#112 Warum Vereinbarkeit KEINE Frauensache ist – Mit Ronja Hoffacker
Shownotes
Warum erleben Frauen genau dann massive berufliche Einschnitte, wenn ihre Familie wächst? Warum rutschen so viele Paare in ein traditionelles Rollenbild, obwohl sie sich eigentlich etwas anderes vorgenommen hatten? Und warum lassen Unternehmen das Potenzial gut ausgebildeter Frauen und Mütter Jahr für Jahr ungenutzt liegen?
In dieser Folge spricht Kristin mit Ronja Hoffacker - Mitgründerin des Impact-Startups Equaly, ehemalige Strategieberaterin bei McKinsey und Expertin für Vereinbarkeit, Care-Arbeit und moderne Arbeitskultur. Mit Equaly begleitet Ronja Unternehmen und Paare dabei, Strukturen zu schaffen, die Care-Verantwortung nicht länger benachteiligen, sondern echte Karrieren mit echten Lebensrealitäten ermöglichen.
In dieser Folge erfährst du unter anderem:
👉 Warum Frauen mit drei Kindern rund eine Million Euro im Laufe ihres Lebens verlieren
👉 Wie Paare unbewusst in ein traditionelles Rollenbild rutschen und wie du das verhindert
👉 Welche drei Mythen rund um Vereinbarkeit am hartnäckigsten sind
👉 Warum Planbarkeit und Flexibilität gemeinsam die stärkste Struktur für Teams bilden
👉 Wie ihr Grenzen setzt, ohne euch dafür zu entschuldigen
👉 Was die Glas- und Plastikballübung mit gesunden Prioritäten zu tun hat
👉 Warum Role Models außerhalb des eigenen Unternehmens oft die wichtigste Ressource sind
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Transkript anzeigen
00:00:00: Was wir sehen, ist dass es in Branchen so eine gewisse Aufbruchstimmung gibt.
00:00:05: Entweder weil sich vielleicht auch die Geschäftsführung geändert hat bei einem Familienunternehmen und man sagt hey dann möchte ich jetzt auch mal ein bisschen frischen Wind reinbringen oder ich bin vielleicht selber eine Frau und verstehe nicht warum ich hier quasi nur Männer sehe.
00:00:20: aber es muss eine gewissen Bereitschaft insbesondere von der Führung geben weil du schaffst es nicht Strukturen aufzubrechen wenn quasi die Geschäftspführung sagt kein Problem oder wir wollen gar nichts verändern.
00:00:32: Herzlich
00:00:32: willkommen zu female leadership on air, dem Podcast für Frauen die ihre Führungspersönlichkeit wesentlich mehr einbringen und ihren beruflichen Weg mehr gestalten wollen!
00:00:42: Mein Name ist Christine und wenn wir über das Thema Führungspersönlichkeit mehr einbringen, berufliche Weg aktiv gestalten nicht vorbei und das ist das Thema Vereinbarkeit.
00:00:55: Wie kann ich es vereinen, dass Führung für mich funktioniert?
00:00:59: Dass sich auch wirklich meine Führungspersönlichkeit einbringen kann weil ich nicht irgendwie auf dem letzten Zahnfleisch grieche.
00:01:05: und genau deshalb habe ich eine Expertin heute zu Gast Ronja Hofacker.
00:01:10: sie ist mit Gründerin des Impact Startups Equally und sie ist eben Expertin für Vereinbarkeits aber auch Kehrarbeit Arbeitskultur, die uns Frauen vor allen Dingen abholt.
00:01:21: Ronja hat früher war sie auch Strategieberaterin bei McKinsey also bringt sehr viel Expertise auf, vor allem strategisches Wissen mit und hat dann während ihrer Elternzeit gegründet und dazu erfahre ich bestimmt gleich mehr was da so der Auslöser war und ich heiße dich auf jeden Fall sehr herzlich willkommen!
00:01:39: Ja vielen Dank dass ich hier sein darf
00:01:42: Sehr schön.
00:01:42: Bevor ich oder irgendwie hängt es ja alles zusammen, aber ich würde gerne eine Frage auch dir stellen die ich um am Anfang stelle und zwar wenn du so an Female Leadership denkst mit gerade fast früher Frauentag, Muttertag ist alles immer so in dem Jahr oder in der Jahreszeit was kommen dir beim Thema Female Leadership für Gedanken?
00:02:04: Ja also erstmal denke ich einfach an eine weibliche Führungskraft.
00:02:07: das ist ja schon... braucht man vielleicht diesen Zusatzfemale teilweise dazu, weil wir alle ja auch diese Baieses im Kopf haben.
00:02:15: Und wenn ich als erstes an Führungskraft denke, habe ich auch erstmal den Mann im Anzug sozusagen im Kopf, den einem dann die KI zuverlässig generiert, wenn man das reingibt.
00:02:25: Ich denke aber auch an Wärme würde ich sagen, an weiblich konnotierte Eigenschaften, die gesellschaftlicher oftmals abgewertet werden, würde ich sagen.
00:02:35: Aber eigentlich total wertvoll sind also Kollaborationen, Empathie teilweise vielleicht auch... mehr Vorsicht, mehr Risikobewusstsein.
00:02:43: Was ja gar nichts Schlechtes ist und ich meine damit nicht dass jetzt jede Frau per See so isst aber Ich sehe es ein bisschen als Gegenentwurf vielleicht zu dem klassischen Führungsverständnis von Dominanz Durchsetzungsvermögen Teilweise auch Rücksichtslosigkeit.
00:02:57: wo ich halt sagen würde für meinen Geschmack sehen wir davon aktuell zu viel in den Nachrichten vor allem Und da brauch's denke ich einen gegenentwurf und das kann dann viel mehr leadership sein.
00:03:07: Ja, auf das Stichwort was du angesprochen hast Risikobewusstsein gibt es ja auch vielleicht die kennst du wahrscheinlich auch aber tolle Studien die zeigen wie viel lukrativer Unternehmen dadurch werden weil sie eben bewusster in's Risiko gehen und nicht ego getrieben oder machtgetrieben unnötige Entscheidungen treffen.
00:03:25: Die vielleicht auch manchmal dann natürlich Arbeitsplätze oder andere Entscheidungen beeinflussen.
00:03:29: deswegen vielen Dank dass du das auch direkt eingebracht hast wenn du so heute auf deinen eigenen Weg schaust.
00:03:34: Du hast gegründet als du so in der Elternzeit warst.
00:03:38: Du warst ja früher sonst, ich kenn jetzt die Zahlen bei McKinsey nicht wie das da so mit den Anteilen von Frauen... Ich weiß dass da viele Frauen auch tätig sind aber ich weiß nicht ob es Fifty-Fifty ist, kannst ja gleich einmal eine Gegeben.
00:03:50: Aber was war so der Moment wo du gesagt hast?
00:03:53: Ich möchte jetzt gründen gerade in der Elternzeit!
00:03:58: Ja, das war nie so richtig mein Plan.
00:04:00: Das hat sich eher ein bisschen zufällig so ergeben.
00:04:03: Ich habe ja noch eine Mitgewanderin Luisa Plasberg und hab die kennengelernt.
00:04:08: Die hatte quasi die ursprüngliche Idee zur Equallye.
00:04:10: Und wir wurden dann von einer gemeinsamen Freundin einander vorgestellt weil Luisa Gesprächspartnerinnen gesucht hat, die versuchen sich die Kehrarbeit insbesondere mit Kind ... und mein Mann und ich haben das damals so gemacht.
00:04:25: Und dann habe ich gesagt, gerne stehe ich zu einem Interview zur Verfügung und fand es super spannend, hab immer weiter darauf rumgedacht und Luisa immer neue Ideen geschickt.
00:04:35: Dann hat sich das eben so ergeben, dass wir gesagt haben, wir wollen auch zusammen gründen.
00:04:40: Mich hat das Thema ... Gleichberechtigung und Gleichstellung schon früher umgetrieben, also dass ich eben auch bei meinem damaligen Arbeitgeber in der Women's Initiative war.
