#118 Dein Bindungsstil führt mit – Mit Linda-Marlen Leinweber
Shownotes
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Du verbringst acht, neun Stunden am Tag mit denselben Menschen. Du teilst Erfolge, Misserfolge, Anerkennung, Druck und manchmal eben auch mehr. Kein Wunder, dass der Arbeitsplatz direkt hinter dem Online-Dating auf Platz zwei steht, wenn es darum geht, wo Paare sich kennenlernen.
In dieser Folge wird es persönlich:
👉 Welche vier Bindungsstile es gibt und wie sie unser Verhalten in Teams, Verhandlungen und Hierarchien prägen
👉Wieso die „ich-schaffe-alles-allein"-Haltung beruflich oft belohnt wird - und was sie emotional kostet
👉Woran du erkennst, ob echte Chemie wirkt oder eine alte Wunde
👉Wie du als Führungskraft mit Trennung, Liebe und Flurfunk transparent umgehst, ohne dich angreifbar zu machen
Linda-Marlen Leinweber ist Psychologin, systemische Coachin und Hypnosetherapeutin und eine der gefragtesten Stimmen rund um das Thema Bindung. Mit ihrem Netzwerk Poise erreicht sie eine große Community, war u.a. bei TEDx zu Gast und hat ihr aktuelles Buch „Frei und trotzdem gebunden" veröffentlicht.
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Instagram: https://www.instagram.com/psychologin_lindaleinweber/
LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/lindaleinweber/
Buch: „Frei und trotzdem gebunden" https://www.penguin.de/buecher/linda-marlen-leinweber-frei-und-trotzdem-verbunden/paperback/9783424632866#
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Transkript anzeigen
00:00:00: Egal, mit welchem Hardcore-Business Thema wir einsteigen.
00:00:05: Ich lande trotzdem genau bei diesen Punkten!
00:00:08: Weil es ist die Frage von ja ich kann so schlecht nein sagen und ich möchte jedem meinem Team recht machen oder in der Verhandlung mit meinem Vorgesetzten, mit dem Vorstand da fällt mir das und das schwer.
00:00:21: Ja warum denn?
00:00:22: Und wenn wir uns mit dem Warum des Warums beschäftigen, dann landest du bei deinen Bindungsstilen.
00:00:28: Da landest Du bei den Erfahrungen die Du gesammelt hast und die bei Dir eine Logik geschaffen haben.
00:00:34: Herzlich willkommen zu Femelida Schibbonnea!
00:00:37: Den Podcast für Frauen, ihre Führungspersönlichkeit wesentlich mehr eingregen und ihren beruflichen Weg aktiv gestalten wollen.
00:00:44: Mein Name ist Christine und ich freue mich auf diese heutige Folge besonders denn sie is ein Exkurs Aber gleichzeitig ein Thema, mit dem wir immer mal wieder in Berührung kommen oder vielleicht sogar selber richtig verwickelt sind.
00:00:56: Das ist das Thema Liebe im Job und dazu habe ich eine der gefragtesten Stimmen in Deutschland.
00:01:02: Sie ist Psychologin sie ist systemische Coaching sie ist Hypnose-Therapeutin Du hast sie vielleicht auch schonmal bei Tellex sprechen hören Und sie hat ein eigenes Netzwerk das nennt sich POIS.
00:01:13: über zweieinhalbfünfzigtausend Follower.
00:01:14: Ich glaube auf Instagram und ich glaube auf TikTok auch nochmal die gleiche Menge, also sehr präsent wenn es um Systema geht.
00:01:20: Bindung!
00:01:20: Und sie hat auch vor kurzem ihr neues Buch rausgebracht frei und trotzdem gebunden.
00:01:25: Ich heiße dich ganz ganz herzlich willkommen liebe Linda Marlene Leinweber.
00:01:30: schön dass du zu Gast bist
00:01:32: Danke schön und danke für die ganzen Blumen im Intro.
00:01:36: Ja,
00:01:36: so verdient!
00:01:37: Ich finde wir dürfen uns das immer mal wieder abholen denn wenn man doch ein bisschen zurückblickt ist ja bei dir auch eine sehr sehr viel Sichtbarkeit da und das kommt natürlich nicht über Nacht sondern es hast du dir erarbeitet und bist an dem Thema einfach sehr stark dran.
00:01:47: und deswegen... Girl like the credits in!
00:01:51: Dankeschön!
00:01:52: Und ich
00:01:53: habe immer eine Einstiegsfrage bevor wir so richtig in das Thema einsteigen.
00:01:58: Wenn du an female leadership denkst, an Frauen in Führung.
00:02:01: Wir haben jetzt gerade Frühjahr oder fast schon Sommer, im Jahr zwanzigzehnt.
00:02:05: Was kommt dir da für ein Bild?
00:02:07: Oder auch für den Bauchgefühl?
00:02:10: Wenn ich an Frauen-Inführungen denke ist das für mich direkt so einen Gefühl von Da darf ich mehr Mensch sein.
00:02:17: Da passiert ein Führen miteinander aber in einem Kontext wo es auch um Leistung geht und auch um Performen, aber wo trotzdem viel mehr von dem da sein darf was uns eben auch ausmacht.
00:02:35: Gefühle
00:02:36: vielleicht auch mal Privatleben all das was Potenziale birgt und das verbinde ich wirklich mit viel mehr Leadership-Führungen wo Mensch sein darf.
00:02:48: So spannend, weil es gibt ja neuere Studien die zeigen dass gerade auch die jüngeren Generationen sogar lieber von einer Frau geführt werden wollen.
00:02:54: Weil sie da mehr auch mentale Probleme zum Beispiel besprechen können.
00:02:58: Deswegen speist das total auch in der Resonanz.
00:03:01: sehr, sehr spannend auch, dass du diesen Eindruck für dich hast und dieses Bild für dich hasst.
00:03:05: jetzt ist ja wenn wir uns ein bisschen die Arbeitswelt angucken Ich weiß nicht, du kennst vielleicht sogar die Statistiken noch besser.
00:03:12: Aber es gibt natürlich wahnsinnig viele Menschen, die lernen sich als Paar im Job kennen in unterschiedlichsten Konstellationen.
00:03:18: Manchmal ist er vielleicht die Führungskraft und sie ist im Team oder einem anderen Team.
00:03:23: Oder sie ist eine andere Führungskraft was auch immer für Konstellations sind.
00:03:31: Was bringt uns dazu dass wir gerade auch im Job vielleicht sogar häufiger ich weiß gar nicht wie genau die Statisten sind kennenlernen und dann uns verlieben.
00:03:41: Also an Platz eins der Statistik steht das Online-Daten, aber kurz danach kommt wirklich der Arbeitsplatz!
00:03:46: Und ich finde wir müssen da einfach mal uns die Realität anschauen, wovor bringen wir denn die meiste Zeit?
00:03:52: Das ist der Arbeitsblatt.
00:03:53: Das ist ein acht bis zehn Stunden jeden Tag je nachdem was man für einen Job hat oder vielleicht auch Teilzeit, trotzdem sind es sehr viele Stunden die ich damit in Menschen verbringe Und ich teile auch sehr viel.
00:04:08: Ich teile Erfolge, Misserfolge.
00:04:10: Es geht um Wertschätzung und Anerkennung.
00:04:12: Ich finde es sind viele Momente, wo ... ja, wo ich mich wirklich zeige und in Entwicklung gehe.
00:04:21: Ich denke zum Beispiel an Situationen, wo vielleicht präsentiere.
00:04:25: Am Anfang fühlt sich das noch so ein bisschen schwierig für mich anderen.
00:04:28: Wachs ich da rein?
00:04:30: All das kriegen Kollegen Vorgesetzte mit!
00:04:32: Also ich find, dass ist einfach etwas wo ich mich im Idealfall, es muss natürlich nicht bei jeder Arbeitsstelle so sein aber sehr authentisch zeigen kann und einfach viel von mir als Mensch sichtbar wird.
00:04:47: Ja, man ist in einer gewissen Exposition jeden Tag.
00:04:50: Man spricht über Themen manchmal auch die ins Private gehen und wahrscheinlich ist es dann die Häufigkeit, die vielleicht auch gewisse Nähe oder eine Vertrautheit irgendwann vermittelt?
