#122 Effizient in Teilzeit und genau dafür bestraft – Mit Sabine Rath

Shownotes

Das achte Female Leadership Programm Start startet am 15. Juli 2026. Jetzt noch fix anmelden: ➤ https://kristinhenke.com/female-leadership-programm

Teilzeit fühlt sich für viele Mütter wie die vernünftige, ja die einzig mögliche Entscheidung an. Vereinbarkeit eben. Aber was, wenn genau dieser Schritt die größte finanzielle Falle ist, deren wahre Kosten dir niemand vorher zeigt?

Mein Gast ist Sabine Rath: agile Coachin, Change Managerin, Mutter von vier Töchtern und eine der stärksten Stimmen auf LinkedIn gegen die strukturelle Benachteiligung von Müttern.

Nach 13 Jahren in unterschiedlichsten Teilzeitmodellen ist sie bewusst zurück in Vollzeit gegangen, ausgelöst durch einen Moment, der ihr schlagartig klarmachte, was diese Jahre sie wirklich gekostet hatten.

Wir sprechen sehr ehrlich darüber, warum das eben kein persönliches Versagen ist, sondern System, welche Glaubensätze uns tief sitzen und was du trotzdem in deinem eigenen Einflussbereich tun kannst: in der Partnerschaft, in Verhandlungen und, wenn du selbst an einer Schlüsselposition sitzt, in deiner Führungsrolle. Eine Folge, die aufrüttelt, ohne den Zeigefinger zu heben – und die dir das Gefühl nimmt, mit dem Thema allein zu sein.

🔗 Links Sabine Rath LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/sabine-rath/ Instagram: https://www.instagram.com/sabine.rath_/


Grow with Kristin:

Das achte Female Leadership Programm Start startet im 15. Juli 2026. Erfahre mehr und melde dich an: ➤ https://kristinhenke.com/female-leadership-programm

Frage mich für Vorträge und Workshops zu Female Leadership, Modern Leadership oder Female Empowerment in Organisationen an: >> https://kristinhenke.com/speaking/

Verhandle erfolgreich dein Gehalt: >> https://kristinhenke.com/mehr-gehalt-als-frau-online-kurs

Abonniere den Newsletter von Kristin:

https://kristinhenke.com/newsletter/


Folge mir auf Social Media Instagram: @kristinhenkecom LinkedIn: @kristin-henke

Transkript anzeigen

00:00:00: In einem der reichsten Länder weltweit schaffen wir es nicht, die Frauen finanziell unabhängig zu halten, die für den Nachwuchs der Volkswirtschaft zuständig sind.

00:00:07: Ich verstehe gar nicht warum wir nicht viel mehr wütende Frauen und Mütter auf den Straßen haben.

00:00:12: bis hierhin haben wir das ganze Spiel fröhlich mitgemacht aber jetzt reicht's dann auch mal irgendwann!

00:00:16: Herzlich willkommen zu female leadership on air dem Podcast für Frauen, die ihre Führungspersönlichkeit wesentlich mehr einbringen und ihren beruflichen Weg aktiv gestalten wollen.

00:00:26: Mein Name ist Christine und heute gibt es ein Thema, was wir wirklich ganz ehrlich beleuchten.

00:00:34: Müssen!

00:00:34: Ich sage das Wort müssen so weil da müssen wir alle hingucken gerade auch Frauen in Führungspositionen sind da gehören da ganz klar mit rein.

00:00:41: Es geht um das Thema Teilzeit beziehungsweise auch Teilzeitfalle Und dazu habe ich eine sehr starke und laute Stimme Heute zu Gast.

00:00:50: Ihr Name ist Sabine.

00:00:52: Sie hat etwas getan, was viele Mütter und weibliche Führungskräfte sich vielleicht nicht trauen würden.

00:00:58: Nach vielen verschiedenen Teilzeitmodellen ist Sabine bewusst wieder in die Vollzeit gegangen – und zwar mit einer klaren Botschaft an Wirtschafts- und Gesellschaften.

00:01:08: Sie ist aktiv als Agile Kochen und Change Managerin und sie ist Mutter von vier Töchtern.

00:01:14: Und ich betone es doch mal wirklich eine laut starke Stimme vor allen Dingen auch auf LinkedIn!

00:01:20: das sogenannte Motherhood Penalty Phänomen.

00:01:24: Ich weiß gar nicht, ob das Phänomene das richtige ist aber wir sprechen da auf jeden Fall gleich drüber denn da dürfen wir alle ganz genau hingucken dass es irgendwann uns nicht viel zu spät auf die Füße fällt.

00:01:34: deswegen freue ich mich sehr liebe Sabine dass du dabei bist und vor allen Dingen auch so laut aufklärst.

00:01:39: dann da steckt doch eine ganz große Gefahr dahin.

00:01:41: Ich begrüße dich freue mich sehr dass du da bist und sage ganz ganz herzlich willkommen liebe Sabinen!

00:01:47: Vielen Dank für diese wunderschöne Einleitung, das freut mich ja riesig zu hören.

00:01:51: Man selbst sieht sich oder ich selbst sehe mich ja oft gar nicht so.

00:01:54: aber umso mehr tausend Dank für deine Worte!

00:01:58: Ich bin immer jedes Mal geflasht, wenn du auf LinkedIn was teilst.

00:02:01: Da sind sowieso viele schlaue Gedanken und wirklich fundierte Gedanken dabei und auch Statements die nicht nur Gedanken sind sondern Statistiken da sind.

00:02:11: Und deswegen bin ich sehr dankbar dass wir uns das Thema heute schnappen und mal auch mit deiner Expertise beleuchten.

00:02:17: Bevor wir starten möchte ich dir gerne eine Frage stellen.

00:02:19: dich allen Gästinnen stelle und das ist wenn du so... Du steckst da ja mitten drin Wenn du an female leadership denkst.

00:02:25: jetzt gerade Übergang langsam Frühsommer, zwei Tausend sechsundzwanzig.

00:02:31: Was kommt dir da für ein Bild?

00:02:33: Vielleicht doch für den Bauchgefühl was, was resoniert damit ihr?

00:02:38: Also spontanes Bild passiert.

00:02:39: damit hätte wer tatsächlich so einen Zehntausender Puzzle und auch vom Gefühl her ne weil es so overwhelming ist und weil es ja auch so Thema ist oder ein Lebensbereich.

00:02:51: Wer für mich aus tausend Puzzlestücken besteht, den man aber in seinem Alltag oder die man in seinem alltag gar nicht sehen kann.

00:02:57: und manche sind das jetzt auch nicht im Puzzle wo alle Teile gleich groß sind sondern es gibt manche sehr große sehr vereinnahmende Bereiche die eben sehr klein sind, so Makro- und Mikroebene.

00:03:10: Und da den Überblick zu behalten und sich immer wieder rauszusuchen und zu gucken was davon ist überhaupt auf meinem Tisch und was davon auch nicht.

00:03:18: Das ist etwas, was ich spontan damit verbinden würde.

00:03:23: Mir kommt dann noch ein bisschen so einen großen Bereich an schwarzen Puzzlen, die so eine Blackbox sind, die man nicht richtig sortiert bekommt.

00:03:30: Ja, so trifft es so.

00:03:31: Diese Zehntausender-Busse, ja ich sehe das auch so viele Einzelteile und trotzdem hoffentlich sind wir ein bisschen näher langsam an der Lösung oder kommen mit Drückschlägen vielleicht.

00:03:39: Hoffentlich irgendwann dahin.

00:03:41: Und gerade so das Thema Teilzeit ist ja auch etwas, was manchmal bremst in eine Führungsposition zu kommen weil wir brauchen da jemanden der flexibel und verfügbar ist.

00:03:50: Das kann geht leider nicht mit Teilzeit.

00:03:52: Ungleichermaßen gibt es natürlich auch noch manche die machen in Teilzeitführungen.

00:03:56: jetzt frage ich dich mal ganz ehrlich wann gab's bei dir so diesen Moment?

00:04:02: Gerade ist es Teilzeit war das passt für uns als Familie vielleicht oder als Lebens Variante gerade am besten zu misst, das ist eine Falle.

00:04:11: ich muss hier raus.

00:04:14: Du meinst ja im Moment dazwischen

00:04:16: oder wann sie so diesen Switch?

00:04:18: Genau, der wurde ja sehr stark bei mir von außen getrieben.

00:04:21: Der kam nicht einfach so weil ich dachte hier jetzt überlege ich mir mal ob das passt oder nicht sondern ich bin ja wie hunderttausend oder wie Millionen andere Mütter auch.

00:04:30: Bin ja in Teilzeit gegangen weil ich dachte dass ist Vereinbarkeit in Deutschland und ich dachte um ehrlich zu sein auch dass es ja dann systembedingt irgendwie schon auch Sinn macht und irgendwie aufgefangen wird.

00:04:44: Und der Moment, wenn er dann praktisch als Covid kam und mein Mann daher bis dahin das Haupteinkommen verdient hatte.

00:04:49: Und meins ist wie ganz klassisch einfach Zuverdienerin nice to have für Hobbies und whatever, kam ja dann, als ich eben zurück in Vollzeit musste weil er alle die gesamte Eventbranche zugemacht hat und er damit als DJ auch nicht weiter... Also er war praktisch unser Haupteinkommen wirklich eingefroren.

00:05:06: Im wahrsten Sinne des Wortes und eben nicht nur für vier, fünf Monate sondern wirklich für anderthalb Jahre Und ich glaube so nach.

00:05:11: also das ging ja los.

00:05:13: am siebzehnten März war der erste Lockdown zwanzig-zwanzig und Ich glaub dann das erste Mal wieder durchatmen zwischen Homeschooling Homeoffice Vollzeitarbeiten Rollentausch im Lockdown.

00:05:23: mehrfach War dann so um Weihnachten rum und da habe ich mich dann zum ersten mal Das heißt zum erstmal da hab ich mich auch intensiver mit zu Themen wie Lebenserweibseinkommen usw.

00:05:35: auseinandergesetzt, weil ich natürlich schon gemerkt habe auch so ein Vollzeit-Einkommen ist schon eine wunderbare Angelegenheit.