00:04:53: Also geschaut habe wie kriegen wir das denn besser hin?
00:04:56: Dass die Zahlen auch in den Führungsetagen besser werden was den Frauenanteil anbelangt und was sind so die strukturellen Hindernisse?
00:05:07: einfach super inspirierend da quasi weiter daran zu arbeiten an diesem großen Thema unserer Zeit, würde ich sagen.
00:05:14: Weil wir ja sehen die Frauen gehen eigentlich wahnsinnig gut ausgebildet in den Arbeitsmarkt rein.
00:05:20: es gibt auch de facto kein großen Gender Pay Gap bis zu dieser Zeit wo sie dann die Menschen älternd werden und die Frauen bitter werden Wo Sie leider nach wie vor ziemlich viel Benachteiligung am Arbeitsmarkt erfahren.
00:05:35: Ja, ich habe gestern, vorgestern gerade einen Vortrag gehalten zum Thema Sichtbarkeit von Frauen und gerade wenn man sich da noch mal wirklich auch die neuesten Statistiken anguckt.
00:05:45: Wir überholen in so vielen Bereichen was auch Qualifizierung angeht also gerade in den höheren Qualifikationen und wie du sagst der Einbruch kommt dann wirklich massiv gerade durch die Elternzeit.
00:05:58: deswegen vielleicht magst du uns mal ganz kurz erläutern equally für die dies nicht kennen?
00:06:02: Was macht ihr genau?
00:06:04: Wir arbeiten mit Arbeitgebern zusammen, um eben da die Strukturen zu schaffen, die Kehrverantwortung nicht benachteiligen.
00:06:12: Das heißt Menschen, die dann Kinder haben, die aber auch Pflegeverantwortungen übernehmen... haben ja häufig andere Anforderungen sozusagen an den Arbeitsplatz.
00:06:22: Und das entwickeln wir dann gemeinsam mit den Unternehmen, wie kann es für die spezifisch aussehen?
00:06:27: Wie muss sich das Arbeitsumfeld verändern damit diese Personen da bleiben, damit sie auch produktiv sein können, damit Sie sich auch weiterhin weiterentwickeln können was ja die allermeisten wollen Genau und arbeiten aber auch teilweise eben mit Pan privat zusammen.
00:06:45: Wir haben mal eine App gebaut, die sich das Thema Kehrarbeit anschaut.
00:06:49: also wie kann man das in der Partnerschaft besser verteilen?
00:06:52: Wir gucken auch ganz spezifisch oft auf diesen Elternzeitprozess wo ja sehr viele Weichen gestellt werden.
00:06:58: Also helfen dann auch die Entscheidungen möglichst objektiv treffen zu können weil häufig wird diese Entscheidung von Pan eher so ich sag mal ja aus einem Gefühl heraus vielleicht getroffen und dann beschreiben, dass viele so als wir rutschen in ein traditionelles Rollenbild.
00:07:17: Also das ist keine aktive Entscheidung sondern das passiert uns und da wollen wir eben helfen, dass das nicht so sein muss.
00:07:27: Und wenn ihr in diesen Gesprächen auch seid was sind denn die typischen Momente wo wir ins traditionelle Rollen-Bild rutschten?
00:07:33: Die Stillzeit und die Nähe der Mutter zum Kind, wann passiert das so ein bisschen unbewusst?
00:07:42: Es ist so, dass biologisch in einer Hetero-Beziehung es meistens so ist.
00:07:49: Die Frau ist eben schwanger und der Mann nicht.
00:07:51: Das heißt da geht es eigentlich schon los.
00:07:53: Also die Frau hat ja deutlich mehr Aufgaben direkt für das ungeborene Kind auch beschäftigt sich potenziell mehr damit.
00:08:02: Und hat aber ganz klar gesetzlich vorgeschrieben den Mutterschutz wo sie auf jeden Fall aus dem Beruf erst mal ... raus ist.
00:08:10: Und dann ist es eben so, dass in Deutschland die allermeisten Frauen dann noch deutlich länger Elternzeit nehmen.
00:08:15: also umgangssprachlich spricht man immer von diesen zwei Vätermonaten und das ist dann halt auch das was die meisten Väter die überhaupt Elternzeit nehmt dann neben genau.
00:08:25: und das heißt da geht die Schere sozusagen auf und es ist dann super schwer da wieder rauszukommen weil die frauen ja dann einen Erfahrungs- und Wissensvorsprung rund um das Kind aufgebaut haben.
00:08:39: Natürlich auch eine engere Beziehung zu dem Kind haben, denn sie verbringen ja deutlich mehr Zeit dann mit dem Kind und üben es zu regulieren beispielsweise.
00:08:49: Und gleichzeitig entwickelt sich die Karriere des Partners in dieser Zeit etwas mehr als einem Jahr mindestens Jahr weiter.
00:08:56: Das heißt der Gehaltsunterschied, der vielleicht schon vorher da war wird größer.
00:09:00: Dann ist es attraktiv oder ... Es wirkt erst mal logisch, sich weiterhin so aufzuteilen.
00:09:07: Das ist ja nicht so dass nach dem Jahr alles vorbei ist und man kann sozusagen wieder voll verfügbar sein für seinen Job sondern es ist ebenso das mehrere Jahre sind wo ein Kind vielleicht mal krank wird früher abgeholt werden muss es keine Kinderbetreuung gibt es nach der Schule betreut werden muss diese ganze Zeit.
00:09:25: das kumuliert sich dann Und das ist eben eine große Herausforderung, dass jetzt mit zwei Vollzeit-Plus-Jobs zu managen.
00:09:35: Und da ist nach wie vor die Lösung dann eher eine Person geteilt und die andere steht weiterhin dem Job zur Verfügung.
00:09:42: Das ist meistens die Frau, die beruflich zurücktritt.
00:09:46: Ja, so typisch noch aus den ... Wie du sagst auch so ein ... Ich glaub ... Oder dass wir in dieses traditionellere Bild rutschen Ernährermodell und wie wir es alle teilweise vorgelebt bekommen haben, was natürlich die Situation dann oft schwieriger und vermeintlich sich logisch anfühlt.
00:10:03: Weil du verdienst ja mehr?
00:10:05: Ja, dann stecke ich halt zurück weil wir brauchen auch das Geld, weil wir vielleicht das Haus finanzieren oder was auch immer.
00:10:10: Und es ist dann oft die logische Konsequenz und gleichermaßen und da kennen zu den Zahlen genauso wie viele andere auch bezahlen einfach wahnsinnig drauf ob's die Rente ist oder ob es grundsätzlich auch der berufliche Weg.
00:10:23: Und da müssen wir einfach sehr, sehr genau hingucken.
00:10:25: Deswegen bin ich sehr dankbar für die Arbeit, die er auch macht.
00:10:27: Jetzt hast du gesagt ... Bei dir war das mit deinem Mann oder Lebenspartner schon fifty-fifty, hast du glaube ich gesagt?
00:10:36: Hat dir schon sehr stark in der ... Als du schwanger warst drüber gesprochen und schon sehr viel ihn mit reingeholt, schon direkt integriert.
00:10:47: Wo hast du ihn schon viel früher, obwohl du ja noch gar nicht gegründet hattest, reingeholt?
00:10:52: Also nur noch mal kurz an dem Anzusetzen, was du gesagt hast.
00:10:55: Es gibt Zahlen dazu die sagen Frauen mit drei Kindern oder mehr verlieren tatsächlich eine Million Euro im Laufe ihres Lebens.
00:11:02: das finde ich halt immer so wahnsinnig krass in Deutschland Im Vergleich zu Frauen ohne Kinder also nicht einmal im vergleich zu den Männern wo es sowieso auch nochmal ein Gap gibt.
00:11:11: aber ja genau wir haben früh und sehr Konkret auch ausgetauscht, wie wir das machen wollen.
00:11:19: Das erleben wir bei Equally immer wieder, dass viele Paare das nicht machen.