00:04:59: Oder... Ja da gibt's sogar einen psychologischen Effekt der heißt more exposure effect also der Effekt des bloßen Darbietungen und der sagt je mehr Zeit du mit einem Menschen verbringst Oder es bezieht sich sogar auf Objekte.
00:05:16: Je öfter du ein Objekt siehst, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit dass du diesen Menschen oder dieses Objekt magst.
00:05:25: Also ist das wirklich die bloße Darbietung?
00:05:30: Dann verstehe ich vielleicht auch den einen oder anderen Fashion-Trend, wo man am Anfang sagt, nee ist nicht meins und sieht man überall und kauft ja auch was mit.
00:05:35: Ja
00:05:36: genau!
00:05:37: Hast dich dran gewöhnt?
00:05:38: Du findest das jetzt einfach schön es gibt dir Sicherheit ein vertrautes Gefühl und ja also es spielt auf jeden Fall mit rein.
00:05:46: Und gibt es so... du beschäftigst sich ja auch vielen glaube ich mit Bindungsmuster, Bindungstile, Corrigibikert, was der richtige Begriff ist.
00:05:55: bringen wir die komplett genauso auch mit ins berufliche rein?
00:05:58: Oder sind wir so ein bisschen distanzierter, wie kann ich mir das vorstellen.
00:06:02: Also an sich ist der Bindungsdienst natürlich ein Muster was in dir veranlagt ist und was jede Beziehung in deinem Leben In der Paarbeziehung zu Hause merken wir das meistens am deutlichsten, weil es einfach die intimste und naaste Beziehung für die meisten Menschen ist.
00:06:18: Wir merken das aber auch in Freundschaften.
00:06:19: Und natürlich merken wird das auch bei unseren Kollegen, bei unseren Vorgesetzten an der Arbeit.
00:06:24: Also das sind Tendenzen, die sich grundsätzlich jetzt erst mal nicht unterscheiden.
00:06:29: Es ist aber manchmal so dass Menschen schon für sich gewisse Dinge aufgearbeitet haben dass man dann an der Arbeit vielleicht leicht durch so eine professionelle Distanz auch von dem Musterabstand nehmen kann.
00:06:47: Aber ich habe es auch schon genauso erlebt, da es Klienten und Klientinnen erzählen wenn dann so eine Hierarchiekomponente dazu kommt, wird das Bindungsmuster bei mir noch viel krasser spürbar.
00:06:58: also es kann in beide Richtungen ausschlagen Und an sich ist das erst mal etwas, was wir ganz stark gelernt und verinnerlicht haben.
00:07:08: Was bei uns das Programm von so fühlt sich eine Beziehung zu einem anderen Menschen angeformt hat?
00:07:15: Natürlich kommt es auch bei der Arbeit raus.
00:07:18: Wenn du sagst über Hierarchien ... Ich denke mir jetzt so Lehrerinnen oder älternteile, die uns geprägt haben, dass da auch Projektionsmomente kommen.
00:07:33: Also der Bindungsdienst, sagt man so ganz grob entsteht in den ersten fünf Jahren in deinem Leben.
00:07:38: Da sind schon bei einigen natürlich Pädagogen mit dabei die das auch mit beeinflusst haben vielleicht doch eine Tagesmutter vielleicht Oma Opa.
00:07:46: am intensivsten ist es bei den meisten aber immer noch in der Beziehung zu den Eltern und zu den Geschwistern.
00:07:51: Das heißt dass macht den größten Anteil aus.
00:07:55: Trotzdem, natürlich.
00:07:56: Ich weiß nicht wie oft Schule in meinen Coaching-Prozessen Thema ist weil ich zum Beispiel bei der letzten Präsentationen bei der Arbeit mich genauso bloßgestellt gefühlt habe wie bei der Abi-Prüfung oder so wie ich damals gemobbt wurde in der Schule.
00:08:13: genau so fühle ich mich wenn ich mit ein paar Kollegen auf Dienstreise bin und die machen was ohne mir Bescheid zu sagen.
00:08:23: Ja, in meinen Augen ... Man kommt nicht drumrum.
00:08:26: Immer mal wieder zurückzuschauen und für sich zu verstehen okay was hat sich denn bei mir da aufgebaut?
00:08:32: An Verknüpfungen an vermeintlich logischem Denken was die Psycho-Sicherheit dann so zurechtlegt.
00:08:39: also ne wenn ich in Situationen X bin dann passiert Y Und das ist ein ganz wichtiger Schritt In meinen Augen um sich selbst mit Mitgefühl begegnen zu können und natürlich auch irgendwann in die Veränderung zu gehen.
00:08:52: Okay, das heißt wir können eigentlich total viel auch uns selbst beobachten.
00:08:56: Wie resonieren wir mit Menschen?
00:08:58: Was macht die Person mit mir wie du schon gerade gesagt hast bei der Präsentation?
00:09:01: Wie fühle ich mich da mal zu überlegen wo könnte es vielleicht Doppelung oder eben eine Historie sein?
00:09:09: und Du hast gesagt so Bindungsdiele gibt es.
00:09:12: also finden alle... Also wie viele Bindungstile gibt es?
00:09:16: Sind das sieben und zwanzig?
00:09:17: Oder sind es vier oder drei?
00:09:21: Kannst du uns vielleicht mal kurz reinholen, um ein bisschen Differenz dazu erkennen.
00:09:25: Gerne!
00:09:26: Also es gibt vier.
00:09:27: Vier Bündungsdealer.
00:09:28: am Anfang waren es drei und der Letzte wurde dann noch ergänzt.
00:09:31: Der erste wäre der sichere.
00:09:32: Das ist das was wir für uns selbst wünschen und natürlich für alle anderen Menschen also das Ideal.
00:09:37: Und sicher gebundene Menschen haben mit hoher Wahrscheinlichkeit in den ersten fünf Jahren in ihrem Leben diese konstante und bedingungslose Liebe erfahren Und deswegen konnten sie ein Urvertrauen aufbauen in die Beziehung zu anderen Menschen, aber auch in der Beziehungen zu sich selbst.
00:09:54: Es ist immer beides!
00:09:55: Also ich glaube von mir... Ich bin okay so wie ich bin und du bist es auch.
00:10:02: Und dieses Menschenbild habe ich auch.
00:10:03: also ich hab dieses dieses Ur-Vertrauen dass Menschen gut sein können.
00:10:11: Ich kann gut Nähe zulassen das bedeutet ich kann mich öffnen, ich kann verletzlich zeigen.
00:10:16: Ich kann auch gut meine Grenzen kommunizieren, kann Nein sagen und weiß auch wenn ich mich um meine Autonomie und meine Freiheit kümmern möchte.
00:10:24: Diese Selbstbestimmung beides ist ein psychologisches Grundbedürfnis.
00:10:28: Deswegen habe ich mein Buch auch so genannt Wir brauchen die Autonomien wir brauchen die Freiheit aber wir brauchen immer das Verbundensein Und beim sicher gebunden Menschen ist es sehr gut ausbalanciert.
00:10:40: Dann haben wir zwei ängstliche Bindungsdiele einmal den ängslich vermeidenden und den Ängstlich ambivalenten.
00:10:46: Der ängstlich vermeidende, den würde man als Bindungsängstler bezeichnen.
00:10:49: Dass es jemand, der hat mit einer hohen Wahrscheinlichkeit erfahren, dass da manchmal Liebe und Zuneigung war in der Kindheit von einer Bezugsperson aber manchmal eben auch nicht oder unter bestimmten Bedingungen dann wenn du lieb bist, dann wenn Du einfach bist, denn Wenn Du funktionierst Aber manchmal auch gar nicht vorhersehbar.
00:11:10: Also so Elternteile Ich weiß, das sind dann immer eigene Themen.
00:11:14: Das soll gar kein Vorwurf sein an die Eltern sondern es hat einfach nur eine Auswirkung auf das Kind wenn diese Liebe nicht so vorhersehbar ist.
00:11:22: also mal kann ich kommen und werde in den Arm genommen und mal nicht.
00:11:26: Mal erfahre ich Abweisungen, mal Wärme Und es ist für mich nicht einortbar.
00:11:32: Und dieser Schmerz der wurde dann so bewältigt von der Psyche dass die psyche unbewusst gesagt hat ach Nee, ist gar nicht so wichtig.
00:11:43: Wir spalten uns von diesen Gefühlen ab.
