anderes ist?

00:36:49: weiß ich gar nicht.

00:36:51: Aber was es definitiv ist, ist die Selbstbeobachtung.

00:36:54: Also das, was ich vorher so ein bisschen gesagt habe, das sind die meditativen Momente für manche Menschen, ohne jetzt eine Meditation anzumachen, aber dass man das einfach auch hernimmt und sagt, ich bin achzer mit mir, ich beobachte mich selber, ich schreibe mir mal auf und ich schenke mir die Zeit.

00:37:12: Also ganz häufig ist es so eine fehlende Zeit, über uns selbst nachzudenken.

00:37:17: Und das funktioniert immer.

00:37:18: Also das ist erstmal wichtig, dass wir das tun und nicht weiter im Autopiloten durch die Welt laufen, sondern wirklich uns fragen, wie geht es mir gerade?

00:37:28: Was will ich nicht sehen und was will ich eigentlich?

00:37:31: Wie will ich es eigentlich haben und wie will ich mich auch selber erleben?

00:37:35: Also erstmal raus aus diesem Autipilot.

00:37:37: Ich habe mal irgendwo gelesen, dass ungefähr fünfzehn Prozent am Tag da drin sind, mindestens.

00:37:44: Auch natürlich einerseits aus Energiespar-Modus und gleichermaßen ist das natürlich genau die Falle da, dann bewusst nicht drauf zu achten, wie geht es mir jetzt gerade, sondern ich rate einfach ab, ne?

00:37:56: Genau.

00:37:57: Ja.

00:37:57: Und das abrat dann, das funktioniert nie.

00:38:00: Das kann man durchaus verhalten.

00:38:03: Gibt es ein Tool oder ein Bild oder auch vielleicht ein Mantra, was du vielen deiner Klientin mitgibst, wo du sagst, das funktioniert in den meisten Fällen?

00:38:16: Also... Ohne Energie, kein Erfolg ist ein Hauptmantra, würde ich sagen, aber auch das Thema Produktivität, das ja viele Hyperformer gerne meistern möchten.

00:38:26: Da gebe ich immer mit, dass Produktivität nichts damit zu tun hat, dass wir alles schaffen, sondern dass wir uns sehr damit beschäftigen, welche Lebensziele wir überhaupt haben und was wir in unserer Zeit so tun wollen, dass es auch was ganz Wichtiges.

00:38:39: Und das Dritte ist die Klarheit, zu sagen, dass wir da anfangen und schauen, Wie will ich es haben und wie will ich sein und immer mehr versuchen, uns frei zu machen von Vorgaben, Anpassung und Regeln und das würde ich sagen, sind so wichtige Baustände.

00:38:56: Wenn man damit anfängt, sich diese Fragen zu stellen, ist das meistens sehr hilfreich.

00:39:02: Was siehst du so für bei dir selbst, für Unterschiede, wenn du das vergleichst, auch bei dir, wie hat sich Deine, auch deine Lebensanpassung, Lebensumstellung an vielleicht an manchen Stellen.

00:39:15: Wie hat sich das inzwischen bemerkbar gemacht?

00:39:17: Wie siehst du das heute?

00:39:19: Also, bei mir hat sich sehr viel bemerkbar gemacht.

00:39:22: Ich würde sagen, ich habe eine sehr große Zuversicht generell entwickelt.

00:39:26: Und das aus einer Situation heraus, wo ich doch mit einigen Ängsten zu tun hatte in meinem Leben, wo ich diese Zuversichtigkeit nicht diese Zuversicht nicht kannte, also eher viel in die Kontrolle gegangen bin und mir viele Gedanken gemacht hat.

00:39:42: Also ich bin deutlich zuversichtlicher, innerlich ruhiger.

00:39:47: Ich habe auch eine Überzeugung, dass ich anpassungsfähiger bin, dass ich Herausforderungen meistern kann.

00:39:53: Also ich würde sagen, der Blick auf die Welt hat sich so ein Stück weit verändert.

00:39:56: Ich bin einfach ein bisschen positiver.

00:39:58: Also auch wenn man das jetzt, das ist jetzt nicht ein sehr spezifischer Begriff, aber Einfach so ein bisschen mehr Leichtigkeit ist da.