00:11:22: Wir haben beispielsweise ein Vereinbarkeitsplaybook, wo man sich Fragen stellen kann, bevor das Kind da ist um sich dem so ein bisschen anzunähern.
00:11:33: Was dazu gekommen ist, war für mich sehr klar, dass ich das nicht möchte.
00:11:38: Dass ich nicht diese ... alleinige oder auch Hauptverantwortung haben möchte.
00:11:44: Und gleichzeitig war es für meinen Partner total klar, dass er auch eine sehr aktive Rolle spielen möchte und dadurch das dann eben zusammengekommen ist, war das Zielbild sozusagen ziemlich klar und dann aber noch unklar wie machen wir das jetzt operativ?
00:11:58: Also das ist auch immer sowas wo ich sage wie das dann im Alltag aussieht.
00:12:02: da spielt erstens immer noch eine dritte Person mit rein, nämlich das Baby.
00:12:07: Die Babys sind ja auch sehr unterschiedlich.
00:12:08: ist jetzt nicht so ... dass es da die Zauberformel gibt, die bei allen Kindern funktioniert und wie's sich anfühlt, ist natürlich dann noch mal unterschiedlich.
00:12:18: also man kann das auch nicht alles planen.
00:12:21: ich glaube wenn man das Zielbild klar hat und sich da einig ist, dann ist halt klar wir müssen auch darüber im Gespräch bleiben.
00:12:27: aber es hat sich bei uns auch immer wieder verändert was das für uns genau heißt.
00:12:32: Weil das ist halt nicht Ich sag mal, wir haben so die Stechuhe an und übergeben uns dann entsprechend die Kinder.
00:12:40: Und das ist jetzt zum Beispiel mit Kind Nummer zwei auch noch mal viel schwieriger geworden, weil jetzt hat man halt irgendwie ... Noch weniger Zeit, die dann übrig bleibt alleine oder als Paar.
00:12:50: Genau ich glaube dass es einfach wichtig, dass man sich schon einmal darüber austauscht was unser Zielbild ist und was heißt das auch konkret?
00:12:58: Also was heißt es auch konkret für den Mann und auch für mich als Mutter
00:13:03: Vielleicht sogar schon vor der Kindesplanung.
00:13:06: So was zu besprechen, bevor man da so überrascht wird?
00:13:09: Nee das will ich eigentlich
00:13:10: nicht.
00:13:10: Ja
00:13:10: genau!
00:13:11: Und dann eigentlich schon weiteres vorprogrammiert ist und wie du sagst diese fifty-fünfzig die sehen natürlich im Alltag ein Stück weit unterschiedlich aus.
00:13:19: vielleicht kleiner Einblick bei mir aktuell ist mein Mann zum Beispiel vier Wochen nicht da und ich bin mit allen drei Kindern alleine.
00:13:25: ja und das mache jetzt halt hundert Prozent in der Phase Und zugleich gibt's dann danach und davor Phasen, wo er teilweise auch eineinhalb Prozent macht.
00:13:37: Da kann man gut miteinander reden, weil man das Gefühl hat so hey ich mach hier grad mehr!
00:13:42: Dann ganz klar immer wieder das Positionieren und klarkommunizieren und wie du sagst wenn das Ziel bestimmt ist es.
00:13:49: auch.
00:13:50: überhaupt verhandelbar, immer wieder nachzuverhandeln und zu gucken.
00:13:53: Wie können wir das neu strukturieren?
00:13:54: Gerade wenn auch andere Tagesabläufe dazu kommen wie Schule mit Timings usw.
00:14:00: Deswegen finde ich es so wichtig erst mal dieses Zielbild zu haben und alles andere ergibt sich dann auch am Tagesalltag.
00:14:05: Und wenn wir jetzt ein bisschen auf Vereinbarkeit... Wir haben ja natürlich die Herausforderung.
00:14:09: also es gibt keine offiziellen Zahlen.
00:14:12: Ich habe zumindest noch keine richtig fundierten mal gefunden, wie viel Mütter in Führungspositionen sind.
00:14:19: Der Anteil ist relativ... Insgesamt sehr gering.
00:14:22: Der mag in manchen Bereichen vielleicht ein bisschen höher sein, je nachdem wo ich gerade arbeite aber insgesamt ist er relativ gering versus Väter die wesentlich mehr Entführungspositionen sind also Männer mit Kindern vs Frauen mit Kindern.
00:14:35: Das heißt die Weichen lege ich ja schon irgendwo in der Elternzeit zu einem großen Teil Aber natürlich auch mit dem Engagement von der Arbeitgeber-Innenseite.
00:14:47: Du hast gesagt ihr arbeitet da auch sehr stark mit Arbeitgeberninnen.
00:14:52: Merkst du wirklich, also was für unterschiedliche Unternehmen habt ihr?
00:14:56: Da sind da teilweise sehr traditionierte.
00:15:01: Wo man wirklich erst mal ein Brett bohren muss und manche die schon auf euch zukommen, die schon recht bereit sind.
00:15:07: Also die, die auf uns zukommen...da gibt es ja quasi so Ja, so ein Selection-Bias.
00:15:13: Die suchen ja schon was oder wollen schon etwas machen.
00:15:15: Das heißt das sind häufig jetzt nicht die traditionellsten Unternehmen mit denen wir da zusammenarbeiten sondern da gibt es schon eine bestimmte Bereitschaft.
00:15:23: Was wir schon sehen ist dass es teilweise eben in traditionelleren Branchen dann so eine gewisse Aufbruchstimmung gibt entweder weil sich vielleicht auch die Geschäftsführung geändert hat bei einem Familienunternehmen.
00:15:38: Und man sagt, hey dann möchte ich jetzt auch mal ein bisschen frischen Wind reinbringen.
00:15:42: oder ich bin vielleicht selber eine Frau und verstehe nicht warum ich hier quasi nur Männer in den Führungspositionen sehe?
00:15:50: Oder eben auch in Verbänden die sich dafür einsetzen die sagen wir haben doch einen Fachkräftemangel in unserer Branche.
00:15:56: wieso ignorieren wir quasi fünfzig Prozent der potentiellen Fachkräfte?
00:16:01: also da gibt es schon Bewegungen.
00:16:04: Aber es muss eine gewisse Bereitschaft insbesondere von der Führung halt schon geben, weil du schaffst es nicht Strukturen aufzubrechen wenn quasi die Geschäftsführung sagt wir haben ja gar kein Problem oder wir wollen gar nichts verändern.
00:16:17: Es muss ja nicht mal ein Problem sein das ist eigentlich eine Chance aber da muss schon eine Bereitshaft dann eben auch da sein.
00:16:24: und merkst du?
00:16:25: Da gibt's auch viele Mythen gerade in der Zusammenarbeit mit Unternehmen die immer wieder auftauchen was das Thema Vereinbarkeit angeht.
00:16:33: Also ich glaub, einmal wenn wir jetzt mit Teams zum Beispiel zusammenarbeiten gibt's immer mal so eine Befürchtung von das geht zu Lasten derer die eben keine Kehrverantwortung haben.
00:16:42: Also es ist ein bisschen ja gut dann arbeiten die alle weniger und wir arbeiten mehr.
00:16:47: also dass das die Befürchterung ist das muss aus meiner Sicht überhaupt nicht der Fall sein aber ist auf jeden fall eben so einen Mythos rund um Vereinbarkeit Dann grundsätzlich die Annahme des Vereinbarkeits und Performance nicht zusammen gehen das halte ich für den kompletten Mythos Und dass mehr Kinderbetreuung per se das Problem löst.
00:17:06: Also aus meiner Sicht ist das eben ein Baustein, der auch wichtig ist und es ist natürlich eine Katastrophe wenn wie neulich habe ich mit einer Mutter gesprochen die mir gesagt hat wir kriegen jetzt immer freitags gesagt welcher einen bis zwei Tage wir keine Kinderbetreuerung haben.
00:17:20: ja gut das funktioniert nicht.