00:11:46: Wir ziehen Schutzmauern hoch und diese Schutzmauer zeigen sich dann im späteren Leben so dass man jede Art der tieferen Beziehung scheut.
00:11:58: also ich bleibe in der Oberflächlichkeit Ich habe vielleicht ein beziehungsropping Situation ships Affären Also alles was mich in der Unverbindlichkeit lässt.
00:12:07: Nicht weil ich mir Also ich wünsche mir eigentlich eine tiefe Beziehung.
00:12:11: Ich hab dieses Verlangen, dass sich einem Menschen wirklich vertrauen kann.
00:12:15: aber die Angst davor den Schritt in die Verletzlichkeit zu gehen ist so groß das ich dann doch meine Muster treubleibe.
00:12:25: und
00:12:26: genau weil es sich sicherer anfühlt und weil natürlich auch jede Beziehungen mal schwierig ist und das dann immer wieder an Anlass bietet zu sagen so ach weißt du was?
00:12:36: Alleine sein ist doch besser.
00:12:37: und das ist auch ein Bindungstil, bei dem ich sagen würde – und es beschreibe ich auch in meinem Buch – der momentan von der Gesellschaft eher positiv unterstützt wird.
00:12:49: Weil diese Menschen wirken erstmal sehr taff, sehr selbstbewusst.
00:12:54: Ich kann alles alleine schaffen!
00:12:56: Und das ist gerade für den beruflichen Weg manchmal sogar von Vorteil.
00:13:01: Ich kann von einer Stadt in die nächste ziehen.
00:13:03: Beziehungsweise sind mir nicht wichtig, die halten mich nicht.
00:13:06: Ich kann mich immer wieder neu einfinden und ich weiß ja auch, kann mich auf mich ganz gut selbst verlassen?
00:13:11: Und vielmehr brauche ich gar nicht!
00:13:14: Also diese fehlende Empathie, diese fehlenden Nähe macht uns manchmal so taf dass wir sogar davon profitieren.
00:13:28: Im beruflichen dann, wie du es beschrieben hast.
00:13:31: Genau.
00:13:32: Der andere ängstliche Bindungstyp, der Ambivalente hat etwas ganz Ähnliches erfahren.
00:13:37: also auch der hat nicht diese konstante Liebe und Zuneigung bekommen.
00:13:41: aber da hat die Psyche darauf reagiert mit einer Schutzreaktion dass sie sagt wenn da jemand ist der mich liebt dann halte ich den fest.
00:13:50: dann klammer ich.
00:13:53: Das zeige ich dir, indem ich mich ganz oft melde.
00:13:57: Indem ich anrufe und vielleicht auch eifersüchtig bin.
00:14:00: In dem ich ... ganz stark geworden bin, deine Bedürfnisse zu erkennen.
00:14:05: Vielleicht sogar bevor du sie aussprichst.
00:14:08: Ich bin Meister oder Meisterin darin, in dich hineinzuschlüpfen.
00:14:13: Und das zu machen was du zu wollen scheinst!
00:14:17: Also ich passe mich ganz stark an.
00:14:19: Es haben auch oft Frauen diese Überanpassung Und das war natürlich mal etwas, was früher total funktional war.
00:14:26: So wie auch die andere Bewältigungsstrategie des Distanzlers.
00:14:30: Weil wenn ich deine Bedürfnisse erfülle und das mache, was du von mir möchtest dann schütze ich unsere Bindung aber... Ich vergesse mich selbst!
00:14:39: Ich habe verlernt zu spüren, was ich will, was meine Bedürfenisse sind und das macht mich manchmal so wütend dass ich komplett hochkoche und dich dann auch wegschubse.
00:14:51: Also es ist eine Verlustangst, ja ich klammere.
00:14:53: Ich tue alles dafür dass du bleibst aber trotzdem gibt's diese ambivalenten Momente wo ich dich wegschubse weil du gefühlt nie genug machst.
00:15:03: Du zeigst mir nie genug das du mich wirklich liebst Aufgrund dieser alten Wunde Dass du da wahrscheinlich mal verlassen wurdest Und der desorganisierte Typ wurde wie gesagt später hinzugefügt.
00:15:18: Das sind Ganz, ganz traurige Geschichten.
00:15:20: Also das sind Menschen die in ihrer Kindheit meistens Missbraucherfahrung machen mussten, psychische oder körperliche Gewalt erfahren mussten und wo diese enge Bezugspersonen einerseits der sichere Hafen sein sollte – das ist ja instinktiv in uns veranlagt – aber er war gleichzeitig auch Täter- oder Täterin.
00:15:44: Und dass es nicht vereinbar mit der Psyche ... Das ist so ein unendlicher Schmerz dass Menschen dissoziieren, dass sie wirklich auch ein hohes Risiko haben für andere psychische Erkrankungen dann.
00:15:58: Und es gibt kein Konzept wie Beziehung funktionieren kann.
00:16:01: Es gibt immer nur diesen Impuls von Komm her und Geh weg in einer ganz starken Ausprägung und anders als bei den anderen ängstlichen Bindungsdien, die ja ihre Strategie gefunden haben, die jetzt im Erwachsenenalter nicht gesund ist aber die damit klargekommen sind Die gibt es bei dem desorganisierten Typ gar nicht.
00:16:22: Und das sind wirklich ganz häufig Menschen, bei denen sich die Gewalterfahrung, die sie sammeln mussten auch dann gegen sich selbst richtet.
00:16:34: Gerade auch noch mal vielleicht als Hintergrund, gerade wenn man vielleicht sowas merkt im Team.
00:16:37: Da gibt es ja ... Ich hab das immer mal, wenn ich mit Führungskräften spreche die Teammitglieder haben, die sich zum Beispiel die Arme aufritzen oder die ... Also da denk' ich jetzt vielleicht ein bisschen dran.
00:16:47: Das muss man jetzt nicht gleich pauschal in die Schublade packen aber vielleicht da so etwas hellröger zu werden.
00:16:51: wie kann man dann im Netzwerk Hilfe dazu holen ohne selbst die Verantwortung zu übernehmen?
00:16:56: Ich habe grade so ein bisschen auch an die daran gedacht was für Menschen und viele Frauen natürlich in Führungsposition sind.
00:17:04: Zum einen hast du den ängstlich vermeidenden angesprochen, wo diese Taffnis ja oft dahinter steckt und die wahrscheinlich sich so durchgeboxt haben gerade in einer männerdominierten Welt in Führungsposition zu kommen weil sie so ich brauche kein... Ich sag das macht das jetzt ja alleine.
00:17:19: da sehe glaube ich habe einige Bilder im Kopf wo ich ein paar Frauen sehe wo es mir wurde so ein bisschen zumindest ein paar Anzeichen in die Richtung gehen und gleichzeitig auch ein bisschen dieses diesen ängstlich amivalenten hast du es, glaube ich genannt.
00:17:32: So diese vielleicht auch manchmal die Mutter im Team, die so ein bisschen sich um alle kümmert und manchmal vielleicht dann aber auch wütend wird wenn das Team sie nicht beachtet oder mal nicht auf ihre Ansagen hört.
00:17:47: Ein bisschen höre ich da manchmal sowas raus.
00:17:48: Ich weiß nicht ob du das so bestätigen kannst dass man so eine Tendenzen natürlich auch im Job irgendwo sieht in den Verhaltensweisen?
00:17:54: Klar!
00:17:54: Auf jeden Fall also... Wie ich eben auch schon gesagt habe, das kommt überall raus.
00:18:00: Mal intensiver, mal nicht so intensiv.
00:18:03: Auch natürlich abhängig davon wie authentisch kann ich sein und was sich auch noch dazu sagen möchte es gibt natürlich Mischform.
00:18:12: also Es kann sein, dass du in gewissen Bereichen schon gut sicher gebunden bist.
00:18:16: Vielleicht haste auch schon ein bisschen was aufgearbeitet und trotzdem kommt in einigen Situationen noch die Tendenz des vermeidendeten Bindungsdeals raus oder des ambivalenten Bindungstils raus.
00:18:26: also das ist nicht immer so ganz scharf von da ab zu trennen Und es hängt natürlich auch immer davon ab Was bringt denn gegenüber mit?
00:18:34: Also wenn du da jemand Hochvermeidenden neben dir hast Klar stärkt das in dir die Empathie, klar versuchst du dann irgendwie jetzt eine Verbindung zu diesen Menschen aufzubauen und diese Tendenzen, die sonst vielleicht gar nicht so ausgeprägt sind werden gerade viel größer.