00:40:06: Auch ich habe Phasen natürlich, wo ich angestrengt bin und wo meine Energie nicht so super ist.

00:40:13: Aber der Grundgedanke bleibt und das Grundfundament ist ein anderes als ich es hatte, bevor ich in die ganzen Themen eingestiegen bin und bevor ich mich viel mit mir selber beschäftigt habe.

00:40:24: Und darum geht es, dass wir uns so ein Grundfundament schaffen, dass wir wie so ein Kompass haben, wie wir durchs Leben gehen wollen und das hilft.

00:40:34: Ja, so wertvoll.

00:40:35: Vor allen Dingen auch nochmal zu unterstreichen.

00:40:37: Es geht ja nicht darum, komplett ohne Stress.

00:40:40: Es wird immer mal Momente geben, die einen wahrscheinlich auch mal stressen und einen, vielleicht da kommen mehrere Sachen dann zusammen.

00:40:46: Ja, darum geht es ja nicht, sondern wirklich so und in der Bilanz für sich gut zu sorgen und gleichzeitig Dinge zu verfolgen, die einem einfach so wichtig sind.

00:40:55: Ja, also ambitioniert zu bleiben und dafür sich gut diese Ambition mit der richtigen Energie immer wieder zu forcieren.

00:41:04: Es klingt schön, ja?

00:41:09: Du bist super inspirierend und ich strebe danach auch, glaube ich.

00:41:13: Und ich bin vielleicht, ja, keine Ahnung.

00:41:15: Also ich darf da sehr, sehr viel, glaube ich, noch von dir lernen, weil ich glaube, das reizt mich total, da noch mal ein bisschen zu justieren, noch mehr mehr zu gucken.

00:41:24: Wie kann man mehr wirklich auch diesen... Ja wirklich, diese Energie für den Alltag immer so bewahren, also gerade auch mit Kindern zu Hause und so.

00:41:35: Das sind ja nochmal andere Pakete, die vielleicht manch einer nicht hat.

00:41:39: Da ändert sich ja auch immer mal wieder, so dass man denkt, ah, bis jetzt hat es funktioniert und gerade funktioniert mein System überhaupt nicht mehr.

00:41:48: Das heißt ja auch, das ist ja auch ein bisschen High Performance, gesunde High Performance.

00:41:51: Okay, das was vorher nicht funktioniert hat.

00:41:54: Jetzt muss ich es ändern.

00:41:55: Ja, dann muss ich halt, muss ich, ich wollte sagen, ja, ich bin gerade wieder in der Phase, du merkst, dass ich sage viel muss.

00:42:02: Darf da aber gucken, was, was brauche ich jetzt oder was braucht das System jetzt, damit es allen ein bisschen besser geht.

00:42:07: Gerade wenn so ein bisschen Routine vielleicht auch sich verändern oder länger Sommerferien gewesen ist oder was auch immer und so ein bisschen sich der Rhythmus auch verändert hat.

00:42:15: Wie definierst du langfristigen Erfolg?

00:42:18: Ich würde es gerne nochmal einmal bestärken, weil du hast es, glaube ich, schon eigentlich gesagt, aber so dieses Ich möchte es einfach noch mal hören.

00:42:27: Für mich hat das viel mit meiner Definition von Sinn zu tun.

00:42:30: Also bei mir geht es dann nicht darum, dass ich jetzt einen Berufsweg eingeschlagen habe, der eigentlich wirklich sinnvoll ist, sondern mir geht es darum, dass ich so ein tägliches System habe, eine Präsenz habe, wo es mir... grundsätzlich gut geht, wo ich Möglichkeiten habe, dass ich einfach hier und jetzt sein kann und nicht getrieben durch die Welt gehe.

00:42:50: Also das ist sicher so eine ganz relevante Erfolgsdefinition für mich, dieses Gefühl zu haben.

00:42:59: Jetzt, wie es ist, ist okay.

00:43:01: Ich kann das akzeptieren, ich kann Herausforderungen meistern und ich bleib dran, aber auf meine Art und Weise.

00:43:08: Würdest du dann sagen, dass so diese fünf oder zehn Jahrespläne eigentlich echt eher stressen?