00:17:22: aber es ist eben nicht so dass das problem verschwindet wenn wir auf einmal die perfekte Kinder betreuungs struktur haben und die wird hier auch sowieso in den nächsten jahren nicht auftachen sondern Es ist eben schon eine Frage von den grundsätzlichen Werten und Erwartungen, mit denen ich daran gehe.
00:17:40: Weil ja auch viele Eltern nicht den Wunsch haben ihr Kind den ganzen Tag betreut zu haben, sondern die wollen ja auch Zeit mit ihrem Kind verbringen.
00:17:48: Und das ist dann ein Konflikt wenn ich gleichzeitig als Arbeitgeber hundert Prozent, hundertzwanzig Prozent verfügbare Arbeitskräfte habe möchte, sondern da muss sich mir dann eben andere Lösungen überlegen.
00:18:02: Es gibt ja schon viele tolle Modelle, auch die wie Führung in Teilzeit funktioniert.
00:18:06: Mit Kindern oder mit pflegenden Angehörigen, ihr auch immer.
00:18:09: das dann die Konstellation ist.
00:18:10: und da braucht es halt diese Bereitschaft genau von Unternehmen, weil ich habe ja Fachpersonen, ich hab jemanden qualifiziert, der ist vielleicht schon viele Jahre im Unternehmen gewesen, bringt eine Expertise mit.
00:18:22: Warum sollte ich nicht gucken, wie wir das gut zusammenhinkriegen?
00:18:25: Das widerspricht sich mit meinen Gedanken immer wieder.
00:18:28: Warum setze ich mich nicht dafür ein, dass wir es irgendwie managen?
00:18:31: Weil wir alle werden unterschiedliche Lebensphasen haben und wir nehmen dann ja auch mal Rücksicht auf den anderen, der eine andere Lebensphase hat.
00:18:37: Und so soll da eigentlich ein Team funktionieren, dass irgendwie jeder Mal dran ist und wir uns gegenseitig unterstützen und dass es insgesamt funktioniert.
00:18:46: Deswegen ist es immer so ein bisschen paradox wenn ich dann immer merke, Mit achtzehn Uhr Team-Meeting ist noch drin oder siebzen dreißig, was ja wirklich in manchen Konzernen nicht selten ist.
00:19:00: Da sich nochmal gerade wenn es global wird da kommen nochmal andere Faktoren mit rein und dann muss man natürlich trotzdem nochmal gucken wie kann man das trotzdem gestalten?
00:19:09: Jetzt hast du so ein bisschen auch das Thema den zweiten Mythos die Du gesagt hast dass der Rest des Teams auffangen muss.
00:19:16: Das war glaube ich der zweite.
00:19:19: Wie kann man das denn reduzieren, dass nicht der Rest des Teams oder dass man diesen Mythos zum einen reduziert und gleichzeitig auch in der Realität zeigt es kann gut funktionieren?
00:19:30: Ja
00:19:31: genau also ich glaube da sind wir eben bei der Frage der Strukturen letztlich.
00:19:35: Also es macht immer Arbeitsstrukturen zu verändern aber da liegt natürlich auch der größte Hebel drin.
00:19:42: und wenn ich jetzt als Team oder Unternehmen eben schaffe, eine gewisse Planbarkeit in sowas wie die Meeting-Struktur reinzubringen.
00:19:53: Also zu sagen, die Meetings finden zum Beispiel nur noch im bestimmten Zeitslot statt und das wird auch durchgesetzt.
00:20:00: Dann liegt darin ja auch ne tolle Möglichkeit für alle anderen weil dann eben klar ist also Ich denke da immer über so du hast eine Planbarkeit und Flexibilität.
00:20:12: Und das muss sich die Waage halten,
00:20:13: d.h.,
00:20:14: du hast z.B.
00:20:15: eine Planbarkheit, wann muss ich verfügbar sein?
00:20:17: Dann hast du gewisse Zeiten in denen du eine Flexibilität hast.
00:20:21: Die haben ja dann alle Personen.
00:20:23: D.h.
00:20:23: wenn ich jetzt keine Kinder habe, weiß ich trotzdem ... Mein flexibler Zeitraum startet um fünf zu nur dreißig, sag ich jetzt mal.
00:20:31: Und wenn tolles Wetter ist dann kann ich da auch was anderes machen und kann meine Arbeit dann zum Beispiel abends nachholen oder an einem langen Tag.
00:20:39: Und deswegen glaube ich muss es eben nicht so sein, dass sich sage die Strukturen bleiben eigentlich gleich und wir verteilen nur die Arbeit innerhalb der Strukturnen um.
00:20:47: Sondern eigentlich muss das eben sein Wir verändern die Struktur wirklich.
00:20:50: Das kann unterschiedlich aussehen je nach Team weil es gibt natürlich Teams da wie du schon gesagt hast internationaler Kontext.
00:20:56: Da brauche ich zum Beispiel auch Randzeit verfügbarkeit Aber dann kann ich das vielleicht im Team rotieren.
00:21:02: Dann kann ich vielleicht sagen jede Person übernimmt Ich weiß nicht zwei frühe Vormittage, und dann hab ich wieder eine Planbarkeit für alle.
00:21:11: Dann kann ich nämlich privat zum Beispiel sagen ... mein lieber Partner?
00:21:16: Mein
00:21:16: Randzeit-Tag sind Montag und Dienstag, deswegen da kann ich das wirklich nicht machen die Kinder zur Kita zu bringen weil da muss sich gegebenenfalls um sieben Uhr morgens in einem Call sitzen.
00:21:27: aber am Mittwoch und Donnerstag übernimmt das ja meine Kollegin und deswegen ist es da kein Problem.
00:21:33: Dann habe ich Strukturen, die ich halt schaffen kann Und das funktioniert eigentlich in den meisten Teams.
00:21:39: Das bringt natürlich die zusätzliche Arbeit mit sich, dass man sich das einmal überlegt aber hat dann eben Chancen für alle auch eine höhere Mitarbeiterzufriedenheit von denen, die keine Kinder haben.
00:21:51: und deswegen ... um zu meinem zweiten Mythos zu kommen mit der Performance.
00:21:56: Auch da gehe ich eben nicht mit, dass das per se Performance Hammond ist sich diese Strukturen einmal zu überlegen die dann letzten Endes eben allen einen gewissen Freiraum auch ermöglichen der normalerweise eher performancefördernd ist weil die Leute ja dann zufriedener sind, weil sie aber auch zum Beispiel wissen hier ist mein Freiraum wo ich zb mal länger über ein Thema nachdenken kann.
00:22:18: Weil mir jetzt nicht alle halbe Stunde da an zwanzig Minuten Meeting reingelegt wird was wir ja wissen dass das eben nicht So Produktivität beiträgt.
00:22:27: Ja,
00:22:28: vor allen Dingen wie du sagst wenn das so wahrlos ist.
00:22:32: Ich wiederhole quasi nur noch mal deine Worte aber es hat so eine Chance für ein Team einfach grundsätzlich strukturell mal zu gucken Wie können wir sowieso die Meeting-Kultur verändern?
00:22:41: Die Meeting-Struktur verändern!
00:22:42: Wie kann man uns für Verfügbarkeiten anders auftellen?
00:22:45: Dass das nicht für jedes Unternehmen funktioniert weil manchmal natürlich auch Akutabhängigkeiten da sind okay.
00:22:51: Aber trotzdem mal zu schauen was gibt's denn in unserem Spielraum möglich dass wir vor allem für andere auch eine gewisse Planbarkeit und auch Flexibilität haben, die ja bei vielen gewünscht ist.
00:23:00: Also von daher hat das so einmal grundsätzlich dann aufräumen wenn man merkt da es notwendig hat für alle auch einen Effekt und dann fühlt sich's wirklich nicht so an ich fange jetzt auf und du kannst hier immer um vierzehn Uhr gehen ja sondern es ist eben ganz klar geregelt und flexibilität ist auch da und ich kann das vielleicht am Abend noch mal nachholen was ich auch bei vielen Eltern kenne gerade in Führungsposition nochmal abends dann wenn die Kids im Bett sind zwei Stunden zu machen, das was dann natürlich auch eine gewisse Form der Flexibilität und auch Commitment mit sich bringt.