00:05:42: was sich aber zeitgleich eben auch gemerkt hat ist dass mein Vollzeiteinkommen nach drei zehn Jahren Teilzeit noch nicht mal die Fixkosten der Familie deckt und das natürlich schon ultra hart.

00:05:53: dieser Moment Und ich mich dann schon gefragt hab Wie lange kann ich mir das überhaupt noch leisten?

00:06:00: bzw.

00:06:01: Bis zu diesem Zeitpunkt, also das war ja dann um Weihnachten rum, zwanzig-zwanzig.

00:06:07: War mein Ziel immer noch wieder zurückzugehen in Teilzeit.

00:06:10: Also ich hatte gar nicht vor, ein Vollzeit zu bleiben und erst als sich das mal hochgerechnet habe was für einen Loch diese dreizehn Jahre und bei mir muss man sagen geringer Teilzeit nicht von irgendwie fünf Prozent bis fünfzig-sechzig Prozent.

00:06:24: Das war aber auch so Maximum.

00:06:26: in meinen dreizehn Jahren habe ich alles gearbeitet und gerade diese geringe Teilzeit, die reißt halt einen riesen Loch rein irgendwann.

00:06:34: Ja das war dann der Moment wo ich mir gesagt hab okay zwischen Ich werde nie wieder Vollzeit arbeiten was ich noch so ein paar Jahre davor mit zu meinen Kollegen und Kolleginnen gesagt hatte Und ich werde versuchen nie wieder in Teilzeit zu arbeiten.

00:06:46: also zumindest Na, heute würde ich es auch wieder anders vor ihm.

00:06:49: Aber da war für mich klar das sowohl für meine finanzielle Unabhängigkeit jetzt und für auch meine eben Rente und finanzieller Unabhängigkeit in meiner im Alltage dass ich eben nicht mehr in Teilzeit gehen kann.

00:07:04: Wow!

00:07:05: Vor allen Dingen diesen totalen Switch von.

00:07:08: Ich arbeite nie wieder Vollzeit zu.

00:07:09: Ich arbeide nie wieder Teilzeits auf wenn du es vielleicht anders formulieren würdest.

00:07:13: trotzdem sind's ja zwei gegensätzliche Grundeinstellungen, die relativ schnell passiert sind.

00:07:17: Und du hattest es gerade angesprochen, dass du fast in jeder Quote so ein bisschen gearbeitet hast, Teilzeitquote gearbeitet hasst von fünf Prozent zu sechzig glaube ich hat das grade gesagt.

00:07:27: und vor allen Dingen hatte ich sehr bewegen gerade auch diesen Switch auf Vollzeit und trotzdem nicht genug zu verdienen.

00:07:35: lag es daran, dass Du das Gefühl hast, Du bist durch die Teilzeit ja im Gehalt gar nicht gewachsen.

00:07:39: Also bisher hast du dich gar nicht gehaltsmäßig finanziell weiterentwickelt, weil du auch in dieser Teilzeit Freeze-Modus warst?

00:07:49: Boah!

00:07:49: Das ist jetzt so eine Frage... also zwei Sachen erstmal.

00:07:54: Man hat dann ganz schnell das Gefühl da habe ich individuell was falsch gemacht.

00:07:58: und das ist es aber nicht der Fall.

00:08:01: Ich hab ja nicht individuell etwas falsch gemacht.

00:08:06: Wenn Gott und die Welt um dich herum in Teilzeit geht, in dem Moment, in den du Kinder bekommst.

00:08:11: alle deine Freundinnen und so weiter, dann kommst du jetzt nicht gerade unbedingt auf die Idee.

00:08:15: Und schon gar nicht mit drei und mehr Kindern zu sagen nö ich bleibe jetzt in Vollzeit weil dafür ist auch eine weder die Kinderbetreuungsstruktur.

00:08:23: also mein Kito meinen Kindergarten ging bis maximal vierzehn Uhr Grundschule geht bis dreizehn Uhr.

00:08:28: Also nichts.

00:08:29: in Deutschland ist der systemisch darauf ausgerichtet dass wir Mütter finanziell unabhängig halten.

00:08:35: von daher würde ich sagen Also das muss man einmal systemisch betrachten.

00:08:41: und systemisch Betrachtet ist es eben so, dass du gar nicht großartig auch auf die Idee kommst weil du weißt ja gar nicht wie du das wuppen sollst.

00:08:47: Jetzt ist natürlich bei mir nochmal insofern anders, dass mein Mann ja natürlich auch ganz anders gearbeitet hat als ich.

00:08:52: also der arbeitet ja nur nachts während Ich dann eben da und der schläft an Eben tagsüber.

00:08:57: Das heißt wir hatten so eine gemeinsame Zeit von fünfzehn Uhr nachmittags bis dann eben zwanzuhr abends Und wenn er ins Bett ist bin ich ja aufgestanden.

00:09:04: Es macht ja noch mal schwieriger da dann für sich ein gutes Center zu finden.

00:09:09: Hätte ich mehr rausverhandeln können, klar aber muss man auch dazu sagen... Da ist schon auch dieser krasse Glaubenssatz immer in mir gewesen das ich ja schon dankbar sein kann dass ich überhaupt arbeiten darf weil super viele meiner Freundinnen wurden ja auch einfach gekündigt nach der Elternzeit beziehungsweise man hat gesagt du kannst nur zurück in Vollzeit oder gar nicht.

00:09:28: von daher war ich eigentlich mehr als dankbar das überhaupt weiterarbeiten konnte sogar mit vier Kindern.

00:09:33: Und da bin ich jetzt nicht unbedingt auf die Idee gekommen zu sagen, okay.

00:09:35: Ich will aber auch mehr Gehalt haben so was wie den Part-Time-Wage-Gap also diesen Teilzeit Gap den kannte ich ja auch gar nicht.

00:09:41: Also das ist ja auch nichts was wir transparent spielen in Deutschland Sondern es wird der alles so hinter vorgehaltener Hand.

00:09:46: Wenn man Glück hat recherchiert man so dass fällt einem halt mal per Zufall in den Weg.

00:09:50: Aber es ist jetzt nicht so dass wir das ja irgendwie aktiv transparent machen dass man weiß welche Konsequenzen es hat, jahrzehntelang in Teilzeit zu bleiben.

00:10:00: Und das ist der Punkt wo ich mir immer denke klar rückwirkend wenn ich das alles gewusst hätte, hätte ich es vielleicht anders gemacht.

00:10:08: aber es lag.

00:10:09: ja ne?

00:10:10: Es ist ja ein systembedingtes Verhalten.

00:10:12: Das ist so der Riesenunterschied den ich da auf jeden Fall machen würde.

00:10:17: Danke dass du es nochmal unterstreist weil das ist glaube ich auch die Botschaft die sowieso wir uns immer wieder bewusstmachen dürfen.

00:10:22: viele Dinge liegen nicht daran, weil wir nicht gut genug nachdenken, sondern weil es Normalität ist und sich richtig anfühlt.

00:10:30: Weil das System ist ein Stück weit so vorlebt.

00:10:33: Jetzt hast du gerade den Part-Time-Wage-Gab angesprochen.

00:10:35: Vielleicht können wir da mal, magst du die mal beschreiben?

00:10:37: So dass vielleicht auch andere merken, oh!

00:10:39: Da muss ich genauer hingucken...

00:10:42: Genau, der liegt bei siebzehn Prozent.

00:10:44: Also das ist die exakt... also man arbeitet in Teilzeit und macht es exakt gleiche wie eine Person in Vollzeit nur bekommt man dafür, also in der Regel wenn man jetzt über viele Jahre in Teil Zeit ist dann sind so ungefähr siebzen Prozent die man dafür weniger bekommen.

00:10:58: den darf eigentlich gar nicht geben.

00:10:59: da gibt's auch so ne EU weite Richtlinie.

00:11:01: trotzdem is er da Und es klingt dann jetzt vielleicht, denkt man erst mal so die siebzehn Prozent.

00:11:06: Aber wenn man jetzt angenommen hat ein Protogehalt von drei tausend Euro, dann sind Siebzehprozent glaube ich schon irgendwas um die fünf hundert Euro und dann auf einen Jahr hochgerechnet sind wir dann schon bei sechstausend euro und dann eben auf dreißig lebenserwerbsjahre hochgerechnet ist mein Rucksack bei hundred achtzigtausend Euro.

00:11:23: Und das natürlich dann schon eine Summe, die einem ja sowohl im also in der Gegenwart im Heute fehlt als eben auch im Alter und in der Rente.

00:11:33: Und das ist was, was glaube ich auch ganz oft unterschätzt wird.

00:11:36: Zumal muss man ja auch dazu sagen Menschen in Teilzeit werden wahrgenommen als Menschen die nicht leisten möchten, die also mit tausend anderen Dingen beschäftigt sind halt nur nicht beim Job und da ist Thema Gehaltserhöhung ohnehin schwieriger zu verhandeln.

00:11:52: Ja, jetzt hast du grad schon so ein bisschen auch das Thema angesprochen.

00:11:55: Also dass Teilzeit zum einen durch das System ja als normal gerade für vielleicht zwei drei vier Kinder habe ist es das Konstrukt was viele vorleben und das ist ja auch dann ein Stück weit gelebter Glaubenssatz durch das system und den ich dann irgendwann adsobiere und sage ja so ist denn das Richtige?

00:12:13: Was erlebst du vielleicht auch noch gerade rund um Teilzeit vielleicht für andere Überzeugung, innere Überzeugungen die uns das System beigebracht hat.

00:12:22: Die wir gerne auch wirklich ehrlich hinterfragen dürfen.

00:12:27: Du meinst in Bezug auf... Also ja gibt der beides.

00:12:30: Auf der einen Seite sagen wir ja also auch wieder eine super komplexe Frage und gar nicht so einfach zu beantworten weil auf der anderen Seite klane dieses ganz okay Frau arbeitet in Teilzeit.

00:12:41: Auf einer Seite ist es sehr normal.

00:12:42: Das ist ja auch gesellschaftlich wird es voll unterstützt.

00:12:47: Merkt man dann auch wieder bei ganz vielen Führungskräften, wenn du zurückkommst aus der Elternzeit wird mit einer selten gefragt was brauchst du von uns und vom Unternehmen um praktisch wieder möglichst gut ergebnisorientiert zurückzukommen.