00:18:51: Also du kannst nur fünfzig Prozent von der gemeinsamen Dynamik mit einem anderen Menschen beeinflussen und die andere Hälfte kommt von dem, der dagegen übersetzt.
00:19:01: Ja, ich sehe mich selber auch in verschiedenen Meeting-Konstellationen wo man ganz unterschiedliche Persönlichkeiten hatte und wie das dann natürlich die eigene Dynamik mit beeinflusst.
00:19:10: Sehr sehr spannend da genauer hin zu gucken wenn wir jetzt ein bisschen auf Liebe im Job gehen.
00:19:16: Da spielen diese Muster nicht nur auf der beruflichen Ebene eine Rolle sondern vielleicht auch wie man zueinander findet oder wie sich jemand aussuche oder wie er sich nähe entwickelt oder was auch immer.
00:19:26: Eine kurze Sache, bevor wir weitermachen.
00:19:28: Am XXIII und Vierundzwanzigsten Juni gebe ich eine kostenfreie Webinar-Serie jeweils um achtzehn Uhr!
00:19:37: Und es geht um die Frage, die mir immer wieder gestellt wird – wie werde ich als weibliche Führungskraft ernst genommen und respektiert?
00:19:44: Von dominanten Teammitgliedern von arrogantem Führungsebene.
00:19:48: Zwei Abende Viel Klarheit, keine Kosten.
00:19:51: meldet dich über den Link in den Schonutz an und ich freue mich riesig wenn du dabei bist.
00:19:56: Du hast ja so ein bisschen diese Bindungsstile auch oder nicht nur bisschen, da hast du sehr ausführlich uns näher gebracht.
00:20:03: Wenn ich auch so ein bisschen überlege, wann fängt es an?
00:20:06: Dass sich vielleicht auch eine Chemie verändert.
00:20:08: Ja wenn ich jetzt irgendwo einen Kollegen oder eine Kollegin oder wie auch immer die Konstellation ist.
00:20:14: Wo merke ich ob das echte Chemie ist, sodass ich das Gefühl habe da fühle ich mich wirklich attraktiv angezogen.
00:20:19: Oder wo merke Ich, da gehe ich vielleicht auch in ne alte Wunde irgendwie rein.
00:20:22: Die, wo ich irgendwie davon getriggert, ich weiß gar nicht ob ich das Wort sagen darf aber so in diese Schiene gehe.
00:20:29: Woran kann ich das irgendwo erkennen?
00:20:32: Das ist man sich gar nicht so leicht zu unterscheiden.
00:20:34: Gut, dass du es ansprichst ja?
00:20:37: Weil wir natürlich auch geprägt sind von dem Bild wie Liebe auszusehen hat.
00:20:43: also ich denke an die Disney-Filme mit denen wir aufgewachsen sind und Hollywood an diese Intensität die dann doch häufig mit dem Verliebtsein dargestellt wird.
00:20:55: Es muss ein Feuerwerk sein Achterbahn der Gefühle Ganz, ganz viel Leidenschaft und vielleicht auch ein bisschen Schmerz.
00:21:03: Und diese Intensität die ich mir natürlich auch im beruflichen Setting begegnen kann, die spricht nicht immer für eine gesunde Bindung, die sprecht nicht immer von einer gesunden Dynamik weil genau wie du sagst dieser Intensität entsteht oft dann bei Kombinationen die mich an alte Wunden erinnert.
00:21:24: Und wenn wir jetzt mal uns die Bindungsdiele so ein bisschen rauspicken, also ich habe da auf der einen Seite den ängstlich ambivalenten, also den Menschen, der sehr gut daran ist für das Gegenüber sich anzupassen.
00:21:36: Der ganz viel Gefühl mitbringt und er super viel Bereitschaft hat, das zu machen was der andere verlangt.
00:21:44: Weil das war früher eben funktional, ne?
00:21:46: Das hat dazu beigetragen dass diese erste Bezugsperson geblieben ist.
00:21:51: So nah wie möglich!
00:21:53: Und dann hast du auf der anderen Seite jemand, der hat gelernt mit Dominanz und Selbstbewusstsein.
00:21:59: Mit klaren Regeln wann wir uns nahe sein dürfen und wann nicht.
00:22:03: also eher ein Bindungsängstler, der gar nicht so viel Gefühl zeigt sich das vielleicht innerlich aber wünscht ja der steht auf der Anderen Seite.
00:22:14: und dass ist eine Kombination die ganz häufig einfach in so eine explosive Verbindung geht Weil der eine gibt den Ton an, lebt seine Dominanz und der andere geht in die Anpassung.
00:22:29: Und manchmal kommen da auch noch so leicht nazistische Züge dazu bei den Bindungsängstlern.
00:22:37: Also ne Überkompensation von der inneren Unsicherheit, die dann gerade bei dem offensichtlichen Nazisten oder einer offensichtlich nazistischen Tendenz gelebt wird.
00:22:49: Die ist erst mal total ... oder die kann total groß und anziehend wirken, vielleicht auch mächtig und begeisterungsfähig.
00:23:05: Das passiert immer wieder.
00:23:06: Bindungsengstler trifft Verlustengstler.
00:23:09: Da kann so was entstehen wie ein Trauma-Band.
00:23:13: Eine suchtähnliche Verbindung, die sich ganz intensiv anfühlt, aber nichts mit Liebe zu tun hat Weil was für den Bindungsängstler ganz typisch ist, dass er eine intermitierende Verstärkung zeigt.
00:23:26: Das bedeutet das ich mal verfügbar bin, mal Nähe zulasse also dieses On-Off verhalten und dann aber in die Distanz gehe und sage wir haben jetzt keinen Kontakt mehr oder ich melde mich nicht oder vielleicht sogar im späteren Verlauf ich trenne mich Und dann kommt aber weder die Phase der Wolke sieben und es werden ganz viele Glücksdarmone ausgeschüttet, die denn nur eine Frage der Zeit bis es wieder eine Phase der Distanz gibt.
00:23:52: Wir wissen aus der Forschung dass diese intermittierende Verstärkung sucht ähnliche Gefühle auslöst.
00:24:01: Das hat dann leider überhaupt nichts mit den Menschen zu tun!
00:24:05: Das ist auch nicht dein Soulmate Das ist einfach eine Art und Weise ... Genau, es ist ungesund.
00:24:12: Es ist eine Art- und Weise unser Gehirn in ein Hormoncocktail zu versetzen bei dem das Liebeshormon, das Kuschelhormonen was ja wirklich vergleichbar ist mit so einem Koksrausch immer wieder gefordert wird.
00:24:24: aber es wird halt auch immer wieder weggenommen.
00:24:29: Ja und da finde ich muss man wirklich lernen Abstand vonzunehmen weil ist natürlich das Bild erst mal gut bedient von wow große Gefühle, viel Leidenschaft.
00:24:44: Einfach viel Drama!
00:24:47: Aber das muss gar nicht gut sein.
00:24:51: Das Gehirn auch leider so gemein und idealisiert dann wahrscheinlich auch irgendwelche Verhaltensweisen und guckt auf was so vermeintlich gut ist und das Negative wird ausgeblendet werden vermute ich auch oder?
00:25:03: Ja, natürlich.
00:25:04: Die Hoffnung trägt dich durch diese Prozesse, dass es ja genauso schön werden kann wie das letzte Mal.
00:25:11: und dann fängt das auch noch meistens mit so einem Loftbombing an.
00:25:14: Das heißt die Person, die da in dem aktiven Part sitzt ... Wahrscheinlich eher der Bindungsängstler, der eben sagt okay, das lasse ich jetzt zu und das nicht!
00:25:25: Und am Anfang ist es ein Spiel wo erst mal das Gegenüber eingefangen werden muss.
00:25:32: Ich weiß, das hört sich jetzt sehr fies an wenn ich das sage und hoch manipulativ.
00:25:36: Aber genau diese Tendenzen spielen damit rein!
00:25:38: Und Lovebombing bedeutet ja... Das hat man schon öfter gehört, ne?
00:25:42: Ich erzähle dir von unserer rosa roten Zukunft und du bist die einzige oder der Einzige und so was wie mit dir?