00:23:30: Und vor allen Dingen auch die Chance dass ich die Führungsposition gestalten kann.
00:23:34: gerade als Frau mit Kindern ist es ja doch nicht bei allen immer oder sind sie oft manchmal nicht die erste Wahl?
00:23:41: Das ist ein bisschen schade!
00:23:43: Im Juli startet das nächste Female Leadership Programm.
00:23:49: Wenn du dir mehr selbst vertrauen, mehr Führungsnoha und mehr Souveränität wünscht, dann ist das Programm das Richtige!
00:23:57: Klick jetzt auf den Link zum Female Leadership Program in den Show-Notes, trag dich unverbindlich auf die Warteliste ein und erhalte schon in wenigen
00:24:05: Tagen
00:24:06: alle Infos zum nächsten Durchgang.
00:24:09: Vielleicht so'n bisschen auch gerade Stichwort erste Wahl?
00:24:12: Frauen in Führungspositionen, jetzt gehen wir von Kindern mit Kindern aus.
00:24:17: Erlebst du da ein Stück weit auch das die sich konditioniert?
00:24:21: Vielleicht auch gesellschaftlich, sozial dass sie sich selber auch bremsen und sagen ich glaube eine Führungsposition kann nicht gerade nicht.
00:24:27: Das ist das kann ich glaube ich gerade nicht leisten.
00:24:30: also das gibt es vielleicht auch innere Glaubenssätze wo du merkst Die wiederholen sich.
00:24:36: Dies natürlich gilt ernst zu nehmen aber gleichzeitig vielleicht auch zu gucken wie man das auflösen.
00:24:40: ja Ja, ich glaube ganz viel hängt eben mit dem Perfektionismus zusammen.
00:24:46: Also der Glaubenssatz Ich muss das alles richtig machen und richtig ist dann ein wahnsinnig hoher Anspruch, der an einen selber gestellt wird und zwar sowohl in der privaten Rolle als auch in der beruflichen Rolle.
00:24:59: Gleichzeitig ist es natürlich schon so dass wenn ich in einer Struktur mich befinde wo halt die Erwartungshaltung auch ist Als Führungskraft soll ich jetzt irgendwie zwölf Stunden pro Tag verfügbar sein am Wochenende.
00:25:12: Dann ist das ja auch auf eine Art unrealistisch, ich würde da immer nur Mut machen es vielleicht auszuprobieren auf die eigene Art und Weise und dann zu schauen funktioniert's nicht.
00:25:23: doch dass erfordert immer Mut sich da auch potenziell in so ein Konflikt reinzugeben.
00:25:31: aber mein Eindruck dass es zumindest häufiger Männer gibt, die sich dann einfach das rausnehmen, sage ich jetzt mal in Anführungsstrichen.
00:25:40: Also die dann vielleicht sagen ja das ist so und sich da nicht entschuldigen.
00:25:46: Und das ist glaube ich sowieso etwas was wir uns als Frauen... von eben der Erziehung her, zumindest viele Frauen mehr mitnehmen können.
00:25:55: Wir müssen uns dann gar nicht entschuldigen!
00:25:57: Es ist halt so...
00:25:58: wir müssen uns vor allen Dingen auch nicht verstecken und die Dinge auch nicht zutrauen weil ganz oft grade, das kennst du mit deiner Erfahrung auch.
00:26:05: gerade wenn ich Mutter bin habe ich auch an vielen Stellen noch mal Skill-Learning-Boost wie auch immer die mir helfen sogar eine Führungsrolle an vielen Ställen sogar nochmal besser zu integrieren.
00:26:17: Von daher ist es oft eine gute Kombination, sogar so umzusetzen und sich dann eben zu lösen von alten Klischees.
00:26:23: Ich bin als erstes da und gehe als Letztes und am Wochenende arbeite ich auch noch die ganze Zeit, die einfach nicht mehr tragbar sind und die auch von den meisten Männern ehrlicherweise auch nicht mehr gewollt
00:26:32: sind.".
00:26:33: Ja!
00:26:33: Und wo ich mich ja auch immer fragen kann was würde ich mir denn wünschen von der Führungskraft?
00:26:38: Und ich würde mir persönlich immer wünscht dass Enabled werde, also dass ich eine Unterstützung erfahre um dann eben auch eigenständig an Dingen arbeiten zu können.
00:26:49: Und dafür muss sich aber nicht rund um die Uhr betreut werden und dann kann ich als Mitarbeiterin eigenständisch die Entscheidung treffen.
00:26:57: hier muss ich jetzt die Führungskraft einbinden Also diese Fähigkeit den Mitarbeitenden zu geben das einschätzen zu können Dann halt im Zweifelsfall zu eskalieren ja Aber das passiert ja dann auch nicht am jeden Tag.
00:27:11: Ja, voll.
00:27:12: Und in nur so kann ich auch als Team zusammenarbeiten.
00:27:15: Jetzt stelle ich mir gerade vor es gibt ein Unternehmen oder gibt ja auch doch einige Unternehmen in Deutschland die sind noch ein bisschen tradierter.
00:27:21: Da habe ich vielleicht eine hauptsächlich männliche Geschäftsführung dann ist auch die Ebene drunter auch noch hauptächlich männlich und dann kommen irgendwann vielleicht ein paar weibliche Führungskräfte, diese ein bisschen merken, poh!
00:27:32: Ich mache jetzt sogar gar keine Mittagspause damit ich rechtzeitig mein Kind abholen kann.
00:27:36: Ich rocke hier so durch, damit ich das alles irgendwie schaffe.
00:27:39: Wie kann ich da vielleicht wirklich von innen heraus Grenzen setzen oder auch Dinge anschieben, wenn ich das Gefühl habe.
00:27:46: Ich renne hier aber eigentlich gegen eine Wand oder nicht so richtig auf Akzeptanz?
00:27:50: Habt ihr solche Fälle auch?
00:27:52: Ja,
00:27:52: auf jeden Fall und ich kenne es tatsächlich auch noch selber aus meinem Job der den ich ja vorher gemacht hab an der Strategieberatung, der ja per Definition im Recht entgrenzt ist wo man also viele Grenzen... setzen muss.
00:28:06: Und das ist auch eine gute Übung, ich glaube ein Punkt liegt eben darin sich nicht zu entschuldigen was ich schon gesagt habe also Transparenz zu kommunizieren was die Grenze ist beispielsweise bei einer Verfügbarkeit aber nicht zu sagen es tut mir leid oder es ist total blöd gelaufen dass ich jetzt mein Kind abholen muss sondern eher zu sagen Ich bin heute von fünfzehn Uhr an dich erreichbar nicht mehr im Haus.
00:28:32: danach schaue ich gerne auf Themen drauf.
00:28:34: Wenn ihr vorher schon eine Rückmeldung braucht, dann können wir vorher einen Termin dafür vereinbaren.
00:28:38: Also das einfach erst mal so stehen zu lassen ist glaube ich total wichtig auch für die innere Haltung, dass man sagt es ist auch nicht schlimm also ich... Das ist okay!
00:28:48: Ich kann das so kommunizieren und so machen und dann was eben meiner Meinung nach hilft ist einmal gemeinsam auch zu priorisieren, also mit dem vorgesetzten Beispiel zusammen draufzuschauen.
00:29:02: Ich soll jetzt Thema X übernehmen und dann würde ich Y-Depriorisieren.
00:29:06: Passt das für dich!
00:29:07: Klarheit
00:29:08: schaffen bis wann braucht es denn hier eine Entscheidung?
00:29:10: Bis wann brauchen wir das Ergebnis hier?
00:29:13: Wer ist denn da der Entscheider die Entscheiderin?
00:29:15: Auch so ein bisschen zu schauen was sind vielleicht Themen, die gerade noch gar nicht so klar sind, die man vielleicht dann auch nicht Und ich hab auch mal mit einer Coaching zu dem Thema gearbeitet und dieses permanent erreichbar sein müssen, zum Beispiel das so ein bisschen abzulegen.