00:12:58: Themen orientiert, Ergebnis orientiert?

00:13:00: stattdessen ist man ja viel schneller bei der Frage mit wie viel Prozent möchte ich das so zurückkommen.

00:13:06: Und dann ist per se, also das macht ja schon per se den Dialog sehr klein und auch die Art und Weise, wie ich da eben zurückkommen kann, macht es unglaublich klein anstatt zu fragen was brauchst du von uns?

00:13:18: Das wäre im Sinne von Ergebnis orientiert und nicht Präsenz oder Zeit orientiert.

00:13:23: Das sind schon mal die ersten Dinge, die ich unglaublich schwierig finde die mit Teilzeit aber immer einhergehen und dann auch per se das unterstellt wird, dass man da wenn man Teilzeit arbeitet eben nicht mehr so Interesse am Job hat oder irgendwas was ja gar nicht stimmt.

00:13:38: Aber es ist halt einfach Dadurch, dass wir keine gute Betreuungs- und Infrastruktur für Kinder haben.

00:13:44: Und Kinder eben auch nicht Teil der Gesellschaft in Deutschland sind sondern eine reine Privatangelegenheit bis Kinder attraktiv für den Arbeitsmarkt werden.

00:13:52: Das hängt dann damit alles zusammen wo wir wieder praktisch bei dem Puzzle sind weil das sind am Ende ganz viele kleine Bausteine die dann dazu führen dass Frau eben gar nicht mehr raus kommt.

00:14:03: in Teilzeit also in der Regel gehst du da ja rein mit dreißig oder fünfundreißig wann immer man seine Kinder bekommt Aber der Punkt ist, dass du halt in Deutschland nicht wieder rauskommst.

00:14:11: Du bleibst da halt.

00:14:12: Deshalb arbeiten halt auch diese achtundfünfzig Prozent der Mütter, arbeiten ja immer noch in Teilzeit selbst dann, wenn das jüngste Kind des jüngsten vierzehn Jahre alt ist.

00:14:22: und das ist halt in anderen Ländern nicht so.

00:14:24: Und das ist ein Riesenunterschied und deshalb ist bei uns wirklich die Altersarmut Sobald sie nicht hoch und liegt bei fast vierzig Prozent ohne hinterbliebenen Rente, ist dieser Gender Pension Gap und der ist ja einfach brutal hoch.

00:14:37: Den hätten wir gar nicht so hoch wenn Frauen viel früher wieder in ihrer Erwärbsarbeit tätig sein könnten!

00:14:46: Und woran liegt es, dass wir das Frauen da nicht rauskommen?

00:14:48: Also ist es dann das Unternehmen, das nicht aktiv anbieten mal wieder in Vollzeit zu gehen.

00:14:52: oder ist das bei vielen dieses gelebte Normalität abviertzen.

00:14:56: Auch weil selbst wenn das Kind viertzehn ist bleibe ich einfach in dieser Teilzeitrolle.

00:15:00: Weil hier ist ja trotzdem noch fällt genug Zuhause an.

00:15:02: und wo kommt das her.

00:15:05: Auch hier ganz viele Sachen.

00:15:06: Zum einen, wir haben keine Ganztagesschulen.

00:15:08: Das kommt ja erst jetzt und ich glaube nicht also dass es in Deutschland gut integriert wird.

00:15:13: das wird wahrscheinlich genauso wie Kita- und Kindergarten sein.

00:15:16: auch hier reißen wir ja seit Jahren die EU-Richtlinie weil wir es nachher vorhin nicht schaffen genügend Kinder also allen Kindern in Deutschland eben diesen Platz anbieten zu können.

00:15:25: so haben wir keine Ganzageschulen.

00:15:26: das heißt selbst wenn ich mein Kind in der Kita oder im Kindergaten bis sechszehn Uhr betreut hatte wird es mit der Grundschule super schwierig.

00:15:35: Die endet in der Regel um zwölf oder um dreizehn Uhr und danach ist ja eben keine Schule, sondern wenn dann überhaupt so eine Art Betreuungssysteme, wo Hausaufgaben mal gemacht, mal nicht gemacht werden.

00:15:45: Aber das hat nichts mit einer guten Bildungsstruktur zu gehen.

00:15:47: also ich habe als Mutter nie das Gefühl dass ich mein oder seltenes Gefühl... Also nie ist jetzt auch übertrieben.

00:15:52: es gibt auch ganz tolle Bildungseinrichtungen aber wir haben einfach viel zu viele Bildungseinrichtungen die das noch nicht hochqualitativ abliefern.

00:15:59: Und hier habe ich einfach nicht das Gefühl, dass ich meine Kinder in einem guten System überlasse.

00:16:05: Sondern ich muss mich dann abends halt nochmal hinsetzen, weil unser ganzes Bildungssystem darauf aufbaut, dass da Eltern mit dran sitzen, die dann eben abends noch mal sowohl die Hausaufgaben als auch die Inhalte erklären und das macht es natürlich unglaublich schwierig.

00:16:18: Somit ... Da gehe ich dann natürlich ne... Wenn dann da die Frage ist, gehe ich jetzt wieder zurück in Vollzeit aber meine Kinder kommen um dreizehn ohne Hause.

00:16:25: Schwierig klar!

00:16:26: Mit zwölf, dreizehn ist es wiederum was anderes.

00:16:29: Aber schon allein, dass zwölf- dreizehn Jahre dann eben nur in Teilzeit zu sein ist einfach auch viel zu lang.

00:16:35: Also ich würde sagen okay alles bis zum sechsten Lebensjahr das kriegt man ja noch irgendwie hin.

00:16:39: und dann vor allem aber nicht nur Frauen in Teilzeiten sondern auch viel viel viel Männer Weil auch die Väter sind Teil des Ganzen.

00:16:45: Das sind jetzt nicht irgendwie unsere Kinder, die wir hier alle hier out of the box bekommen haben, sondern in der Regel haben wir das ja immer als Paar bekommen.

00:16:52: von daher auch immer gemeinsam mit dem Partner absprechen wer wann für wie lange in Teilzeit geht und dass auch nicht nur einmalig kurz vor der Geburt, sondern tatsächlich einmal im Jahr weil auch Kinder wachsen so mit wachsen eben auch die oder somit verändern sich dann eben mehr auch die Bedürfnisse um dann wieder zu gucken Wie kann ich meinen Weg gehen.

00:17:13: Und da geht es gar nicht, das wird finde ich auch... Das wird immer so geframed als wäre das dann ein Ego-Trip der Mütter?

00:17:19: Dass sie dann so Karriere machen möchten.

00:17:20: aber ich rede nicht von Karrieren!

00:17:22: Ich rede lediglich von finanziell unabhängig bleiben.

00:17:26: Da machen wir noch keine Karrierekarriere, machen wir auch nicht in Vollzeit.

00:17:31: also ne?

00:17:31: Vierziesstunden Job ist kein Karrierem.

00:17:34: Karrierei beginnt in der Regel erst ab sechzig Stunden und mehr.

00:17:37: davon rede ich noch nicht mal.

00:17:38: Ich rede nur davon finanzieell unabhängig zu bleiben Und das kriegen wir nicht hin.

00:17:42: In einem der reichsten OECD-Länder, sowieso in einem derreichsten Länder weltweit schaffen wir es nicht die Frauen finanziell unabhängig zu halten, die für den Nachwuchs der Volkswirtschaft zuständig sind also die Frauen und die Familien.

00:17:55: Das geht am Ende ja immer um die Familien und das finde ich schon hart.

00:18:02: Ja, vor allem wenn man sich die Bildungsstrukturen da auch anguckt.

00:18:04: Gerade was Frauen inzwischen an Bildungshintergründen mitbringen.

00:18:07: Was wir damit wirtschaftlich einfach nicht nur für die Frau persönlich an finanzielle Unabhängigkeit verbauen Gleichzeitig natürlich auch wirtschaftlich einfach, weil wir haben starke Köpfe die irgendwie viele Ausbildungen.

00:18:18: Ja wenn man uns die Zahlen anguckt mit Abitur und Studiengängen und Abschlüsse

00:18:23: usw.,

00:18:25: haben Frauen da ja massiv aufgeholt und überholt an vielen Stellen schon und wir können es uns ja auch aus der Perspektive überhaupt nicht mehr erlauben das System so laufen zu lassen.

00:18:34: Deswegen ist das von beiden also aus unterschiedlichen Perspektiven so wie du es auch sagst einfach hart und einfach nicht akzeptabel, dass es so weiterläuft.

00:18:46: Wichtig ist, dass du deine Botschaften da auch immer wieder nach vorne bringst.

00:18:49: Hast du schon angesprochen?

00:18:50: Ich sollte regelmäßig mit dem Partner sprechen!

00:18:55: Was gibst du vielleicht auch Frauen für Tipps?

00:18:56: Oder was merkst du auf, was hat bei euch vielleicht auch geholfen.

00:18:59: Jetzt gab es natürlich diesen Einstieg mit Covid bei euch.

00:19:03: oder habt ihr das Thema dann nochmal auf den Tisch gebracht.

00:19:05: Was sollt ich mit meinem Partner besprechen und verhandeln wenn's darum geht das Thema Teilzeit wirklich jährlich vielleicht auf dem Tisch zu bringen weil die Kinder sich verändern, die Kita wird zur Schule oder was auch immer.

00:19:17: Was redest du Frauen da?

00:19:20: Also selten rate ich persönlich Frauen was, weil ich immer finde wir sind nicht schuld.

00:19:24: Wir sind nicht verkehrt, wir sind goldrichtig so wie wir sind.

00:19:27: Wir haben auch alles richtig gemacht und da bin ich immer ein bisschen zwiespältig.

00:19:33: also ich finde sämtliche Empowerment Programme und so cool.

00:19:36: Ich finde nur wir haben mittlerweile so viele empauerte Frauen aber halt nach wie vor keine Systeme die das überhaupt tragen können Und auch an Mehrwert dann eben nach vorne bringen können.

00:19:48: Das ... Man sich dann schon fragen muss, okay jetzt bin ich top educated und habe aber gar nicht die Chance und die Möglichkeit das dann eben auch auszuleben.