00:25:49: das habe ich noch nie gespürt und vielleicht werden genau die Knöpfel gedrückt, die du dir genau wünscht.
00:25:57: Vielleicht ist es das, was du schon immer hören wolltest.
00:26:00: Und dann merkst du nach und nach ... Das waren irgendwie mehr Luftschlösser als dass jetzt auch umgesetzt wird.
00:26:06: Wir sind gar nicht im gemeinsamen Urlaub in Paris und wir sind auch nicht nach drei Monaten zusammengezogen.
00:26:13: Ja und so bröckelt das danach und nach aber trotzdem bedient sich unser Gehirn dann immer wieder an der Hoffnung von dem, was mal geschaffen wurde durch Worte.
00:26:25: Deswegen gebe ich auch immer diese Reflektionsfrage mit.
00:26:30: Wie passen die Worte zu dem Verhalten?
00:26:33: Und verhalten trumft immer das gesprochene Wort.
00:26:38: Action zählt, ja so wichtig.
00:26:42: und ich stelle mir gerade die Frage so müssen jetzt alle deinen Buch lesen und wissen welcher Bindungstypfe sind damit wir einfach nicht in ungesunde... Beziehungen reinrutschen nicht nur auf der partnerschaftlichen Ebene, es hat ja auch noch andere Dynamiken jetzt auf der beruflichen Ebne.
00:26:55: Ja genau so gerade wenn ich daran denke dass dann Frauen vielleicht noch nicht unbedingt in Erführungspositionen sind.
00:27:01: aber dieser was du auch gesagt hast dieser ängstlich ambivalente beispielsweise glaube ich wenn ich das richtig einsortiere der neige ängste liefer meidende war.
00:27:10: das glaube ich.
00:27:11: Ich weiß nicht, ob ich es jetzt durcheinander bringe.
00:27:12: Aber dieses wo ich eher auch mich anpasse... Ja das passiert ja auch gerade im beruflichen.
00:27:17: natürlich, dass sich den Teammitgliedern ungesund irgendwann anpasst und dass wir alle mal Kompromisse eingehen ohne Frage, aber wenn ich immer wieder merke, ich verbiege mich dann ist es ja auch gut, wenn ich allgemein weiß, wo stehe ich grad mit meinem Bindungstil?
00:27:30: Und wo beeinflusst das auf meine unterschiedlichsten Beziehungsebenen?
00:27:35: Absolut!
00:27:35: Also ich gebe ja auch viele Business Coachings Egal, mit welchem Hardcore-Business Thema wir einsteigen.
00:27:45: Ich lande trotzdem genau bei diesen Punkten!
00:27:48: Weil es ist die Frage von ja ich merke...ich kann so schlecht nein sagen und ich möchte jeden meinem Team recht machen oder in der Verhandlung mit meinem Vorgesetzten mit dem Vorstand da fällt mir das und das schwer.
00:28:02: Ja warum denn?
00:28:04: Und wenn wir uns mit dem Warum des Warums beschäftigen, dann landest du bei deinen Bindungsdielen.
00:28:10: Da landest Du bei den Erfahrungen die Du gesammelt hast und die bei Dir eine Logik geschaffen haben oder genau so dieses was ich ganz oft höre euch mach mir Gedanken was denken die anderen?
00:28:23: mögen die mich noch, wenn ich jetzt Karriere mache.
00:28:26: Mögen sie mich, wenn Ich XY sage oder mache und das natürlich im beruflichen Kontext auch auf einer gewissen Bühne passiert?
00:28:35: Ja warum habe ich dann diese Sorgen?
00:28:40: Was interpretiere ich denn in Beziehungsebenen rein?
00:28:42: Welche Erwartungen schwingen damit?
00:28:45: Warum verlasse ich mich vielleicht auf Menschen die mich eigentlich immer wieder ziemlich schlecht behandeln und mir Signale senden, dass das keine verlässliche Beziehung ist.
00:29:00: Und dass es auch keine beidseitige Beziehungen sind in die wir beide investieren?
00:29:04: aber du merkst du investierst trotzdem weiter?
00:29:07: Warum ignorierst du das?
00:29:13: Ja, es ist so wichtig zu gucken wo stehe ich eigentlich gerade und was?
00:29:16: wie beeinflusst das meine unterschiedlichsten Beziehungen auch gerade in Hierarchiesystemen.
00:29:20: Gerade als Frau, wo ich natürlich auch nochmal sozial anders geprägt bin zu gucken was schwingt da mit?
00:29:25: Und wie kann ich so einfach mehr in die stärkere Selbstführung oder du hast auch das Wort selbst Empathie oder auch selbst Mitgefühl zu gehen weil wir einfach dadurch offener sind uns selber zu beobachten?
00:29:37: Jetzt gehe ich mal davon aus, es entwickelt sich vielleicht eine gesunde Liebe.
00:29:41: Eine gesunde Liebesbeziehung die ja vielleicht am Anfang gerade immer so ein bisschen gibt ja noch so diverse alte Floskeln wie nicht in der eigenen Firma und so weiter.
00:29:51: Ich möchte jetzt die ganzen englischen Begriffe dazu nicht wiederholen.
00:29:54: Aber jetzt hat sich das trotzdem ergeben wenn man verliebt sich vielleicht in jemandem im Unternehmen.
00:30:00: Jetzt ist ja grade diese Entscheidung dann oft da.
00:30:02: wann kommunizieren wir es?
00:30:05: Gibt es da so auch aus der Psychologie den richtigen Moment, wo wir sagen das ist jetzt wirklich was Ernstes.
00:30:10: Jetzt ist die Zeit da, wo man sagt dass jetzt der Zeitpunkt ist erreicht und dann erkenne ich das.
00:30:15: Jetzt können wir uns sozusagen ins Out hingehen?
00:30:19: Ich kenne ihn nicht!
00:30:23: Was mir dazu einfällt... ist das natürlich jede Beziehung Phasendurchläuft.
00:30:28: Und wenn ich jetzt in der Honeymoon-Phase bin, in der man sich wirklich noch beschnuppert und vielleicht schon festgestellt hat okay wir sind kompatibel.
00:30:37: also damit meine ich Wir haben eine ähnliche Vorstellung davon die Beziehungen für uns aussehen soll.
00:30:41: Wir haben ähnlichen Dinge, die wir uns für unser Leben wünschen und Das geht alles gut Hand in hand.
00:30:48: Dann sind wir trotzdem noch komplett in dem Hormon raus.
00:30:51: Wir haben beide die rosa-rote Brille auf.
00:30:53: Wie idealisieren uns gegenseitig?
00:30:55: Wir sind weniger schmerzempfindlich, da gibt es ganz spannende Studien zu das Frischverliebte wirklich weniger Schmerz empfindlich sind wenn man den so kleine Elektroschocks gibt.
00:31:04: also ist ziemlich beängstigend auch dass man da ehrlicherweise nicht so wirklich man selbst ist Und es braucht eine Zeit, bis du in die Desillusionierungsphase kommst.
00:31:16: In dieser Ernüchterungsphase wo dann vielleicht auch mal der erste Konflikt auftaucht und man über die geteilte Kehrarbeit spricht oder man die eigenen Freunde wieder mehr trifft und die eigenen Interessen verfolgt und diese absolute Lust aufeinander und ja vielleicht auch manchmal so ein Überfokus wurde einfach nachgelassen hat.
00:31:35: das ist alles fein dass darf alles sein.
00:31:37: Aber wenn du mich jetzt fragst, wann ist der richtige Zeitpunkt?
00:31:40: Ich glaube, ich würde mal so ein bisschen abtasten.
00:31:43: Stecken wir noch in der Honeymoon-Phase oder sind wir den Schritt weiter und sehen uns in unserer Gänze des Menschseins die bei jedem Menschen auch Eck und Kanten mit sich bringt und vielleicht den schlechten Geruch am Morgen, wenn man aufsteht.
00:32:00: Also dieses Okay ja wie sehen uns jetzt wirklich?
00:32:03: und wir mögen uns trotzdem und wollen den Weg weitergehen Weil natürlich schlägt das eine Welle.
00:32:09: Und ist es die Frage, wann möchte ich mich dieser Welle stellen?
00:32:15: Ich persönlich würde mich wohler fühlen wenn ich wüsste, dass es einfach so ein bisschen gesettelt war.