00:43:15: Das ist sehr unterschiedlich, würde ich sagen.

00:43:17: Es gibt auf jeden Fall Menschen, die, glaube ich, ganz gut diese sehr, sehr klare Richtung brauchen.

00:43:25: Ich bin jemand, die das nicht so braucht.

00:43:27: Ich habe das schon im Kopf und ich habe meine Pläne, aber ich bin niemand, der jetzt so knallharte Ziele braucht und die muss ich jetzt runtergebrochen aufschreiben, möglichst mit vielen Zahlen.

00:43:35: So funktioniere ich nicht.

00:43:36: Dann bleibe ich wieder in meinem Kopf hängen und mache eher Drama als Entspannung.

00:43:43: Aber was ich bei vielen meiner Kunden auch sehe, ist, dass wir uns so fast klaren oft ans Ziel und vergessen, dass es ums heute geht.

00:43:52: Also, dass wir jetzt ja ein System schaffen müssen, das uns fast automatisch ans Ziel bringt und nicht diesen Kampf jeden Tag abliefern, damit wir irgendwie in irgendeinem Zustand da hinkommen.

00:44:05: Und darum geht es.

00:44:06: Wir brauchen, glaube ich, die Richtung... Aber ich würde jedem gerne mitgeben, sich nicht zu fast Klaven ans Ziel, sondern viel mehr zu schauen, wie kann ich mir jetzt ein System schaffen, damit das gut tut, damit ich den Weg schaffen kann überhaupt.

00:44:21: Ja, so wichtig.

00:44:22: Also ja, weil das das richtige System und das hört man ja so oft.

00:44:27: Aber kann es immer, glaube ich, setzt es gar nicht teilweise um.

00:44:29: Das System ist eigentlich das, was mich danach auffängt.

00:44:33: Wenn ich kein System habe, falle ich halt ein bisschen tiefer.

00:44:35: Und wenn ich immer wieder ein System habe und das sind Routinen, das sind vielleicht trotzdem auch Ziele, die irgendwo ins gesamte System fließen.

00:44:43: habe ich irgendwie so ein Netz, auf das ich mich zumindest verlassen kann, weil ich weiß, okay, wenn es mir mal nicht gut geht, habe ich irgendwie die Dinge, die mir gut tun, habe ich das, wohin ich gehe oder kann einfach sagen, ich nutze den Tag so, weil das System fängt mich einfach auf.

00:44:59: Schönes Bild, auch nochmal so ein bisschen dieses System für sich im Kopf zu haben, wie wichtig das ist, auch diese Routinen oder was auch immer es dann braucht, zu integrieren.

00:45:07: Was möchtest du Frauen in Führungspositionen mitgeben?

00:45:13: Sie sollen aufhören, sich anzupassen.

00:45:16: Also nicht richtig machen wollen, keine Anpassung an den Tag legen.

00:45:21: Ich meine, es ist leichter gesagt, das getan und sich wirklich zu hinterfragen, wie will ich es machen?

00:45:26: Wer bin ich eigentlich in dieser Rolle?

00:45:28: Und wie habe ich das Gefühl, ich bin am stärksten?

00:45:32: Und das mal wirklich zu erlauben, darüber nachzudenken und wegzugehen von, wie gehört es denn eigentlich?

00:45:40: Da kommt ganz viel neue Energie.

00:45:42: Ja, total.

00:45:43: Es ist nicht so einfach, dass zu beantworten.

00:45:45: Manchmal sind wir so verstrickt in irgendwelche Regeln, aber sich damit zu beschäftigen, das würde ich auf jeden Fall gerne mitgeben.

00:45:56: So wertvoll.

00:45:57: Ich habe noch drei letzte Fragen an dich, Jutta.

00:45:59: Dein Lieblingsort zum Arbeiten.

00:46:04: Hier mein Zuhause, weil ich, wenn ich beim Fenster raus schaue, habe ich nur Natur, ich habe Park, nur Bäume und das entspannt mich sehr.

00:46:12: Und ich habe auch gemerkt, das tut mir sehr gut, dass ich diesen Rhythmus habe, dass ich auch sehr viel entscheide, wo ich arbeiten kann.