00:19:57: Und es liegt weder an meinem Mann oder in meinem Partner noch an mir sondern es liegt daran dass wir hier einfach strukturell so wahnsinnig schlecht aufgestellt sind eigentlich auch etwas was wir ändern können.

00:20:10: ja also das kann ja politisch ganz einfach die Rahmenbedingungen ändern und ist jetzt auch nicht so... Es ist auch kein Rocket Science um ehrlich zu sein weil diese Konzepte liegen seit ewigen Zeiten in den Schublaten und unsere Nachbarländer zeigen ja ganz wunderbar, wie es funktioniert.

00:20:23: Von daher, ich kann das null nachvollziehen.

00:20:26: Diese Debatten ums Ehegattensplitting kann ich nicht nachvollziehend.

00:20:28: Ich kann auch nicht nach vollziehen wie man dieses, was wir jetzt eigentlich alles Positives erreicht hatten mit New Voice of Working oder mit Remote Work, dass wir das jetzt nach und nach wieder zurückfahren obwohl wir die ganzen positiven Ergebnisse gesehen haben.

00:20:41: Das sind alle Sachen, die bleiben mir schleierhaft in Bezug auf Führung.

00:20:44: Dass da immer also zumindest den größeren Unternehmen geht es momentan, würde ich sagen Deutschland weist ein bisschen zurück zur Top-Down Führungen, obwohl wir alle wissen, nicht bessere Wirtschaft auf den hier kommen wird, auch im Sinne von Regierungsstil.

00:21:00: Also auch im Sinn von wie Herr Merz da jetzt schön auf die Bürger und Bürgerinnen drauf haut und jedes Mal sagt ihr leistet ihr nicht genug?

00:21:08: Und da macht er.

00:21:10: Das ist was, das man für sich erstmal ganz klar haben muss vor allem als Frau.

00:21:15: Beziehungsweise auch als Mutter hat es wir mehr als genug leisten weil seventy-two Milliarden Stunden Kehrarbeit pro Jahr werden nur...das ist nur der Anteil der Frauen und darauf basiert die gesamte deutsche Wirtschaft.

00:21:30: und dass dann jemand zu mir kommt, der nicht einmal beide Jobs vollgetragen hat, nämlich Vater sein und arbeiten.

00:21:38: Der mir dann sagt von wegen hier ihr leistet nicht genug?

00:21:41: Das ist schon so eine Orphygens Gesicht weil es sei also das gesamte wirtschaftliche Fundament basiert auf dieser kostenfreien Kehrarbeit.

00:21:50: Das muss man für sich auf jeden Fall erstmal alles klar haben.

00:21:53: und da ist ein ja niemand dafür lobt muss man's halt selber machen und das kann man aber auch wirklich in ganz besonderem Maße da liefern wir würde ich schon sagen exorbitant ab.

00:22:02: Was kann ich dann?

00:22:03: Aber das ist natürlich kein Circle of Influence.

00:22:05: Das heißt, da kann nicht viel reißen.

00:22:07: Es ist schwierig in die politischen Strukturen heranzukommen.

00:22:10: Hier kann ich nur sagen... Ich verstehe gar nicht, warum wir nicht viel mehr wütende Frauen und Mütter auf den Straßen haben.

00:22:17: Die einfach wirklich... ich verstehe auch nicht, Warum wir im Netz nicht viel viel unbequemer, viel viel lauter und viel mehr dagegen sind mit allem was da jetzt so an neuen Reformen kommt und vorgeschlagen wird.

00:22:30: Einfach um mal zu zeigen stopp bis hier hin und nicht weiter.

00:22:33: Bis hierhin haben wir das ganze Spiel fröhlich mitgemacht aber jetzt reicht es dann auch irgendwann Weil wenn dann auch noch die Pflegewelle auf uns zurollt, dann stecken wir nicht.

00:22:43: Dann werden wir noch weiter sozusagen in die, wie sagt man?

00:22:46: In die ausgequetschte Position mit reingenommen.

00:22:50: und dass die Zahl der Erschöpfung also von Burnout und

00:22:53: Co.,

00:22:53: das die so exorbitant hoch ist gerade unter Müttern liegt ja auch nicht daran, dass wir Mütter irgendwie schlecht organisiert sind sondern liegt er eben einzig und allein daran, Hilft aber alles immer noch nichts.

00:23:04: Im Circle of Influence hast du vollkommen recht, also was kann man machen?

00:23:09: Zum einen sich erstmal klarmachen, was man da alles leistet zum anderen dann aber auch ganz genau hingucken und das vergisst man sehr oft.

00:23:15: Das hatte ich sehr lange Zeit nicht auf dem Schirm, dass wenn man in Teilzeit arbeitet dachte ich ja auch immer, dass ich dadurch mehr Luft im System habe, was ich aber um ehrlich zu sein gar nicht hatte weil Fast alle, zumindest auch statistisch.

00:23:28: Wenn du teils seit Arbeitest legt dafür fast hundert Prozent des Mental Loads bei dir.

00:23:32: oder um es mal in genaueren Zahlen auszudrücken.

00:23:35: Es gibt eine Zahl die ich immer wieder beeindruckend finde.

00:23:42: Und das sagt eigentlich schon alles, weil so ein Kindergeburtstagsplanung.

00:23:45: Das ist schon auch ein Haufen Aufwand und das macht man als Mutter meistens on the fly irgendwie zwischen Büro nach Hause kommen und im Zug sitzen schnell alles bestellen was es braucht für den Geburtstag sich etwas Cooles überlegen.

00:23:59: Da hilft es extrem zum einen schon mal diese ganzen Themen Mental Load & Co auf vier Schultern zu verteilen, dass man da wirklich hingeht und wirklich guckt, okay was mache ich?

00:24:12: Was machst

00:24:12: du?".

00:24:13: Und dann wirklich angefangen von wer übernimmt die Verantwortung für die Wäsche.

00:24:17: Also bei uns war es immer hilfreicher wenn man's von A bis Z gemacht hat.

00:24:21: also nicht einer bringt's runter und der andere wäscht dann ist immer so ein Hickack aber das jedes paar anders.

00:24:25: also es muss jeder für sich entscheiden Wer übernimmt die Arzttermine?

00:24:29: Wer über nimmt... dass man da einfach eine Klarheit hat wer was macht.

00:24:33: und dadurch erst bekomme ich zum ersten Mal wieder ein bisschen Luft in mein System hinein, um überhaupt dann zu gucken.

00:24:40: Wie kann ich zum Beispiel auch meine vierzigprozentige Teilzeit auf sechzig Prozent nach oben gehen?

00:24:44: Ich finde es auch hart.

00:24:46: also ich meine jetzt nicht bin von fünfzig auf hundert zurückgegangen.

00:24:49: Kann man machen aber ist nicht super einfach im Lockdown würde schon dreimal nicht machen.

00:24:54: Aber man kann das auch sukzessive machen.

00:24:56: Man kann auch sagen so und ich nehme jetzt vor alle sechs Monate gehe ich zehn prozent nach oben.

00:25:01: Dann hat man immer sechs Monate Zeit sein Familiensystem anzupassen.

00:25:06: Prozent, wenn es der Arbeitgeber mitmacht.

00:25:08: Aber das lohnt sich eigentlich immer hier mal in die Verhandlung zu gehen und dass man dann eben kontinuierlich nach oben geht bis man erstmal eine Prozentsahl erreicht hat, mit der man zumindest eine Fähigkeit ist seine Fixkosten zu tragen.

00:25:23: Das glaube ich ist erst einmal ganz wichtig und dann hat man schon ziemlich viel erreicht weil das ist schon mehr als wir bisher momentan haben.

00:25:32: Klar, wenn dann die Kids immer größer werden.

00:25:34: Ich würde sagen ab zehn, elf, ne?

00:25:36: Wenn sie auch in die weiterführende Schule kommen und man nach wie vor kein gutes Ganztagesschulen-Konzept hat, kann man aber trotzdem gucken, dass man Richtung Vollzeit nahegeht... Da bin ich sehr zwiegespalten Christi, muss ja ganz ehrlich sagen, weil die Achtzigprozenten sind mit Abscheinern am schlimmsten.

00:25:53: Fast alle, die ich kenne, die in Achtzigprozent arbeiten, arbeiten eigentlich hundert Prozent, aber nur für Achtzlich bezahlt.

00:25:58: Dann würde ich lieber sagen, arbeite doch hundert prozent und organisiere dich so Dass du das dann auf jeden Fall gut hinbekommst und es schlechte Gewissen, was man sich hier vor allem Frauen ganz oft machen.

00:26:09: Wie man das da am besten händelt, brauchen wir eigentlich auch nicht weil wenn wir Hundert arbeiten, arbeiten wir oftmals auch Hundertzwanzig.

00:26:14: also das ist glaube ich mehr ein Kopf- und Glaubenssatzthema als ein reales Thema.

00:26:21: aber zwanzig Prozent pro Monat zu verlieren ist schon auch eine Hausnummer.

00:26:25: Also da würde ich dann auch gucken.

00:26:27: Und auch hier, ne?

00:26:28: Ich bin kein Fan des... also das muss ich gleich dazu sagen.

00:26:30: Ich bin keinen Fan von vierzehn Stunden Vollzeit!

00:26:32: Absolut nicht!

00:26:33: Also ich finde wenn wir zukunftsorientierte Arbeitswelt bauen wollen Dann besteht die für mich nicht aus vierzig Stunden, sondern müsste es eigentlich um fünfzehn oder zwanzig Stunden noch besser sein.

00:26:44: Die IG Metall macht das ja schon mit fünfunddreißig Stunden und das ist schon eine extreme Unterstützung.

00:26:49: Also wenn er und sie beide fünfund dreißig Stunden haben dann kann man eben ... Das hatte mir auch schon mehrere Leute mal geschrieben, die dann eben sagen Er übernimmt immer Montags, Sie immer Freitags Und dann ist eben Dienstag Mittwoch Donnerstag das Kind betreut und der Rest wird dann eben von Vater und Mutter abgefangen.

00:27:07: Aber mit fünf und dreißig Stunden hat man dann wenigstens mal sein Vollzeitpensum erreicht, das ist was ich denke, was absolut sinnvoll ist um es auch nachhaltiger in die Zukunft zu

00:27:16: tragen.".