00:32:20: Ja ja, ich resoniere total mit mir auch gerade was, wenn ja so potenziell vielleicht das Ganze wieder zurücknehmen muss weil wir eben noch in der Honeymoon Phase sind und uns illusioniert selber nur angeguckt haben.
00:32:32: Wenn ich mir dann vorstelle, ich bin noch in der Firma jetzt muss ich wieder irgendwann sagen ist doch vorbei.
00:32:37: natürlich gehört das vielleicht mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit auch dazu.
00:32:40: aber wenn die Wahrscheinlichkeiten reduzieren kann dann ist es glaube ich auch fürs eigene System glaube ich ein bisschen angenehmer.
00:32:45: Jetzt gibt es ja gerade bei Frauen immer mal so ein bisschen die Konstellation oder die Sprüche, die hat sich hochgeschlafen.
00:32:53: Oder auch andersherum.
00:32:54: sie ist vielleicht Führungskraft erst, vielleicht dann oder sie was auch immer.
00:32:57: Die Konstellations im Team, so Hierarchie-Themen... Was sagt da die Psychologie inzwischen?
00:33:04: Ist das noch ein bisschen weil wir mit diesen Klischees aufgewachsen sind oder stecken da wirklich noch irgendwelche psychologischen Muster drin?
00:33:14: Also das ist für mich ehrlicherweise patriarchat.
00:33:17: Das ist eine Sexualisierung der Frau, es ist auch eine Bewertung des Sexualität der Frau die für Frauen immer noch scharmbahafteter ist und ja kulturabhängige und variierende Grenzen mit sich bringt was da gelebt werden darf und was nicht und was für uns okay ist und was nichts stecken so viel Widersprüche drin.
00:33:43: Ich kenne von Seiten der Psychologie keine Einordnung, die das erklären könnte.
00:33:51: Man kann jetzt entwicklungsbiologisch draufschauen und sagen natürlich als Frau wenn ich in sexuellen Kontakt eingehe dann bringt es immer das Risiko mit sich dass sich auch eine Schwangerschaft ergibt und das hat natürlich Konsequenzen für mich als Arbeitskraft.
00:34:04: aber ganz ehrlich also Da muss ich schon dreimal um die Ecke denken, dass sich da was finde.
00:34:11: Ich werde ehrlich, ich werde einfach nur wütend weil das für mich ganz stark diese Bewertung ist von einer sexuell aktiven Frau und das darf nicht sein oder in bestimmten Rahmen, die halt die jeweilige Gesellschaft definiert und für den Mann gibt es diese Konventionen sehr viel weniger oder gar nicht?
00:34:31: Ja, das erlebt man ja oft auch wie viele Afferende laufen und das auch geduldet wird ja CEO, Senior-Führungskräften wo es völlig okay ist und der ist halt ein geiler Hengst oder was auch immer solche Sprüche das dann eher noch verharmlost wird.
00:34:46: Und bei Frauen ist dann schnell da Stempel drauf und das auch sehr verletzend oft und deswegen umso wichtiger mit Sicherheit zu gucken.
00:34:54: man ist eine richtige Zeitpunkt so etwas zu kommunizieren gerade auch mit der Hannimunphase usw.
00:34:59: weil die Rahmenbedingungen sind leider noch wie sie sind.
00:35:03: also es heißt nicht dass wir uns dem dass wir nicht damit auch trotzdem offen umgehen, aber trotzdem zu gucken wie weit ist das System eigentlich.
00:35:11: Was kann das anabfangen?
00:35:12: Und da merken wir ja oft, dass das System leider noch nicht so weit ist wie wir schon oft sind.
00:35:17: Das ist leider die ernüchternde Wahrheit muss man am Ende des Tages sagen.
00:35:22: Ja und es schwingen einfach verschiedene Ebenen mit.
00:35:24: also mir selbst ist das auch schon begegnet, dass ich sexualisiert wurde aufgrund meines äußeren Erscheinungsbildes oder aufgrund einer Kleidung, die ich gewählt habe.
00:35:36: Mit der Sexualisierung geht auch oft einher, dass dir die Kompetenz abgesprochen wird.
00:35:40: Dass dir die Intelligenz abgesprochen werden und diese Kombination und diese Assoziation begegnen mir beim Männern sehr viel weniger.
00:35:50: Es gibt es bestimmt vereinzelt auch aber ... Ja, es ist die scharmbahaftete Sexualität da drauf für mich Und das ist ein Fragestellender Kompetenzen unter der Intelligenze Wenn da eine Attraktivität dazukommt oder vielleicht auch eine gelebte Sexualität.
00:36:14: So traurig, dass wir an dem Punkt immer noch sind.
00:36:17: Da sind wir definitiv nicht bei der Gleichberechtigung oder Gleichstellung angekommen und das ist glaube ich was viele Frauen beschäftigt wenn sie in solche Situationen kommen wo wirklich echte Liebe ist und gleichzeitig der Mikro-Kosmos um einen herum, vielleicht noch wirklich mikrokosmotisch denkt.
00:36:34: Und wir genau dann diese Situation haben, wie gehe ich eigentlich damit souverän um oder wechsle ich sogar den Job?
00:36:39: Also ich hatte auch Kontakt mit einer die den Job dann gewechselt hat weil sie sagte es ist für mich jetzt... Der berufliche Weg ist dem Unternehmen sonst geschrieben und das ist schade dass wir da an dem Punkt noch so sind.
00:36:53: Jetzt denken wir mal vielleicht auch in einer anderen Konstellation, weil das gehört ja vielleicht ein bisschen dazu.
00:37:00: Gehört wahrscheinlich auch komplett in die Patriarchalen Muster rein.
00:37:03: also eine Frau-Inführungsposition sehr erfolgreich.
00:37:08: Vielleicht erfolgreicher als wenn man es jetzt an den Klischees festmacht, weil sie einen höheren Titel hat, weil sich eine höhere Position hat.
00:37:14: Erfolgreicher als jemand im Team verliebt sich aber im Team oder mit jemand anderes.
00:37:21: was Also hält mich das sozial geprägt auf, da eine Beziehung einzugehen.
00:37:26: Was passiert da?
00:37:27: Was habe ich dann vielleicht auch für ein Gedankenchaos?
00:37:30: Ich denke schon.
00:37:33: Es gibt immer noch die Tendenz, dass sich Männer Partnerinnen aussuchen, die ihnen entweder unterstellt sind oder maximal auf Augenhöhe sind und dass sich Frauentendenzieher Partner aussuchen ,die ihnen überstellt ist.
00:37:49: Und wenn ich jetzt als Frau den Weg Wähle, dass ich mir einen Partner suche der mir unterstellt ist im Bildungsgrad im Titel was auch immer.
00:38:00: Dann vermute ich dann befürchte Ich das es etwas ist wofür ich mich gesellschaftlich rechtfertigen muss?
00:38:08: Weil wie ist das denn dann wenn ihr Kinder bekommt wer bringt den dann das Geld nach Hause?
00:38:12: und Du wirst ja eine Abhängigkeit sein und du wirst Ja nicht immer für die Familie da sein können.
00:38:19: Also diese Fragen kommen dann einfach häufig auf.
00:38:22: Und es ist immer noch so dieses Denken von okay, der Mann.
00:38:26: Also maximal Augenhöhe aber besser noch ersteht über dir.
00:38:31: Der Provider sozusagen, der liefert und prudt
00:38:34: sich
00:38:35: quasi.
00:38:37: Das ist ja auch wirklich was du in Sozialstudien noch siehst.
00:38:41: Die Frau wird auf Hilfsbereitschaft, Empathie und Fürsorglichkeit sozialisiert.
00:38:47: Der Mann ist der Versorger, der das Geld verdient.
00:38:50: Und es sind auch immer noch die Rollenbilder, die gerade nach der Geburt eines Kindes in Familien greifen.
00:38:58: Weil das ist natürlich Stresssituation pur, kleines Kind kommt auf die Welt, Schlafmangel, neue Situationen, alle müssen sich finden.
00:39:06: und wenn du dich nicht darauf vorbereitet hast ... dann ist die Wahrscheinlichkeit extrem groß, dass wir auf alte Rollenbilder zurückgreifen.
00:39:15: Auf Muster und Automatismen, die das Gehirn schon kennt, weil da braucht es keine Energie.
00:39:20: Und je größer der Stress ist, desto wahrscheinlicher ist, dass dieses alte Muster auch gelebt wird.