00:29:34: Zu sagen was ist denn eine Zeit die akzeptabel ist für dich in der ich nicht erreichba bin?
00:29:40: Sind es fünfzehn Minuten sind es dreißig Minuten ist es ne Stunde?
00:29:43: und dass vielleicht dann auch so schrittweise auszuprobieren und zu verlängern, dass man sagt Ich muss nicht alle fünf Minuten in meine E-Mail schauen.
00:29:51: Das ist vollkommen okay, ich kann das auch einfach jetzt mal für drei Stunden nicht machen!
00:29:56: Das ist glaube ich wichtig dass man da sich so ein bisschen ran tastet und den Stress dadurch loslassen kann weil das ist ja oft eben eine Erwartung die ich einfach selber habe die teilweise auch andere vielleicht haben aber die ich an dich annehmen muss.
00:30:11: Ja und gerade so diesen Anfangs-Move, der fühlt sich natürlich immer unangenehm an oder bei vielen Unangenehmen an jetzt vielleicht mit Grenzen zu setzen.
00:30:19: Das fühlt es sich erstmal so oh Gott, wäre ich denn abgelehnt?
00:30:22: Vielleicht kriege ich einen komischen inside eye was auch immer oder Geld als nicht mehr belastbar hier im Unternehmen und da trotzdem weiterzumachen.
00:30:30: Ich habe zumindest auch als Erfahrungswert in der Arbeit mit vielen Frauen gerade wenn wir es durchziehen und unsere Leistung ist ja oft trotzdem genauso gut, irgendwann ist das akzeptiert.
00:30:42: Und da gibt's dann auch keine komischen Reaktionen mehr und vielleicht gibt's am Anfang Reaktion die gehören an mancher Stelle je nach Unternehmen ein bisschen dazu.
00:30:49: Das heißt aber nicht dass wir nicht auf dem richtigen Weg sind.
00:30:53: Ja ganz genau!
00:30:54: Wenn ich den Eindruck habe mehr belastbar Geld ist, dass ja auch was, was ich thematisieren kann.
00:31:01: Wo ich sagen kann warum?
00:31:02: Also das ist mein Eindruck.
00:31:05: Stimmt das?
00:31:05: wenn ja wo kommt das her?
00:31:07: liegt es jetzt wirklich daran, dass sich nachmittags manchmal nicht da bin.
00:31:12: Dass dann auch wirklich transparent anzusprechen damit die Erwartung halt klarer artikuliert wird.
00:31:18: Das ist sie nämlich oft nicht und das macht ja den Stress.
00:31:22: man hat dann das Gefühl man muss das alles so machen ohne dass das wirklich eine Weisung oder so.
00:31:28: Ja und sich da einfach bewusst machen, viele sind auch vom Mindset dann einfach noch nicht soweit wie wir es dann manchmal sind ja weil wir gehen den Schritt weiter, weil wir müssen das irgendwie oder wollen auf unsere Lebensphase gerade integrieren.
00:31:39: Und andere sind in ihrem tradierten Denken vielleicht gefangen, wie das jetzt funktionieren soll?
00:31:44: In welcher Position wie auch immer und sich dort einfach bewusstmachen Wir sind ein Schritt weiter.
00:31:49: Okay, dass der andere vielleicht noch nicht so weit ist.
00:31:52: Aber es heißt nicht, dass ich mich jetzt zurücknehme und dem anpasse, sondern mein Weg ist auch gut.
00:31:56: Und den gehe ich jetzt hier auf Vorbild hervor gerade auch im Sinne wenn ich in Erführungsposition bin bis in die Rollmodelfunktion immer wieder auch bewusst den Schritt nach vorne zu gehen.
00:32:06: Wenn gleich das natürlich nicht immer ganz einfach ist.
00:32:08: Ja, genau!
00:32:09: Es kostet auch Kraft und ich glaube da ist einfach auch wichtig was sich immer als Übung für mich mache.
00:32:16: Was ist quasi... in dem jetzigen Setup das, was mir auch Energie gibt.
00:32:21: Warum mache ich das?
00:32:22: Was ist so das positive Bild, was sich damit verbinde?
00:32:25: Weil sonst hält man es ja nicht durch.
00:32:28: Man muss schon wissen, wofür man's macht.
00:32:31: Das kann eben diese Vorbildfunktion sein, aber vielleicht noch etwas anderes, dass man sagt die Rolle macht mir total Spaß und ... Ich seh das jetzt eher als ein bisschen raue See, durch die ich halt durchsteuern muss.
00:32:43: Danach wirds bestimmt auch nochmal ... Sonniger.
00:32:46: Ja, ja
00:32:47: schönes Bild!
00:32:48: Schönes Bild.
00:32:49: Mir zwar schon so ein bisschen Grenzen setzen als eine mögliche Strategie.
00:32:52: was sagst du?
00:32:52: sind so noch konkrete Strategien auch aus deiner Erfahrung auch in der Arbeit mit Unternehmen oder direkt mit Eltern teilen?
00:33:00: Was sind so Strategien wie ich wirklich mein Alltag besser gestalten oder besser unter einen Hut kriege?
00:33:07: Genau.
00:33:07: also ich glaube eine Sache die für mich mega wichtig ist und die aber auch nicht einfach ist, wo man auch Disziplin braucht.
00:33:15: Ist wirklich mit so Zeitblockern zu arbeiten?
00:33:19: Wann is was im Fokus?
00:33:21: also wann ist für mich Familienzeit?
00:33:24: das heißt Familienzeit ist der Fokus.
00:33:25: das heißt ich gucke jetzt nicht eben parallel noch in meine Mails und mache noch drei Sprachnachrichten an Mitarbeitende sondern Ich versuche da wirklich die Priorität klarzuhaben Arbeitszeit und wann ist Paarzeit?
00:33:38: Und wann ist Urlaub usw.
00:33:39: Also da wirklich klare Grenzen zu ziehen, ich mache das mit meinem Kalender.
00:33:44: Ich habe dann so bunte Farbblocker um das für mich klarzuhaben.
00:33:49: Dann ist glaube ich wichtig... Enablement, also sowohl beruflich als auch privat.
00:33:55: Was brauchen andere Leute damit sie da bestimmte Aufgaben übernehmen können?
00:33:59: Wo brauche ich vielleicht eben auch Unterstützung?
00:34:02: Also brauche oder möchte ich eigentlich gerne ein Babysitter dann eine Babysittere noch haben, damit diese Person zum Beispiel mal das Kind von der Kita abholt und dann zwei drei Stunden noch auf den Spielplatz geht.
00:34:15: was muss die Person erfüllen können was muss sich ihr mitgeben damit sie das übernehmen kann dass es genauso wie eben im Team.
00:34:24: Sich da so ein verlässliches Netzwerk sozusagen zu
00:34:27: bauen,
00:34:28: dann finde ich wichtig in Szenarien zu denken also nicht so krass schwarz-beiß und ich glaube das ist auch manchmal hilfreich wenn man eben
00:34:36: eine
00:34:36: opportunity angeboten bekommt dass man sagt was es denn jetzt so best case wenn ich diese rolle annehme?
00:34:42: Was is worst case und was sind die szenarieren dazwischen damit man sich vorbereitet fühlt und dann auch sagen kann Treffe ich denn die Entscheidung, wenn auf meiner schwarz-weiß Grauskala dann irgendwas davon eintritt?
00:34:56: Und das kann man halt auch häufig einfacher besprechen.
00:35:00: Also jetzt, wenn ich im Job eine neue Rolle annehme, dann muss sich das ja vielleicht privat einmal besprechen und da kann man sagen – Im besten Fall ist es so!
00:35:06: Im Schlechtesten Fall ist's so!
00:35:08: Das sind die Fälle dazwischen.
00:35:09: wie machen wir das denn
00:35:10: jeweils?!
00:35:11: Und eine Übung, die ich schön finde, die wir auch gerne mitgeben ist die Glas- und Plastikballübung.
00:35:17: Also man hat ja immer dieses Bild von man jongliert so alle Sachen und irgendwas fällt bestimmt dann irgendwann mal runter und tut es ja auch.