00:27:20: um das Gleichgewärtige auch zu haben auf beiden Partnerschaftsebenen.

00:27:24: ungleichermaßen hast du gerade nochmal einen ganz wichtigen Punkt angesprochen, den ich so oft höre und den wir glaube ich noch mal dicke aussprechen müssen.

00:27:30: Dieses Phänomen gerade bei Müttern die ja vor allen Dingen sich auch dann doppelt beweisen müssen dass sie eben viel mehr arbeiten obwohl Sie eine Teilzeitrolle haben und dadurch einfach sowieso leisten und aber finanziell aber auch in der Karriereentwicklung natürlich trotzdem dieses diesen Stempel Teilzeit immer noch haben, obwohl sie eigentlich viel mehr leisten.

00:27:51: Deswegen da immer die ehrliche Frage, hey krieg ich es nicht doch irgendwie hin?

00:27:55: Und wenn's dann mal... Du hast das gesagt, die Kinder sind zehn, elf vielleicht ja und dann kann ich vielleicht von zu Hause nochmal eine Stunde E-Mails machen what so ever je nachdem was für ein Kontext ist aber sich ehrlich hinzugucken und das zu beobachten bei sich selber wie viele leiste ich eigentlich wirklich und wie viele Stunden mache ich eigentlich?

00:28:12: und vor allen Dingen mehr auf den Fokus zu gehen in die Ergebnisorientierung auch dahin zu verhandeln, dass das eben das Konstrukt ist und nicht erst rein an dieser quantitativen Zeitmessung nur noch stattfindet.

00:28:23: Ganz ganz wichtigen Punkt, den ich sehr oft auch erlebe und du hast es gerade nochmal betont.

00:28:29: Du hast auch gesagt dieser Weg zurück der ist nicht so einfach ja?

00:28:33: So von fünfzig auf hundert Prozent bist du glaube ich geswitscht?

00:28:36: Ja wie alt waren deine Kinder da?

00:28:39: Die jüngste war sechs und die älteste war zwölf.

00:28:42: Also die waren dann sechs, acht, zehn und zwölf.

00:28:45: Okay wow!

00:28:46: Und dann bist du von, weiß ich nicht, zwanzig Stunden die Woche auf vierzig?

00:28:51: Genau ja wir haben... Ich glaube um die vierzig rum sind das genau.

00:28:56: und dann war ich bei fünfzig gewesen sein genau.

00:28:59: also ich habe es einfach verdoppelt sozusagen

00:29:02: okay und das war von heute auf morgen ab monat eins zum nächsten dann quasi

00:29:07: Genau, das war ja dann ab Mitte März und also Mitte Märze bei der Lockdown.

00:29:10: Und da hatte ich angefragt und hab erst, also zwei Wochen später

00:29:14: erklärt

00:29:14: dass sich da hingehen.

00:29:17: Okay,

00:29:17: d.h.,

00:29:18: das würdest du so nicht empfehlen, hast du gesagt?

00:29:22: Also, ich hab das ja nicht freiwillig gemacht.

00:29:24: Ich wurde da von außen mehr oder minder rein gezwungen, wofür ich hinterher total dankbar bin.

00:29:30: und da gibt es unterschiedliche Charaktere.

00:29:32: Manche können das nur so in dem sie dann einfach zack bumm ab ins kalte Wasser und los geht's.

00:29:37: Und für andere ist es aber halt schon allein so viel Kopfkino, dass man vielleicht dann da lieber diesen zehn- oder zwanzig Prozent Steigerungsansatz Ich glaube, am Ende ist auch gar nicht entscheidend.

00:29:50: Also wie man das jetzt an der Macht ist am Ende weniger die Frage als dass man es überhaupt macht.

00:29:56: Das finde ich eigentlich viel wichtiger, dass man da einfach nicht drin hängen bleibt, sondern dass man wirklich für sich guckt okay welchen Anteil an Erziehungen, Verantwortung, Mental Load kann ich an meinen Partner übertragen?

00:30:10: also will und muss ich an mein Partner üvertragen weil man ist ja die Partnerschaft nicht eingegangen damit ich dann alles mache weiter machen kann.

00:30:18: Und auch wenn sein Gehalt höher ist, ja ich weiß jeder es entzählt gerade bei Familien das stimmt nur meins wird sich nie erhöhen wenn ich da bleibe.

00:30:25: von daher ist auch das was man auf jeden Fall nochmal verhandeln kann was er dann auch oft kommt ist dass er ja dann praktisch für sie die Altersvorsorge mit übernehmen kann und auch so eine Art Gehalt auszahlen kann.

00:30:36: auch das finde ich ist eine gute Option.

00:30:39: aber was man nicht vergessen darf man bleibt halt abhängig von ihm von seiner Gesundheit von seiner Bereitschaft das zu machen.

00:30:46: Dann sollte man besser auch nicht, wenn es dann hart auf hart kommt oder in Streit kommt.

00:30:50: Dann hat man in der Zeit eventuell viel an Weiterentwicklung im eigenen Job verloren was ja heutzutage noch viel rasanter geht als jetzt vielleicht noch vor fünfzehn Jahren und man bleibt halt immer noch in diesem Abhängigkeitsverhältnis von ihm oder ihr je nachdem wenn wir mit einer Frau zusammen ist die da eben arbeiten geht.

00:31:11: das darf man einfach nur nicht unterschätzen.

00:31:13: Also das ist ja schon mal da der erste Schritt, dass man das für sich ganz klar hat.

00:31:17: Dass man weiß was von wo ich dann letztendlich eben auch mein Geld bzw.

00:31:24: meine finanzielle Unabhängigkeit bestreite.

00:31:26: Das denke ich ist am wichtigsten und den Rest muss man für sich echt individuell gucken wie man es am besten macht.

00:31:34: Hätte ich es gemacht, wenn Covid nicht gekommen wäre?

00:31:36: Wahrscheinlich nicht.

00:31:37: Ich würde wahrscheinlich immer noch in Teilzeit arbeiten, weil ich denken würde, das wird schon irgendwie ... Weil ich würde ja alles machen was von mir gefordert ist!

00:31:44: Ich würde meine Eltern, ich würde von meinem Teils ohnehin, das finde ich sowieso so krass, nehmen, was da jetzt immer alles geraten wird für die Altersvorsorge.

00:31:53: Ich frage mich immer, wie Frauen, die in Teilzeit arbeiten von dem bisschen Gehalt jetzt auch noch ihre Alters-Vorsorge wuppen sollen und von einem Fünfzig Euro Sparplan in den ETF wert ich mein Alter nicht finanzieren können.

00:32:03: also das ist keine Dimension, die das praktisch wieder Wett macht.

00:32:06: was mir da flöten geht an Rentenpunkten Und es ist gut gar keine Frage aber es ist und bleibt eine Symptombehandlung.

00:32:15: Es ist ja absolut nicht und es ist immer noch auf dem Rücken der Frau Es ist immer noch auf dem Rücken der Mutter, es ist ja überhaupt nicht.

00:32:21: Also es ist immer auch super positiv für die gesamte Wirtschaft und für alle, die auf unserem Rücken sozusagen überhaupt ihr Business betreiben können.

00:32:30: Und das ist was, was man für sich ganz klar haben sollte weil es einfach... Ja, weil man sonst immer das Gefühl hat, dass liegt an mir!

00:32:38: Das tut's eben nicht Das liegt nicht an mir und meinem Organisationstalent.

00:32:42: Das kann auch immer ein Teil davon sein, aber es ist nie der Löwenanteil.

00:32:47: Es ist nie das Hauptding.

00:32:49: Das Hauptthema ist wirklich dass wir die Rahmenbedingungen dafür nicht wirklich haben.

00:32:55: Ja und nicht anfassen ja.

00:32:56: und gibt natürlich manche Unternehmen, die sind da vielleicht schon bisschen Vorreiter oder gehen da schon ein bisschen aktiver nach vorne und es gibt auch welche.

00:33:03: diese Sätze hast du wahrscheinlich auch schon öfter mal gehört.

00:33:06: Ich habe die Mütter bei mir im Team, die machen in dreißig Stunden das was sonst einer in Vollzeit macht.

00:33:11: Das ist mir viel günstiger.

00:33:12: Es gibt ja auch genau diese Sprüche, die man manchmal von Unternehmen oder von Entscheiderinnen hört.

00:33:17: Deswegen möchte ich gerne da auch noch mal kurz mit dir darauf eingehen weil wir haben natürlich viele weibliche Führungskräfte, die den Podcast hören vielleicht nicht alle Kinder haben, vielleicht gar nicht selber in Teilzeit sind aber trotzdem Anschlüsselpositionen sind wo sie vielleicht den einen oder anderen Teilzeitantrag freigeben.

00:33:34: Gibt es da für dich vielleicht so eine Botschaft, wo du sagst hey ihr sitzt an den Positionen.

00:33:39: Guck genau hin aus Y-Gründen bitte schaut da bewusster hin was redest du denen?

00:33:45: oder wo sagst du das?

00:33:46: Da müssen wir alle ein bisschen Auge drauf haben gerade um das System auch bewusste Anstellen zu verändern.

00:33:56: Ich weiß gar nicht, also man denkt ganz gut hier dann stelle ich eine andere Frage und dann wird es schon wieder laufen.

00:34:01: Also der Punkt ist ja gerade auch bei Teilzeit das hast du ja wunderbar ausgesprochen.

00:34:07: Auf der einen Seite wird es so hart gefeiert, wie effektiv und effizient Menschen meistens Mütter in Teilzeit sind.

00:34:13: Auf der anderen Seite ist das genau die Menschen, die wir am härtesten dafür abstrafen, dass sie so effiziente und effektive sind.

00:34:21: Das heißt scheinbar wollen wir das ja auch gar nicht.

00:34:25: Ich kann mir nicht vorstellen, dass Männer durch die Bank weg sowas mitmachen würden glaube ich nicht.

00:34:31: Sondern die würden sagen, ey wenn ich schon hardcore effizient und effektiv arbeite dann wird mir das mit einem Extraorbitant also wirklich mit dem extra Gehalt vergütet und mit nem extra extra extra bonus wird man es dann vergütelt weil ich ja so mega effektif und effiziant bin.