00:39:26: Genau das siehst du!
00:39:28: Also spätestens bei der Geburt eines Kindes wenn Du Dich nicht darauf vorbereitet hast, wirst Du als Frau zu der fürsorglichen empathischen Kümmererin und als Mann zum Versorger.
00:39:43: Übernimmst den größeren Teil der Kehrarbeit, überlegst ob du in Teilzeit gehst weil es machen alle anderen ja auch?
00:39:48: Weil das ist ja so sicher!
00:39:49: Weil alle anderen das ja auch machen.
00:39:53: So spannend dass sie auch nochmal aus der psychologischen Sicht zu sehen.
00:39:56: Und wenn ich so ein bisschen auch vielleicht auch das Thema... Ich habe das immer mal wieder auch im Kontext Wenn ich mit Unternehmen arbeite oder auch mit Führungskräften arbeiten dann wird immer so'n bisschen... Machen wir manchmal so Übungen wie was ist denn eigentlich hier gerade der Elefant im Raum oder in der Organisation?
00:40:10: Und dann ist das manchmal die Trennung von jemanden, die nicht richtig ausgesprochen, die gemunkelt ist und die doch lange zusammen war.
00:40:17: Und er soll irgendwie mit jemandem fremdgegangen sein aus dem eigenen Unternehmen.
00:40:21: Das sind ja auch viele Dynamiken, die ein Unternehmen so ein bisschen unterschwellig stattfinden, auch gern zu Gossip führen... Und gleichermaßen vielleicht auch betroffene Frauen dahinter stecken, die vielleicht die Betrogende sind oder irgendwie in dem Ganzen verbannt wird.
00:40:36: Was ist davon?
00:40:37: Weißt du wie oft so was passiert?
00:40:38: Also gibt es da Statistiken zu.
00:40:41: wahrscheinlich wenn wir uns die Trennungstatistiken angucken ist das überträgt sich einfach auf den Beruflichen.
00:40:46: Wie kann ich damit vielleicht auch wenn ich entweder betroffen bin.
00:40:51: Vielleicht bin nicht die Getrennte Vielleicht sogar die Führungskraft, die eigentlich ein Ansehen hat.
00:40:56: Jetzt bin ich vielleicht die Getrennte was natürlich auch irgendwie wieder meine Kompetenz wahrscheinlich abschreib.
00:41:01: Ein Stück weit zumindest weil ich das ja nicht hinbekommen habe färbt es wahrscheinlich auf meine Wirkung ab.
00:41:07: wie kann ich damit souverän umgehen wenn Ich merke dass macht etwas mit mir und ich will das vielleicht auch auf der typologischen Ebene angehen.
00:41:16: Also ich bin einerseits ein großer Fan von Transparenz Und von authentisch sein Und wenn das gerade Teil deiner Realität ist und wichtige Bedingungen, du bereit bist diesen privaten Teil deines Lebens auch zu teilen.
00:41:33: Dann hast du es natürlich sehr viel mehr in der Hand.
00:41:37: In dem Moment wo du dieses Thema aufgreifst was ja so oder so anscheinend Teil des Flufungs- und des Gossips ist kannst du kontrollieren wie darüber gesprochen wird.
00:41:48: Aber du musst gleichzeitig auch bereit sein, dich eben so verletzlich und offen zu zeigen.
00:41:52: Und auch so privat.
00:41:54: Ähm
00:41:54: ... aber ja ich glaube alles andere was eben dieses für mich Menschsein also es ist ja menschlich dass diese Dinge passieren das gehört einfach dazu.
00:42:07: und wenn man versucht es zu verschleiern und es im beruflichen Alltag auszuklammern dann heißt es Ich muss eine Form der Maske aufsetzen Und das ist einfach extrem anstrengend.
00:42:20: Wie hoch der Grad der Transparenz jetzt ist und wie persönlich das für dich werden kann, das kann nur jeder selbst entscheiden.
00:42:27: aber ich glaube da wieder proaktiv zu werden und zu sagen dass gibt mir auch ein Stück weit Wieder Selbstbestimmtheit es gibt mehr.
00:42:34: auch wieder eine Kontrolle zurück Ist in so einem Fall total wichtig.
00:42:40: Ja, und auch grade was du sagst mit Energie.
00:42:42: Es kostet mich auch Energie dann das zu spielen ja?
00:42:44: Und die Energie kann ich vielleicht eher aufbringen indem ich in einem gewissen Grad damit offen umgehe gerade wenn es vor allen Dingen auch relevant ist und ich merke hey kann vielleicht mir nicht so gut konzentrieren im Meeting, weil mich belastet gerade vieles privat.
00:42:56: Wenn ich das selber vorlebe die Wahrscheinlichkeit des Teammitglieder vielleicht auch in solchen vulnerablen Phasen sich auch öffnen und ich sie besser greifen kann wenn ich da merke dass Leistungsabfall ist ja viel höher.
00:43:07: Das heißt nicht heißen wir alles vorleben müssen aber auch das aus der Perspektive zu betrachten und eher in die zumindest in einer gewissen Form der Offenheit zu gehen.
00:43:14: und gerade wenn es eine Relevanz auch im Arbeitskontext hat und das hat er eigentlich ehrlicherweise fast immer
00:43:20: Ja, natürlich.
00:43:20: Also du wirst in dem Moment deinen präfrontalen Cortex nicht so benutzen können wie sonst weil das einfach ein Stresslevel ist was du mit zur Arbeit bringst.
00:43:30: Wir können uns ja nicht zweiteilen.
00:43:31: wir können nicht sagen ich habe dann den privaten Stress und der bleibt zu Hause sondern hab' ich den beruflichen Stress und er bleibt an der Arbeit.
00:43:36: nein Du bist immer die Summe von beidem mindestens von diesen zwei Komponenten.
00:43:43: wenn es noch mehr gibt Genau wie du sagst, ich glaube in dem Moment wo du als Führungskraft das vorlebst gibst du inoffiziell die Erlaubnis dass alle anderen auch Mensch sein dürfen.
00:43:57: Und dass es eben nicht von Vorteil ist wenn wir so tun als ob nichts wäre und uns verstellen und uns versuchen irgendwie zu zwingen.
00:44:08: weil das wird mich... Das wird mich in ein Arrosel bringen was mich von meiner Peak Performance abhält, wenn ich es jetzt wirklich mal so runterbreche.
00:44:16: Und davon habe ich nichts, davon hat das Unternehmen nichts und es wird mir auch mental auf die Dauer damit nicht gut gehen.
00:44:24: Und wollen wir nicht alle, dass wir uns sehen?
00:44:29: Und wollen weh nicht alle ,dass wir da auf diese Dinge schauen wie wir für einander da sein können und wie wir eben unser Potenzial leben können?
00:44:37: Und vielleicht bedeutet das dann mal, dass ich auch als Arbeitgeber einen Kontakt herstelle zu einer therapeutischen Begleitung oder dass ich sage hey es gibt auch die Möglichkeit, dass du dich ein paar Tage rausnimmst.
00:44:49: Gerade bei einer Trennung was für ein organisatorischer Aufwand da oft auf einen zukommt.
00:44:54: andere Wohnung suchen viele Dinge einfach für sich klären.
00:44:58: also das gehört so unserem Leben dazu.
00:45:04: Ja, total.
00:45:04: Und das bringt auch das was du am Anfang gesagt hast zum Thema Female Leadership.
00:45:08: mehr Mensch sein ja und auch diese Facette gehört dazu.
00:45:11: wir sind wenn wir ein team echtes Team sein wollen dann gibt es Phasen wobei einander auffangen und dass in einem gesunden Gleichgewicht und dann gehörten mal eine Trennung oder Mal ein Sterben eines Verwandten oder was auch immer einfach gehört bei jedem irgendwie dazu.
00:45:26: Und da gehöre ich natürlich auch in meiner Vorbildfunktion, aber auch in meine Menschfunktion ... Oder Menschfunktion?
00:45:32: Ich weiß nicht, ob es das richtige Wort ist, aber in meinem Mensch sein, eine Menschlichkeit sein gestaltete einfach sehr viel mit.
00:45:37: Deswegen vielen Dank, dass du das noch mal so unterstreist, da eher an die Offensive zu gehen und zu gucken wie kann ich das mitgestalten.