00:35:25: Alle Dinge, die man in der Luft halten möchte sind Bälle... die von außen gleich aussehen, aber manche sind aus Plastik gehen.
00:35:31: Also nicht kaputt wenn sie runterfallen.
00:35:35: und ich muss halt regelmäßig überlegen was sind denn wirklich meine Glasbälle?
00:35:39: Und bei den Plastikkellen da kann man eben dann auch mal welche mit Absicht fallen lassen.
00:35:44: Weil das ist eben das, was wir glaube ich ja oft üben müssen, weil es nicht einfach ist, weil wir als Menschen soziale Wesen sind und wir wollen jetzt nicht unbedingt dass Leute uns blöd finden oder Blöd finden, was sie machen.
00:35:56: aber manchmal muss man so ein Plastikball halt mal fallen lassen als gute Übung.
00:36:01: Oh ja, das ist ein gutes Training auch zu merken.
00:36:03: Dass die Konsequenz meist gar nicht so groß ist, die wir oft erwarten.
00:36:07: Das merk ich mir auf jeden Fall.
00:36:08: Ein bisschen mehr meine Glasbälle oder vielleicht ist es nur einer der manchmal oben ist und der Rest ist wirklich nur Plastik da einen größeren Symbol für sich zu haben – sehr cool!
00:36:18: Wenn du einen Wunsch an Unternehmen hättest oder vielleicht platziert ihr den regelmäßig durch Equally, was würdest du dir als erstes für eine strukturelle Veränderung für Frauen wünschen?
00:36:31: Ja, ich würde mir eigentlich eben für alle wünschen, dass wir das klarer hätten.
00:36:35: mit wann muss sich da sein.
00:36:38: Was sind die Erwartungen?
00:36:39: Ich glaube es ist halt ja für die allermeisten eine Herausforderung wenn ich jetzt in der Partnerschaft bin und beide arbeiten acht Stunden und müssen dafür irgendwo hinfahren und haben hier noch die eine Stunde Mittagspause usw.
00:36:55: ein gutes, für sich so gutes Leben zu gestalten.
00:37:00: Unabhängig von Kindern sogar.
00:37:02: und deswegen ist glaube ich die Frage wo sind denn die Flexibilitätshebel, die ich eben anbieten kann wenn die vierzig Stunden Woche weiterhin mein ideal ist?
00:37:11: Und wie kann ich das eben mitarbeiten in den unterschiedlichen Rollen ermöglichen?
00:37:15: Also wir haben ja schon über die klassischen Brot-Dops gesprochen, da geht es eher um so was wie Meetingzeiten.
00:37:21: Wann möchte ich jemanden auch spontan erreichen können?
00:37:24: und das ist ja auch wahnsinnig wichtig weil wir zusammen arbeiten.
00:37:28: Es gibt ja auch Präsenzrollen.
00:37:29: Da ist halt die Frage Wie kriege ich da vielleicht eine gewisse Flexibilität hin?
00:37:33: Kann nicht sowas wie Eine Schichtplanung?
00:37:35: kann Ich da eine Flexibilität reinbringen Kann ich da eben auch sagen Rollen können gemeinsam wahrgenommen werden, gibt es auch da vielleicht Teile die man zu Hause machen könnte und wenn ja wie ermöglicht ich das?
00:37:47: Also das ist glaube ich die große Frage.
00:37:50: Wie kann ich mich verorten auf eben diesen zwei Ebenen von Planbarkeit und Flexibilität und wie kann ich das auch gut kommunizieren damit meine Mitarbeitenden das auch wissen?
00:38:02: weil oft ist es ja so niemand möchte sich so richtig festlegen Angebote offiziell, eben Führung in Teilzeit beispielsweise.
00:38:11: Aber niemand möchte sagen was das jetzt heißt und dann wird dieses Angebot nie wahrgenommen weil eben unklar ist wie soll es denn realisiert werden?
00:38:22: Das glaube ich wichtig und da ist es auch wichtig als Geschäftsführung zum Beispiel voranzugehen und zu sagen dass wollen wir glauben daran wenn wir's tun und bieten damit halt ein tollen Arbeitsplatz für mehr Menschen an.
00:38:39: Ja, und da steckt ja ganz viel Erwartungskommunikation drin.
00:38:41: Also gerade im Thema Planbarkeit also von beiden Seiten was erwartest du im Rahmen dieser Zeitfenster oder auch überhaupt der Qualität?
00:38:50: Und so können wir dann nur drumherum die Flexibilität gestalten wenn man darüber sprechen.
00:38:54: Ansonsten ist es ein bisschen schwammig und ich weiß gar nicht was erwartet wird.
00:38:58: Kriege ich die Teilzeitvariante überhaupt hin oder habe ich trotzdem diese eine Milliarde zu tun, die zwischen in die Zeit quetschen muss.
00:39:06: eine gewisse Planbarkeit und gleichzeitig diese Flexibilität für die Schlagwörter sehr cool.
00:39:10: Vielen Dank, dass du das so reingebracht hast!
00:39:13: Wenn welchen Rat würdest du einer Frau geben, die vielleicht gerade so vor einer größeren Karriereentscheidung steht?
00:39:20: Und so ein bisschen Sorge hat, ob sie überhaupt alles unter einen Hut bekommt?
00:39:24: Ja also ich glaube erst mal ist Frage, was fühle ich sozusagen an positiven Gefühlen rund um diese Entscheidung.
00:39:34: Also dass wir uns auch nicht immer nur zu sehr auf die negativen Aspekte fokussieren.
00:39:39: und wenn diese positiven Gefühl eigentlich sagen macht den Sprung sozusagen dann würde ich sagen geh den Schritt erstmal und sortier dann also dieses so thriving in chaos das auch mal kurz annehmen dass es wahrscheinlich erst mal chaotisch wird und man das eben dann für sich zurecht ruckeln muss.
00:39:58: Das gehört glaube oft dazu, dass gerade in einem komplexeren Leben wo dann ein Partner eine Partnerin Kinder und so weiter Eltern vielleicht noch eine Rolle spielen das das dann halt nicht ganz ohne Ruckeln funktioniert.
00:40:11: Und dann würde ich die Glas- und Plastikballübungen
00:40:14: machen
00:40:14: damit ich weiß was sich im Chaos sozusagen hochhalten muss.
00:40:19: und ich glaube was eben wahnsinnig wichtig ist es sich mit
00:40:23: Rollmodels
00:40:24: zu vernetzen, was nicht immer im gleichen Unternehmen geht.
00:40:27: Aber ja manchmal außerhalb des Unternehmens funktioniert.
00:40:32: Auf LinkedIn gibt es wahnsinnig viele inspirierende Frauen, die davon sprechen, was sie machen und wie sie ihr volles Leben sozusagen gestalten.
00:40:41: Und das heißt ja nicht immer, dass alle Aspekte in diesem vollen Leben hundert Prozent zum Tragen kommen, aber dass alle irgendwie da sind ja auch wachsen können und sozusagen Aufmerksamkeit bekommen.
00:40:59: Und meine Erfahrung ist, dass viele von diesen Personen total bereit sind sich auf einen kurzen digitalen Kaffee mal zu verabreden und einfach so ihre Learnings zu teilen.
00:41:08: und dann kann man das mitnehmen was man mitnehmenswert findet.
00:41:12: nicht alles wird immer für alle funktionieren aber das kann eben total schön sein und ein gutes Unterstützungsnetzwerk.
00:41:19: was man sich da dann auch irgendwie aufbaut
00:41:22: Ja, total.
00:41:23: Und da fällt mir gerade noch so als eine Ergänzung ein, weil du es grad so angesprochen hast sich vor allen Dingen Rollmolds suchen die wirklich da vielleicht mir einen Rat geben können.
00:41:33: Weil manchmal sucht man in solchen Situationen wenn's um Karriereentscheidung geht fragt man vielleicht die Mutter oder die Freundin aber die hatten ganz anderen Kontext und natürlich würde sie uns dann vielleicht dazu raten nie kommen das ist doch bestimmt viel grade.