00:34:44: Das würde wir Frauen machen wir Frauen ja scheinbar nicht.

00:34:47: Also fände ich auch cool, wenn wir das mal viel mehr machen würden dass wir uns diese Effizienz und Effektivität einfach auch mal dann bezahlen lassen.

00:34:53: Weil wenn ich eben in dreißig Stunden oder in fünfund zwanzig Stunden das gleiche wuppe wie jemand der das da dann müssen wir doch genau das belohnen und eben an Ergebnisorientierung sichtbar machen.

00:35:06: Von daher, wenn man in der Schlüsselposition sitzt wo man entscheiden kann wie dann auch Stellen laufen würde ich erst mal gucken was sind denn die Ergebnisse die ich von dieser Stelle erwarte um dann zu gucken.

00:35:19: Also und dann geht es eigentlich auch viel weniger um die Zeit, sondern um die Personen, die guten Skills dafür hat diese Ergebnisse zu liefern.

00:35:27: Ob das dann am Ende in zweiunddreißig oder in vierzig Stunden ist mit Kind oder ohne Kind?

00:35:32: Das finde ich sind so Gedanken, wo die spielen erst ganz am Ende eine Rolle.

00:35:37: Aber in den meisten Köpfen wird zuerst geguckt, hat sie Kinder.

00:35:42: Wenn sie Kinder hat, dann wird sie total unzuverlässig wegen Krankheiten und

00:35:46: Co.,

00:35:47: und da kann sie das gar nicht wuppen, weil sie Verantwortung usw.

00:35:50: auch nicht tragen möchte.

00:35:51: Es kann immer sein, dass es individuelle Beispiele gibt bei denen das so ist, aber es ist eben die Masse.

00:35:57: Ich habe ja nicht jahrelang oder jahrzehntelange Frauentop ausgebildet, damit ich sie dann im entscheidenden Prozess wieder aussortiere, Also das macht mir überhaupt gar keinen Sinn.

00:36:09: Also finde ich total sinnfrei im Paradox ohne Ende.

00:36:13: Von daher, da würde ich... Also ich würde komplett anders an diese Aufgabe sozusagen rangehen und ich würde generell halt bei all diesen Themen, die ich für einfach mal per se infrage stellen wie ich an diese Sache herangehe.

00:36:24: Und dann nochmal gucken, wie man eben so ein Prozess weiter tragen kann.

00:36:29: Warum denn auch nicht mit der Person gemeinsam drüber sprechen?

00:36:32: Was ist machbar was es vielleicht noch nicht machbar das ist aber dann eben Lebensphasen orientiert vielleicht in einem Jahr später machbar.

00:36:38: Auch da gibt's ja ganz viele Möglichkeiten, die man da eben ausarbeiten kann.

00:36:44: Und ich glaube, da sind dann auch einfach Guidelines und Ziele ganz wichtig, dass man auch eine Klarheit hat was muss sich erreichen bis wann das man da einfach auch eben auch als Eltern oder als Mutter einfach auch eine gute Klarheit hatte um dann für sich zu wissen wie kann nicht was auf vorantreiben?

00:37:00: Total!

00:37:01: Und ich glaub so etwas nochmal.

00:37:02: was ich zumindest noch mal unterstreichen möchte ist gerade wenn wir in Schlüsselpositionen sind zu gucken wie können wir das System also diese Frauen Bis dato total viel geleistet haben und die ich eigentlich auch ins Team binden möchte.

00:37:14: Wie kann ich gucken?

00:37:15: Und den Satz hast du vorhin am Anfang gesagt, dass es so für dich funktioniert, dass das für uns beiden Win-Win ist.

00:37:20: ja weil Du bist ja mit Deinen Kompetenzen noch da!

00:37:23: Vielleicht finden wir ein Szenario wo Du eben eine gewisse Flexibilität in manchen Punkten hast um vielleicht auch für die Familie da sein zu können und gleichermaßen bei einer Führungsverantwortung aufpasse, dass ich nicht auch in diesen Maternal Bias reinrutsche und denke oh das ist jetzt eine Mutter.

00:37:39: Jetzt muss ich gucken, dass die nicht mehr so flexibel ist sondern komplettes Wohlwoll noch beibehalte und genau diese, diesen, diesen Mutterstempel definitiv ausblende damit ich einfach die Personen auch sehe mit ihren Skills.

00:37:51: Und sie haben sich ja und das zeigen wir auch immer wieder Studien Das gerade und das zeigen Sie sicher auch in der Praxis.

00:37:56: Das weißt du selber auch.

00:37:57: Ja So das grade auch und es auch beim Männern so aber bei Frauen vor allen Dingen natürlich auch gerade wenn die Familie gründen dass da viel, viel bessere, viele Skills noch mal dazukommen die einfach das Miteinander meist auch besser gestalten lassen.

00:38:09: Das heißt ich habe viele Benefits natürlich auf der Teen-Ebene dafür und deswegen darf ich und muss sich gerade in einer Führungsverantwortung gucken bis ich das nicht abstrafe.

00:38:18: Genau

00:38:18: und Teilzeit reduziert ja auch nur die Zeit, aber nicht die Verantwortung.

00:38:22: Also das ist ja... Aber das wird immer verwechselt, ne?

00:38:25: So dann ist es euer Näh und jetzt hat sie nur noch die Hälfte der Verantwortung.

00:38:28: Aber das stimmt ja nicht!

00:38:30: Die Verantwortung bleibt bei mir, aber die Zeit dafür wird dann sozusagen weniger.

00:38:34: Und dass wir da so weiß ich nicht woran das liegt wahrscheinlich auch wieder kulturell, Wahnsinnig sicherheitsorientiert oder auch ängstlich unterwegs sind, anstatt das einfach auszuprobieren.

00:38:45: Ich verstehe gar nicht warum wir da so starre sind in Deutschland und warum nicht einfach ausprobieren und sagen okay lass mal für ein halbes Jahr mit weiß nicht sechzig Prozent ausprobierend und dann einfach viel.

00:38:54: also viel sinnvoller finde ich einfach im regelmäßigen Loop zu bleiben und dann eben alle was was ich einmal im Quartal zu gucken wie geht's?

00:39:01: Wie sind die Ergebnisse?

00:39:02: ist es machbar oder nicht?

00:39:03: kannst du können wir schon wieder mehr Prozent gehen oder noch mal reduzieren, solange enten Kern von Aufgaben.

00:39:10: Also da einfach auch viel mehr Flexibilität sowohl in das Zielsystem also wie arbeit ich ergebnisorientiert als auch in Zeit und Ort reinzubekommen.

00:39:18: Und warum wir da so zurückhalten sind kann nicht nachvollziehen weil was also?

00:39:22: ich kenne kein einziges Unternehmen was praktisch an Börsen wert verloren hat Nur weil man hier mal wesentlich experimenteller unterwegs ist mit Zeit und Ort, auch Ergebnisorientierung.

00:39:38: Und selbst diese ganzen... Ich weiß nicht wie viele Unternehmen da mittlerweile mitgemacht haben mit der Pfädagewoche.

00:39:45: Es gibt ja überhaupt keine Zahl die belegt dass dadurch dein Umsatz schlechter geworden ist.

00:39:48: im Gegenteil er ist sehr gleich geblieben oder hat sich verbessert weil du eben auch viel mehr Energie an deine Arbeiten herangehen konntest.

00:39:58: Auch hier wieder ist es wie beim Klimaschutz.

00:40:00: Es ist alles wissenschaftlich belegt, es gibt wirklich viele Studien und dennoch entscheiden wir uns dann dagegen und machen genau das was von Wissenschaftlern nicht empfohlen wird und wundern uns dann warum die Ergebnisse sich nicht verbessern oder sogar verschlechtern.

00:40:17: Das was ich absolut nicht mehr nachvollziehen kann.

00:40:21: Paradoxon.

00:40:22: Und meine Theorie ist... muss ich sehr ehrlich so aussparen.

00:40:26: Wir haben zu vielen Stellen Männer, die das nicht mit durchdenken an den Stellen wo entschieden wird, die aus ihrem System nicht rauskommen weil sie mussten ja ihr System nie ändern.

00:40:34: für Sie hat es ja funktioniert also muss das ja die Grundlage bleiben und solange sich das nicht ändert Und das ist ein Teufelskreis leider.

00:40:42: Ja, ja,

00:40:42: das stimmt aber die Angst ist dann zu riesig ne?

00:40:44: Genau!

00:40:45: Die Angst dass es nicht funktionieren könnte wenn man da sein gewohntes Terrain verlässt... ...die ist wesentlich größer als die Neugierde zu gucken was passieren kann wenn man eben eine viel größere Diversität im System zulässt.

00:40:57: Ich meine was man positiv immerhin mal erwähnen kann.

00:40:59: wir wollen auch noch ein paar positive Sachen sagen.

00:41:02: Positiv lässt sich erwähnten dass zwischen Frauen und Männer der Gender Gap der geht.

00:41:06: tatsächlich wird er immer kleiner also zwischen Müttern mit Kindern und Frauen ohne Kindern.

00:41:11: Das wird tatsächlich immer größer, das ist eine Vollkatastrophe wie ich finde.

00:41:15: aber gut muss man halt so hinnehmen.

00:41:18: Da muss man nicht hinnehmen aber ist jetzt halt so.

00:41:21: Aber immerhin es scheint sich an der einen oder anderen Stelle was zu tun.

00:41:24: in Bezug auf Mann und Frau sagen wir jetzt mal beide Kinder los?

00:41:27: Was natürlich krass ist, was auch schon wieder alles aussagt.

00:41:30: um ehrlich zu sein.

00:41:31: Während Väter ja dann eben in dem Moment in dem ein Mann ein Vater wird kommt er immer noch ganz tief in den Köpfen drin.

00:41:38: jetzt ist er der Ernährer jetzt kriegt er eine Gehaltserhöhung kriegt einen besseren Job Während Sie halt dann genau das entgegengesetzte Pensum erfährt, so von gegen jetzt keine Karriere mehr oder jetzt keine Weiterentwicklung mehr.

00:41:50: Nur nicht mal Karrieren einfach weiter Entwicklung weniger Gehalt.

00:41:55: So hier wird dann da eben an vielen Teilen gar nicht mehr mit bedacht Und das ist ein reines Kopfkino.