00:46:19: Und wenn ich dann mal Lust habe, woanders zu arbeiten, dann kann ich das machen.

00:46:23: Aber ich war nie die, die jeden Tag im Büro arbeitete.

00:46:27: Das war mir immer zu viel.

00:46:28: Also da war ich eigentlich ständig überreizt.

00:46:31: Ja, ich kann mich auch an Zeiten erinnern.

00:46:33: Da war es halt normal.

00:46:35: Und man hat es halt so gemacht.

00:46:36: Ja,

00:46:37: ja.

00:46:38: Ein bisschen mehr Varianz tut einem doch gut.

00:46:41: Total, ja.

00:46:42: Mir auf jeden Fall.

00:46:43: Ja,

00:46:43: mir auch.

00:46:45: Das letzte richtig gute Buch, was du gelesen hast oder das letzte Buch, was auch immer das war.

00:46:51: Ja, ich lese es gerade noch.

00:46:52: Das ist der Shaolin Spirit.

00:46:54: Das Buch lese ich gerade und das holt mich sehr ab.

00:46:58: Also, weil es viel darum geht, Nicht nur in diese verbissene Disziplin zu kommen, sondern eben in die Eigenbeobachtung und in die bewusste Steuerung des Lebens und viele Übungen dazu, sich wieder auch zu spüren.

00:47:12: Und finde ich sehr spannend.

00:47:22: Was entspannt mich sofort.

00:47:23: Also was ich eigentlich immer mache ist aufzustehen, wenn ich unentspannt bin und mich zu bewegen.

00:47:28: Ich mache mal Musikgarn, ich tanze, manchmal mache ich meine Augen klappe drauf und versuche einfach nur zu versinken in meinem Zuhause.

00:47:38: Ich würde sagen, das kann vielleicht nicht jeder jetzt im Office machen, aber

00:47:42: es wird wehgegeben.

00:47:43: auf der Toilette zu noten.

00:47:46: Genau, aber es ist was, was mich sehr, sehr entspannt, einfach zu sagen, stopp, ich merke, ich bin so nervös heute oder es klappt gerade nicht mit meiner Kreativität.

00:47:56: Ich höre damit auf, was ich gerade mache und mache was ganz anderes.

00:47:59: Entweder ich gehe raus und mache Sport oder ich... Versuch mich zu bewegen.

00:48:04: Ja, einfach diesen Schiff dann in dem Moment zu machen.

00:48:07: Ja.

00:48:08: Vielen Dank, Jutta.

00:48:09: Ich hab das Gefühl, so diese Energie, die du ausstrahlst, die ist bei mir jetzt ein paar Kilometer entfernt auch angekommen.

00:48:16: Ja, schön.

00:48:17: Es tut total gut, ein bisschen runterzukommen, positiv runterzukommen.

00:48:21: Und danke dir sehr herzlich für das Gespräch, für deine Insights, vor allen Dingen auch mit deinen Botschaften.

00:48:27: Wenn wir wirklich langfristig auch unsere eigenen Ziele oder grundsätzlich das, was wir uns wünschen.

00:48:32: verfolgen wollen, dann dürfen wir das Thema Gesundheitsperformance einfach definitiv nicht ignorieren.

00:48:38: Und da bist du Expertin, absolut.

00:48:40: Und vielen, vielen Dank

00:48:41: an dich.

00:48:42: Ja, danke an dich.

00:48:43: Ich habe mich sehr gefreut, hier zu sein.

00:48:46: Vielen Dank auch an dich, dass du dabei warst.

00:48:48: Und wenn du für dich etwas mitgenommen hast, schreib super gerne in die Kommentare oder schreib uns persönlich an.

00:48:56: Wir freuen uns auf jeden Fall.

00:48:57: zu Jutta, wird es auch die entsprechenden Links in den Schoenuts geben.

00:49:00: Das heißt, da hast du die Möglichkeit nochmal zu gucken, was gibt es für Angebote oder auch für Möglichkeiten der Zusammenarbeit.

00:49:06: Und wir freuen uns auf die gemeinsame Folge, die wir gerade abgeschlossen haben.

00:49:10: Und ich freue mich, wenn wir uns dann demnächst wiedersehen.

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