00:41:46: ja reicht auch so wie es gerade ist also dass man da so bisschen auch selectiert böswillig gemeint.
00:41:51: Aber wirklich guckt, wer hat in die Richtung eine Biografie?
00:41:55: Wer kann mir da wirklich ein paar Einblicke geben, die mir helfen.
00:41:59: und das ist manchmal wie du sagst nicht unbedingt der familiäre Kreise oder der Freundinkreis oder vielleicht nicht mehr im eigenen Unternehmen sondern jemand anderes, der da eher einen Blick gegeben kann und ehrlich ist aber gleichzeitig auch vielleicht empowernd ist weil da in der Regel lässt sich oft einen Weg finden.
00:42:14: Ja, genau.
00:42:15: Also wenn ich jetzt Partnerin werden soll in der Kanzlei dann kann ich ja auch andere Partnerinnen und anderen Kanzleien mal fragen wie sieht das denn bei euch aus?
00:42:23: Und vielleicht lerne ich da sogar noch was an Hebeln die ich zum Beispiel mit ins Unternehmen wieder zurück tragen kann.
00:42:30: also aber wie gesagt meine Erfahrung ist häufig gibt es eine große Offenheit und auch so einen Willen zu unterstützen und das kann eben dann auch ein toller Anlass sein mit inspirierenden Personen nochmal ins Gespräch zukommen.
00:42:43: Ja, voll gut.
00:42:44: Zum Beispiel wie mit euch.
00:42:45: also ihr seid ja auch sehr aktiv auf LinkedIn da lässt sich bestimmt auch aus den Post bei euch immer sehr viel mitnehmen.
00:42:50: Ich habe noch drei letzte Fragen an dich Ronja.
00:42:54: Dein Lieblingsort zum Arbeiten ist es Homeoffice oder ist das die Unternehmen?
00:43:00: Also ich würde sagen zum Standardarbeiten ist schon mein Schreibtisch Den hab' ich mir so eingerichtet der ist schön in der Sonne und daher bin ich immer sehr gerne
00:43:13: Das letzte richtig gute Buch, was du gelesen hast.
00:43:15: Was dir jetzt einfällt?
00:43:17: Also fertig gelesen habe ich die Assistentin von Caroline Waal.
00:43:21: Ich bin aktuell viel im Anlesen und noch nicht fertig lesen.
00:43:26: das heißt auf meinem Nachtisch liegt gerade Söhne großziehen.
00:43:31: als Feministin heißt es von Sheila Ich hoffe, ich habe den Nachnamen richtig ausgesprochen.
00:43:37: Das finde ich sehr inspirierend, weil ich auch einen Sohn hab und das aber noch mal viel zum nachdenken anregt über die Dinge, die wir wertschätzen sozusagen als Gesellschaft.
00:43:49: Und was geben wir den Mädchen gerade mit?
00:43:51: Was geben wir dem Jungs vielleicht eben nicht mit?
00:43:54: Also macht auch nochmal größere Fragen auf.
00:43:57: Aber fand ich bisher gut.
00:43:59: Ja, ja cool.
00:44:00: Weil ich hab selbst auch zwei Söhne und ich frag mich manchmal wie der Einfluss ist wenn man sich sehr stark für Frauen auch im Arbeitsleben einhaben fühlen die sich manchmal hinterher oder nicht genug gesehen also auch eher das andere andere also die Kehrseite dann davon.
00:44:14: deswegen cool vielleicht sollte ich das auch mal definitiv lesen.
00:44:17: eine Sache die dich sofort entspannt vielleicht auch beim Thema Vereinbarkeit wenn das Chaos vor den Füßen liegt.
00:44:24: Also ich bin großer Radrenn-Fan.
00:44:28: Das heißt jetzt gerade hat die Saison wieder angefangen, man kann wieder Radrennen gucken.
00:44:32: das ist für mich sehr entspannt und es aber auch eine sehr intensive Tätigkeit weil Radrenne sehr lange dauern und meistens sagen außen stehen das passiert gar nicht so viel.
00:44:41: aber ich finde es dann sehr spannend.
00:44:44: Ich stricke gerne.
00:44:45: Das find ich auch super, weil da hat man halt kein Handy oder so in der Hand, sondern man ist wirklich auf seine Handarbeit fokussiert und das ist eine Tätigkeit die sehr lange dauert.
00:44:56: gut, nimmt so ein bisschen Tempo raus und wir haben jetzt seit letztem Sommer in Schrebergarten.
00:45:02: Das heißt das ist auch richtig cool da kann man eben auch handwerklich letztlich tätig werden und auch da hat man halt eine ganz andere Zeitspanne auf einmal im Blick.
00:45:12: wenn man da einen Baum anpflanzt dann trägt er ja erst Jahre später wirklich Früchte.
00:45:17: aber das finde ich auch sehr schön und tut mega gut so draußen zu sein.
00:45:22: vor allem zeigt es auch nochmal, dass manche es einfach ein bisschen Zeit dauert bis die Ernte da ist und sich trotzdem
00:45:27: lohnt ihnen zu
00:45:28: pflegen den Baum.
00:45:29: Ja das ist für mich glaube ich immer so ein guter Counterpart weil ich bin sehr so ja Effizienz fokussiert.
00:45:37: Ich hake gerne to do listen ab.
00:45:43: Das sind dann Dinge, wo man das gar nicht so machen kann.
00:45:46: Man kann den Baum einpflanzen und ihn bewässern und regelmäßig anschauen.
00:45:50: Aber es dauert einfach viel länger.
00:45:53: Und bei dem Thema, wo wir dran sind ... Also wie kriegen wir Frauen zum Beispiel mehr in diese Macht- und Führungspositionen?
00:46:02: Da dauert's leider auch ein bisschen, weil wir ja Normen versuchen zu verändern.
00:46:10: Eher Typ Marathon als Typ Sprint.
00:46:12: Voll, voll und manchmal auch frustrierend wo man wirklich nochmal trotzdem aufstehen muss und weitermachen muss.
00:46:18: also
00:46:19: total
00:46:19: kann ich total unterschreiben.
00:46:22: ja vielen vielen dank Ronja dass du zu Gast warst Und vor allen Dingen Einblicke gegeben hast, was es für Möglichkeiten gibt.
00:46:28: Und das ist immer eine Chance ist wenn Lebensphasen sich im Unternehmen verändern und nicht so oh Gott die Schwanger jetzt bricht sie uns weg sondern dass das oft ganz viele Vorteile für Teams hat sich nochmal neu auszurichten noch mal neu zu gucken.
00:46:41: wie können wir vielleicht aus alten Notien raus weil Sie sowieso schonmal weil sie sowieso nicht mehr das richtig für uns alles sind?
00:46:47: ja also es ist eine ganz große Chance soweit der Veränderungsbedarf Anklopft ihn auch wirklich wahrzunehmen und das Unternehmen anders zu gestalten.
00:46:56: Also vielen, vielen Dank!
00:46:58: Wenn du zuhörst, liebe Zuhörerinnen, denkst es wäre cool bei unserem Unternehmen ein bisschen was anzustoßen Wir packen die Kontakte auf jeden Fall in die Show-Notes und freuen uns und wir wünschen ganz viel Glück dass ihr noch viele voran bringt.
00:47:12: Vielen, vielen dank an dich.
00:47:14: Ja danke dir für die Einladung hat total Spaß
00:47:16: gemacht Sehr gern, sehr gern.
00:47:18: Und wenn dir die Folge gefallen hat oder du sagst hey das wäre doch was für meine Freundin oder Kollegen dann leite die Folge gerne weiter und denk dran falls du noch nicht abonniert hast und das sind einige von unseren Zuhörern die immer fleißig hören aber noch nicht aboniert haben.
00:47:33: klick auf Abonnieren das hilft dass wir das Thema noch weiter voranbringen können.
00:47:38: Vielen vielen Dank und wir beide sagen Tschüss!
00:47:39: Tschüss.
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