00:42:00: Das ist ja jetzt noch nicht mal was, wo man sagen kann, da müssen wir jetzt tonnenweise Sachen für verändern, sondern dass es wirklich in unseren Köpfen ist.

00:42:08: D.h.,

00:42:08: wer immer auf ein Scheider-Innenposition sitzt und hier zu hört, wann immer diese Gedanken kommen, ist das Beste, was man machen kann.

00:42:15: stopp sich selbst zu sagen ganz kurz zu reflektieren Und dann lieber noch mal eine Führungskraft-Skill, schlechthin ist ja Active Listening und in dem Sinne von Nachfragen habe ich dich richtig verstanden?

00:42:27: oder eben auch im Sinne von kannst du dir das und das vorstellen?

00:42:30: wollen wir das mal zusammen ausprobieren.

00:42:32: Ich finde es auch immer schlimm wenn man so hingeschmissen bekommt.

00:42:35: So Ja, dann mach halt wie du denkst.

00:42:37: Das ist auch keine gute Lösung.

00:42:39: Probier's halt mal aus wo ich denke oh da hab' ich nicht das Gefühl dass du Dass du hinter mir stehst oder dass du an meiner Seite stehst, wenn es nicht funktioniert.

00:42:48: Und ich denke das ist was, was dann gerade für Eltern und gerade für Mütter ganz wichtig ist, Meine Führungskraft führt mich dann auch nicht vor, sondern sie steht hinter mir und mit mir.

00:42:59: Und wenn etwas nicht gut laufen sollte, dann werde ich nicht sofort über Bord

00:43:04: gekippt.".

00:43:04: Weil das ist ja eine ganz große Angst die man so wie ich meine muss sich immer vorstellen ne?

00:43:08: Da wächst so eine Familie und da ist alles neu weil das hat man ja vorher noch nie gemacht selbst mit Kind.

00:43:13: Nummer zwei Nummer drei Das ist wie in einem Team Die Dynamik ändert sich permanent.

00:43:17: Also das letzte was man dann braucht is ein total unsicheres Gefüge im Job.

00:43:22: Also das finde ich nicht, weil dann ist beides total unsicher und damit schwimmt man ja dann völlig.

00:43:27: Und da finde ich es eigentlich umso wichtiger dass man dann eine gute und positive Abstimmung auch mit seinen Vorgesetzten hat wirklich im Sinne eines Gesellschaftsvertrag so hey du sorgst dafür dass die Zukunft unserer Volkswirtschaft in einer guten Bindung, in einem guten Umfeld aufwachsen kann.

00:43:44: Und wir oder ich als Unternehmerin sorge dafür, dass du in der Zeit wirklich auch für dich dich weiterentwickeln kannst und eben auch finanziell unabhängig

00:43:52: bleibst.".

00:43:53: Das verstehe ich zumindest unter Gesellschaftsvertrag – vielleicht habe ich das auch wieder alles falsch verstanden!

00:43:57: Aber ich finde

00:43:58: es schon sehr logisch so...

00:44:00: Ja, aber das ist etwas was ich dann einfach vermisse.

00:44:03: Und ja es kann immer im Alltag sein dass man sich unglücklich ausgedrückt hat und wie auch immer.

00:44:08: Aber was hindert uns daran eben einen Tag später wenn es einem aufgefallen ist?

00:44:12: Die meisten Führungskräfte als Agilitaship Coach haben das sehr wohl im Gespür und die dies nicht haben muss man sich natürlich auch fragen ob Führungen die richtige Position ist weil diese Intuition also Der Major-Skill, den du haben solltest als Führungskraft.

00:44:25: Den einzigen eigentlich... Du musst Menschen mögen und zwar alle!

00:44:29: Egal ob sie dir grünen reinlaufen oder nicht.

00:44:31: Du musst die halt von A bis Z mögen weil sie werden möglicherweise alle Teil deines Teams sein Und da finde ich es einfach ganz wichtig dann auch hinzugehen zu sagen Ey was der Neue gesagt hat, guck mir super leid das hatte nichts mit dir zu tun Das war einfach eine stressige Situation.

00:44:43: ist mir das rausgerutscht?

00:44:45: Hat sich hier mein alter Bayes wieder eingeschlichen?

00:44:48: Was ist daran so schlimm?

00:44:49: Weiß ich nicht, aber passiert mir noch viel zu wenig.

00:44:52: Ehrlicherweise

00:44:53: emotionale Reife selber zu merken.

00:44:55: hey da ist mir was misslungen und das ist völlig legitim.

00:44:58: wir alle machen Fehler und wir dürfen es auch machen.

00:45:01: wir müssen nicht perfekt sein und wenn uns mal etwas durchrutscht oder wir holprig sind gerade so und dass ist ja was was ich hoffentlich immer zum ich zumindest als Mutter selber noch gelernt habe auch meinen Kindern gegenüber zu sagen hey das ist jetzt gestern was passiert das fand ich doof will ich gerne kurz gerade stellen.

00:45:16: ja also das ist ja

00:45:19: nicht

00:45:19: durch das Sozialsystem, durch das private hoffentlich noch mehr angeregt wird und wenn ich das noch mehr in die Führungsposition auch mit reinbringen kann oder ins Miteinander.

00:45:26: Super!

00:45:27: Weil genau solche Menschen brauchen diese Reife mit rein bringen.

00:45:30: Deswegen finde ich das so wichtig, immer wieder zu gucken.

00:45:33: Hey!

00:45:34: Das was du gesagt hast?

00:45:35: Ich muss in der Position, muss sich eine gute Basis mit Menschen haben.

00:45:39: Ansonsten bin ich da völlig falsch.

00:45:41: Sonst habe ich dann nicht zu suchen.

00:45:42: und das darf ich mir ehrlich fragen wenn ich nur ne Fachperson bin die wegen der Fachrolle weitergekommen sind aber eigentlich finde ich den Umgang mit Menschen anstrengend.

00:45:50: Dann muss ich ehrlich zu mir sagen, dann hab' ich ja nichts zu

00:45:53: suchen.".

00:45:53: Und es ist voll okay, ne?

00:45:56: Auch hier kommt dann so oft zu, jetzt bin ich verkehrt überhaupt nicht.

00:45:59: Man kann das ja auch feststellen, man geht in die Führungsposition und dann stellt man erst fest, oh mein Gott!

00:46:04: Das ist überhaupt nicht das was ich mir vorgestellt habe oder ich hab es mir ganz anders vorgestellt.

00:46:08: Dann fair enough probiert man vielleicht noch ein paar andere Führungspositionen aus keinem Problem.

00:46:12: aber wenn ich immer wieder das Gefühl habe, es stresst mich oder ich hier so nicht finde es anstrengend mit Menschen in den Austausch zu gehen Da würde ich sagen, Expertenrolle ist auch grandios.

00:46:25: Es macht dich nicht besser oder schlechter als Mensch, ob du diese Führungsrolle hast oder nicht?

00:46:31: Ich würde eben nicht sagen, dass du deshalb irgendwie schlechter bist und dein Beruf nicht so wertvoll ist wie wenn du eben Führungskraft bist.

00:46:38: Aber für alle die es sind, würde ich schon sagen ... Das sollte schon eigentlich immer im Fokus stehen.

00:46:47: Ich glaube, das was ich am meisten beobachte nicht nur die mit denen ich halt eh gut kann sondern gerade die, die ich denke so boah!

00:46:56: Das ist jetzt aber wieder anstrengend oder so.

00:46:58: ohh das triggert mich schon wenn sie den oder er den Mund aufmacht ne?

00:47:01: Gerade da zeigt sich ja dann eigentlich so auch deine Führungsqualität im Sinne von, wie gehe ich damit um?

00:47:07: Wie händlich das ist.

00:47:08: Und es lernt du eigentlich als Eltern auch wieder, weil deine Teenager bringen ja eines Tages sehr viele Menschen mit nach Hause die du vielleicht auch nicht unbedingt alle in deinem Haus haben wolltest.

00:47:17: und also bin jetzt auch nicht gerade das beste Beispiel für eine, da denke ich mir manchmal aus so Aya!

00:47:22: Da, obwohl bestimmte Menschen sind ultra lieb, ultra nett, ultra cool Aber irgendwas an denen triggert mich, warum auch immer.

00:47:30: Das kann ich in dem Moment gar nicht sagen und da braucht es schon ein paar Minuten bis ich dann wieder für mich klar habe hey das kann man jetzt nicht einfach.

00:47:39: Und es ist schwer dass es anstrengend sich dann selbst zurückzuhalten und es eben auch nicht die andere Person spüren zu lassen.

00:47:45: Ich würde nicht sagen dass ich darin super gut bin Aber immerhin das Wissen darüber, oder dass man so eine gewisse Erwähnung hat.

00:47:52: Das ist schon der erste wichtige Schritt, finde ich.

00:47:54: Woll mal in die Metaebene zu gehen und zu merken, oh jetzt hab' ich vielleicht ein bisschen distanzierter reagiert weil die Person irgendwas auslöst?

00:48:00: Genau!

00:48:00: Das ist ja schonmal ein großer Schritt, weil dann weiß ich beim nächsten Mal okay wie kann nicht wohlwollender sein, wie kann ich gleich behandeln oder so gut es geht.

00:48:09: Und wenn ich das schon einmal nicht habe – und das ist das Thema was du vorhin gesagt hast mit Intuitionen Ja da sind viel auch die Weibspüren den Raum lesen und sich selber dabei beobachten Dann habe ich schon mal echt eine Grundlage und das haben viele Mütter auch für eine richtig gute Führungsposition.

00:48:23: Und ja, das vereint sich dann immer sehr gut.

00:48:27: Ja?

00:48:28: Und ich hätte ein letztes Statement von dir bevor ich die drei Persönlichsten noch stelle.

00:48:33: Du bist ja Mutter von vier Töchtern.

00:48:34: Ich hab es vorhin gesagt was ist so Einsatz den du deinen Töchlern vielleicht weiter gibst so im Thema Beruf Geld?

00:48:41: gibt's da irgendein Statement was du vermittelst jetzt schon

00:48:46: Ja, also tatsächlich dieses Statement der finanziellen Unabhängigkeit.