00:45:44: Was würdest Du auch gerade wenn ich so ein bisschen über das Thema also das Thema Bindungsdiele... Wenn ich mir jetzt vorstelle hier hört jetzt grad ne weibliche Führungskraft zu, vielleicht gerade erst ein zwei Jahre in der Führungsposition.
00:45:57: Vielleicht auch schon bisschen länger?
00:45:58: Was würdest du ihr für eine Frage mitgeben damit sie für sich noch mal ein bisschen besser auf ihren eigenen Bündelstil guckt?
00:46:05: Ich führe ein kleines Emotions-Tagebuch von den Momenten, in denen dich unangenehme Gefühle über Manninnen und Frauen... Also wo kommt die Wut?
00:46:19: Wo kommt der Ärger?
00:46:21: Welche Gedanken kommen in diesem Moment auf?
00:46:24: Wo spürst du das im Körper, was macht es mit dir wenn du das dann noch mal aufschreibst.
00:46:28: Um herauszufinden wie gehst Du aah mit so einer Situation um?
00:46:33: also eine Wut entsteht jetzt zum Beispiel oft Wenn jemand unsere Grenzen verletzt wenn wir uns ungerecht behandelt fühlen.
00:46:41: Was ist dein Bewältigungsmuster und welche Gedanken verbindest du damit?
00:46:46: Und wenn man das auch für ne Woche macht da ist es echt Kann es sehr erhellend sein zu verstehen, welche Gedanken deine große Macht über dich haben?
00:46:58: Vielleicht so was wie ... Ich werd ja eh nicht ernst genommen.
00:47:02: Oder
00:47:03: ...
00:47:04: Ja, ich werd nicht gehört.
00:47:07: Das kenn' ich auch schon so und das war früher auch so.
00:47:09: Ach ja!
00:47:10: Und dann kommt das in die Box von früher aus.
00:47:13: Wie wenn's eine Schublade aufgeht und für dich macht das Ganze wieder Sinn.
00:47:17: Das folgt deiner Logik und du folgst damit auch deinem alten
00:47:20: Muster.".
00:47:21: Also gerade die unangenehmen Situationen, Konflikte, Situationen die dich an deine Grenzen bringen sind ein sehr guter Spiegel für unseren Bindungstil.
00:47:33: Für die Tendenzen die wir da mitbringen eigentlich immer dann wenn du am liebsten wegschauen wollen würdest weil du dir denkst oh ja nicht schon wieder aber das ist meistens das spannende.
00:47:47: Ja, sehr spannend.
00:47:48: Da kommen wahrscheinlich auch so Muster zu bestimmten Persönlichkeiten wahrscheinlich raus.
00:47:52: Ich merke die Person... da kommt vielleicht die Wut und bei der ist das irgendwie auch so, ob ich die nur alle halbe Jahre sehe vielleicht.
00:47:58: Sehr sehr spannend seine Muster beobachten.
00:48:00: Das sage ich ganz oft.
00:48:02: Führung durch deine Arbeit natürlich nochmal wesentlich intensiver auf der Ich-Ebene bezogen.
00:48:08: Führung ist Mustererkennung bei sich selber, aber auch bei anderen und da sollte ich definitiv bei mir erst mal anfangen.
00:48:14: Also vielen Dank für diesen Tipp und für diese Strategie!
00:48:17: Und ich habe drei letzte Fragen an dich, liebe Linda Marlene.
00:48:21: Wenn du an ein Coffee date denkst so wo du sagst mit der Frau?
00:48:25: Da hätte ich gerne mal eins.
00:48:26: Vielleicht lebt sie noch vielleicht ist ja auch schon verstorben.
00:48:29: Welche Person welche Frau kommt dir dazu in Kopf?
00:48:33: Coco
00:48:33: Chanel haha.
00:48:38: Ich habe mich mal ein bisschen näher mit ihr beschäftigt und ich finde sie ist so eine tolle Frau, die wirklich so viel aus dem nichts für sich erschaffen hat.
00:48:46: Als Weisenkind ohne jegliche Connections, ohne Unterstützung hat sie die weibliche Mode revolutioniert, hat uns vor dem Korsett befreit.
00:48:58: Einerseits liebe ich Mode und andererseits oder sagen wir lieber on top, finde ich es ist das auch immer wieder so ein Ausdruck von wo stehe ich als Frau.
00:49:07: Also was erlaube ich mir?
00:49:10: Auch gerade gegen Konventionen sich zu kleiden und damit dem ganzen Ausdruck zu verleihen.
00:49:17: Das finde ich total bewundernswert.
00:49:18: und dass noch in der Zeit die schon viele Jahre zurückliegt also da hätte ich eigene einige spannende Fragen, die ich gerne stellen würde.
00:49:26: ja
00:49:29: Also das finde ich auch sehr spannend.
00:49:31: Vielleicht sollte ich mich damit auch mal beschreiben, weil da so viel Mut drauf drinsteckt wie du es gerade beschreibst.
00:49:36: Das letzte richtig gute Buch was du gelesen hast jetzt zum einen natürlich dein Buch wirst du in einer Korrektur nochmal gelesen haben mit Sicherheit.
00:49:44: Was gibt's vielleicht noch?
00:49:45: Was du gerade vor kurzem gelesen hattest?
00:49:47: Ja von Brinny Brown ein Buch über Scham und Verletzlichkeit.
00:49:51: Verletzlichkeit macht stark genau Total schönes Buch und total wichtiges Buch, um Scham besser zu verstehen.
00:50:01: Aber auch wirklich die Kraft, die hinter dieser Verlässlichkeit auf uns wartet.
00:50:07: Und es war vielleicht auch noch mal eine schöne Einladung für alle, die diese starken Unabhängigkeitsdendenzen mitbringen, wo ich mich immer wieder selbst ertappe.
00:50:20: Die Stärke in der Weichheit zu sehen.
00:50:26: Was tut dir richtig gut nach einem langen intensiven Arbeitstag?
00:50:30: Duschen, spazieren und jetzt im Sommer in den See springt.
00:50:37: Sehr gut!
00:50:37: Das nacheinander oder danach duschen nach dem See?
00:50:41: Also wenn es den See nicht gibt dann nehme ich das Duschen.
00:50:44: aber so Element Wasser ist für mich wirklich alles abspüren mal also kurz wirklich sich spüren und im Moment sein Aber auch dass das physische Ja, so alles abwaschen.
00:50:58: Was sich über den Tag so angestaut hat und das macht total viel mit mir.
00:51:04: Gibt es wahrscheinlich irgendein japanisches Ritual oder ein buddhistisches?
00:51:07: Das stimmt!
00:51:09: Oder ein chinesisches.
00:51:12: Sehr
00:51:13: sehr cool.
00:51:13: Vielen vielen Dank an dich.
00:51:16: Ich sage ganz aktiv, dass Buch frei und trotzdem verbunden ist.
00:51:21: Ich werde auf jeden Fall jetzt fleißig lesen, denn ich bin sehr angefixt mehr über die Bindungstile zu erfahren Und dass sowohl private, aber natürlich auch den beruflichen Kontext viel zu gucken.
00:51:29: Was macht es mit uns?
00:51:30: Weil wir nehmen uns ja immer mit und von daher ist es Grundbasis und es reizt mich sehr.
00:51:36: und auch große Empfehlung an dich lieber Zuhörerinnen dazu schauen.
00:51:39: Wir packen den Link in die Schone so, sodass du da direkt zum Buch auch kommst.
00:51:43: Liebendank an dich, dass du all deine Expertise rein gesteckt hast ins Buch, aber auch uns ein bisschen Einblicke gegeben hast durch diese Podcastfolge.
00:51:50: Vielen vielen
00:51:51: Dank!
00:51:52: Sehr gerne.
00:51:53: das hat wirklich Spaß gemacht.
00:51:55: Vielen Dank auch an dich, liebe Zuhörerinnen und immer wieder.
00:51:57: Auch wenn dieser Appell oft kommt!
00:51:59: Bitte schau dass du diese Podcast-Feile weiter empfiehls eine Freundin einer anderen Führungskraft an wie noch immer du in deinem Umkreis hast wo du direkt denkst
00:52:08: das könnte passen
00:52:10: denn gemeinsam sind wir einfach ein bisschen stärker.
00:52:12: also vielen dank auf an dich liebe zu hören und wir beide sagen
00:52:15: tschüss.
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