00:48:49: Also ich sage schon immer dieses selbstständig verdienen, also eben dieses nicht in Abhängigkeit sein und dieses Geld verschafft ihr einfach deine Lebensfreiheit und die solltest du nie vollständig abgeben.

00:49:00: es ist völlig okay das für ein paar Jahre irgendwie anders zu händeln oder dann eben mit dem Partner gemeinsam zu gucken über Familienkonto wie auch immer aber eben sich nicht abhängig machen.

00:49:13: Auch hier wieder das klingt so easy, aber es ist so ein schleichender Prozess.

00:49:19: Ich meine jede siebte Frau ist ja von finanzieller Gewalt in der Beziehung betroffen und das heißt sie haben keinen Zugang zu ihren Konten usw.. Und die Frauen gehen ja nicht in die Beziehung und sagen sich auch drauf geschissen, ich werde jetzt mal finanziell abhängig.

00:49:31: Sondern es passiert ja ganz, ganz gleich mitzusprüchen dann auch sehr beliebt von Männern mit Schatz!

00:49:36: Ich kümmere mich um die Finanzen, kümmer du dich mal... Du kannst ganz unbesorgt, ne?

00:49:41: Ich nehme dir das alles ab.

00:49:42: Du kannst unbesorglich um die Kinder

00:49:44: kümmern.".

00:49:45: Dann haben diese Frauen oft keinen eigenen Zugang zum Konto.

00:49:48: Dann musst du abends den Kassenzettel zeigen was du eingekauft hast.

00:49:51: Dann kriegst du vorgeworfen warum du die Butter gekauft hast, die ein Euro dreißig statt einer wo fünf gekostet hat.

00:49:57: Das alles sind schon Indikatoren, dass etwas gar nicht gut läuft.

00:50:00: Das muss man aber erst mal erkennen, wenn man in der Situation selber drinsteckt ... Ich hab mich auch monatelang gefragt, warum ich das, wo ich falsch abgebogen bin?

00:50:09: Ich habe das ja ganz lange als mein individuelles Thema gesehen und dachte so oh mein Gott wie dumm kann man wirklich so?

00:50:15: ne!

00:50:15: Wie blöd kann man sein hast du studiert bis eigentlich wie ich dachte recht allwissend aufgewachsen nur um dann festzustellen offensichtlich nicht.

00:50:26: Und da würde ich auch sagen, das ist so schleichend.

00:50:28: Weil der Alltag gerade mit Kindern... Der ist so vollgepackt!

00:50:31: Also das Letzte worauf ich geachtet habe als meine Kids klein waren ist wie hoch es eigentlich mein Lebenserwerbseinkommen?

00:50:37: Das hat mir ja auch nie jemand... Das kriegen wir auch nicht beigebracht.

00:50:41: Es wird auch in der Schule nicht thematisiert und selbst wenn es finanzielle Bildung ist auch nur eine Symptombehandlung.

00:50:46: Selbst wenn es kommuniziert werden würde in der Schule und wir ein ganzes Fach dazu hätten.

00:50:50: Ja, wenn ich dann trotzdem keine stabile Kinderbetreuung habe Teilzeit geschickt werde, wenn ich Vereinbarkeit möchte.

00:50:57: Wenn ich gehaltlich trotzdem schlechter gestellt bin?

00:50:59: Wenn all die guten Berufe, die zu viele Frauenintus haben, also entgeltlich so viel schlechter dastehen als all die Berufer wo viele Männer drin sind dann bringt mir dieses ganze Wissen nichts.

00:51:11: Dann werde ich mit fünfundreißen nicht sagen ach ja damals in der Schule da habe Da bin ich da schon mittendrin und deshalb wirklich im Sinne von, in dem Sinne Geld ist mein verdientes Geld.

00:51:24: Damit kaufe ich mir sozusagen ein Stück meiner Lebensfreiheit und das sollte ich niemals ganz

00:51:28: abgeben.".

00:51:30: Ja so wichtig!

00:51:31: Danke schön dass du es nochmal unterstreist.

00:51:34: Drei letzte Fragen an dich und zwar wenn du dir einen Koffe-Date aussuchen könntest mit einer Frau, lebend vielleicht auch aus der Geschichte, welche wäre das?

00:51:46: Spontan würde ich sagen, Michelle Obama oder Oprah Winfrey.

00:51:49: Oder beide zusammen?

00:51:50: wenn nicht darf weil die beiden total beeindruckend und ich mag einfach die Lebensweisheiten die sie haben so die gesamte Art wie sie Dinge dann eben auch präsentieren auch dieses if they go low we go high weil man wird gerade ja auch als Mutter ganz oft geframed und beschimpft und dann bist du die Rabenmutter oder du bist zu häuslich whatever.

00:52:11: Und da dann bei sich zu bleiben, ich finde das Verkörpern die beiden so wunderbar.

00:52:15: Ja voll gut!

00:52:17: Dein letztes richtig gutes Buch was du gelesen hast?

00:52:20: Das war Female Wake Up Call von Marin Wölfe.

00:52:23: Das Ganze nur rausgekommen genau und da stehen auch ganz viele tolle Sachen drin.

00:52:27: Die sehr hilfreich sind gerade eben auch im Alltag und eben in Bezug auf Frauen in Führungspositionen.

00:52:35: Da sind wirklich tolle gute hilfreiche Mikro- und Makrotipps drin.

00:52:40: Das mag ich immer gerne.

00:52:42: Ja, cool.

00:52:43: Cooler Tipp habe ich noch nicht gelesen.

00:52:44: Vielen Dank!

00:52:46: Und dein Lieblingsritual nach einem intensiven Arbeitstag?

00:52:50: Was machst du vielleicht auch zwischen Familie und Beruf?

00:52:54: Ich weiß gar nicht ob Du das wissen willst.

00:52:55: Also mein allerliebstes Ritual, wenn es richtig krass lief am Tag ist tatsächlich Trash TV also alles was so mit Desperate Housewives oder diese ganzen Trash Sendungen wie es als Sunset Boulevard

00:53:07: usw.,

00:53:07: diese Immobilien-Marklage Da kann ich immer perfekt bei abschalten, weil wenn dein Tag sehr voll ist und als Change Managerin bist du in sehr komplexen Transformationen unterwegs.

00:53:19: dann ist eigentlich das, was mich am schnellsten runterholt.

00:53:21: Zu richtig einfaches... Ja aber es würde ich jetzt natürlich nicht empfehlen!

00:53:25: Ich hätte jetzt wahrscheinlich eher sagen müssen Yoga und Spaziergang oder irgendwas dergleichen.

00:53:30: Lesen

00:53:31: genau.

00:53:33: Aber Realität

00:53:34: ist dann noch mehr

00:53:36: abschalten auf der Couch und gerne auch dann... Jetzt sind sie alt genug mit meinen Mädels einfach auf der Kaut schitzen, eine knappe Box essen und etwas Schönes gucken

00:53:45: Wie schön.

00:53:46: Ja und das ist doch ehrlich, so sind wir doch.

00:53:47: Wir müssen authentisch ja.

00:53:49: dann vielen Dank dass du da so authentisch bist.

00:53:52: Lieben Dank

00:53:53: liebe Sabine.

00:53:54: sehr ausschlussreich und ich merke bei dir sehr viel Engagement.

00:53:58: ein bisschen auch unterschwellige Wut aufs System wenn ich das so ein bisschen feststellen darf die ich genauso empfinde an vielen Stellen gerade weil man so ein bißchen merkt so oh das funktioniert nicht das funktioniert nicht da müssen wir ran da ist eine Bremse und es passiert nichts Und das ist zumindest auch bei mir ein großer Treiber, diese Wut nach außen zu kanalisieren und in die Aktion zu gehen.

00:54:18: Deswegen bin ich sehr dankbar dass du so laut bist vor allen Dingen auch auf LinkedIn sehr laut bist und da viele viele Statements zum Nachdenken.

00:54:28: Der Treiber der Arbeit an vielen Stellen... Ja

00:54:31: aber ich finde es auch voll positiv.

00:54:32: also weil du hast vollkommen recht wenn ich das noch kurz sagen darf Also es wird ja auch das, wird dann oft wieder so negativ geframed.

00:54:39: Ich bin jetzt wütend und lauf mit irgendeinem Maschinengewehr durch die Gegend und schieße alles um was nicht irgendwie bei drei auf dem Bäumen ist sondern es geht ja wirklich darum... zu zeigen, mit diesem okay bis hierhin und jetzt reicht es einfach.

00:54:52: Und da finde ich sind wir dürfen wir als Frauen oder auch als Mütter viel viel unbequemer sein, viel viel lauter sein ist natürlich auch Job als Change Managerin immer um bequem zu sein.

00:55:01: aber ja von daher danke ich dir ganz herzlich für all die vielen tollen Fragen für die Möglichkeit überhaupt hier in deinem Podcast sein zu dürfen und ja auch diesen Teil dann da eben nochmal sichtbarer oder auf der Tonspur sozusagen auch noch mal zu vermitteln Hat viel Spaß gemacht.

00:55:18: Vielen Dank!

00:55:19: Und wir beide sagen tüss, liebe Zuhörerinnen.

00:55:21: wenn nicht wenn mach mal einfach und supportet das System.

00:55:25: Gibt der Folge oder auch dem Podcast eine positive Bewertung?

00:55:28: Teils mit anderen Müttern, die vielleicht in der Teilzeitfalle sind und ein bisschen mehr Aufklärung.

00:55:33: Oder noch mal die fünfundzwanzigste Aufklärungen brauchen wenn sie merken da sollte sich mal ein bisschen was ändern.

00:55:39: Da dürfen wir alle uns gegenseitig mehr supporten.

00:55:42: also in diesem Sinne hängen wir alle drin und dürfen das weitertragen!

00:55:44: Also vielen vielen Dank für beide sagen tschüss.

Neuer Kommentar

Dein Name oder Pseudonym (wird öffentlich angezeigt)
Mindestens 10 Zeichen
Durch das Abschicken des Formulars stimmst du zu, dass der Wert unter "Name oder Pseudonym" gespeichert wird und öffentlich angezeigt werden kann. Wir speichern keine IP-Adressen oder andere personenbezogene Daten. Die Nutzung deines echten Namens ist freiwillig.